Hitzebeständige Lötmatte auswählen - worauf achten?
Die Lötmatte schützt die Arbeitsfläche vor Hitze, Lötspritzern und aggressivem Flussmittel und hält am ESD-Platz kleine Bauteile sicher. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Temperaturfestigkeit, ESD-Eigenschaften nach DIN EN 61340-5-1, Silikon-Material und die passende Grösse für Ihren Arbeitsplatz auswählen.
Lötmatten ansehenWie hitzebeständig muss eine Lötmatte sein?
Die wichtigste Eigenschaft ist die Temperaturfestigkeit. Gute Silikon-Lötmatten halten eine Dauertemperatur von etwa 250 °C aus und überstehen kurzzeitige Spitzen bis rund 500 °C, wie sie ein heisser Lötkolben oder abgelegtes Entlötwerkzeug verursacht.
Silikon leitet Wärme nur langsam ab und schmilzt nicht, sondern verkohlt erst bei sehr hohen Temperaturen. So bleibt die Tischplatte darunter geschützt und die Matte verformt sich nicht bei jedem versehentlichen Kontakt mit der Lötspitze.
- Dauertemperatur: der Wert, den die Matte im Betrieb dauerhaft verträgt (Silikon ca. 250 °C).
- Kurzzeitspitze: punktueller Kontakt mit Lötspitze oder Heissluftdüse (bis ca. 500 °C).
- Rutschfeste Unterseite, damit die Matte bei Zug am Kabel nicht verschiebt.
- Beständigkeit gegen Flussmittel, Isopropanol und Lötzinn-Reste.
Welche ESD-Eigenschaften braucht die Lötmatte?
An einem ESD-geschützten Arbeitsplatz genügt eine hitzebeständige Matte allein nicht. Sie muss ableitfähig sein und über einen Druckknopf und ein Erdungskabel mit 1 MΩ Widerstand kontrolliert mit dem gemeinsamen Erdungspunkt verbunden werden.
Nach DIN EN 61340‑5‑1 soll der Ableitwiderstand zur Erde im Bereich von etwa 10⁶ bis 10⁹ Ω liegen. So fliesst die statische Ladung schnell genug ab, ohne empfindliche Halbleiter durch einen schlagartigen Entladestrom zu gefährden.
Welche Grösse und Ausstattung passt zum Arbeitsplatz?
Die Grösse richtet sich nach dem Platzbedarf vor dem Werker. Für Reparaturen und Kleinserien reichen etwa 300 x 200 mm, für grössere Baugruppen oder Rework mit Heissluft sind 450 x 300 mm oder mehr sinnvoll.
Viele Lötmatten bringen strukturierte Zonen mit: Magnetflächen und Mulden für Schrauben, Fächer für Bauteile und Beschriftungsfelder. Das verhindert, dass kleine SMD-Teile wegrollen, und hält die Reihenfolge beim Zerlegen fest.
- 300 x 200 mm: kompakt für Reparatur und Einzelplatz.
- 450 x 300 mm und grösser: Rework, Heissluft und grössere Baugruppen.
- Mulden und Magnetzonen für Schrauben und SMD-Bauteile.
- Weiche Oberfläche schützt Displays und Gehäuse vor Kratzern.
Häufige Fragen
Welche Temperatur hält eine Silikon-Lötmatte aus?
Übliche Silikon-Lötmatten vertragen dauerhaft etwa 250 °C und kurzzeitige Spitzen bis rund 500 °C. Das reicht für den punktuellen Kontakt mit Lötspitze, heissen Bauteilen und Heissluftdüse.
Ist jede hitzebeständige Matte auch ESD-fähig?
Nein. Viele Silikonmatten sind isolierend. Für den ESD-Platz braucht die Matte einen ausgewiesenen Ableitwiderstand von 10⁶ bis 10⁹ Ω und eine Erdung über ein 1 MΩ Kabel nach DIN EN 61340‑5‑1.
Welche Grösse ist sinnvoll?
Für Reparaturen genügen etwa 300 x 200 mm. Für Rework mit Heissluft oder grössere Baugruppen sind 450 x 300 mm oder mehr angenehmer, gern mit Mulden und Magnetzonen für Kleinteile.
Wie reinige ich die Lötmatte?
Mit einem ableitfähigen ESD-Reiniger oder Isopropanol und einem weichen Tuch. Keine silikonhaltigen oder fettenden Pflegemittel verwenden, da sie einen isolierenden Film hinterlassen.
Passende Lötmatte gesucht?
Wir liefern hitzebeständige Silikon-Lötmatten in ESD-ableitfähiger Ausführung - geprüft nach DIN EN 61340-5-1, inklusive Erdungsset.
Hitzebeständig
Silikon bis rund 250 °C dauerhaft, Spitzen bis 500 °C.
Normgeprüft
ESD-Ausführung nach DIN EN 61340-5-1.
Sauber geerdet
Druckknopf und 1 MΩ Erdungskabel im Set.
Fachberatung
ESD-Spezialisten helfen bei Grösse und Ausführung.


