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Einweg, Reflexion oder Taster - welcher Lichtsensor passt?

Optische Sensoren erkennen Objekte berührungslos über Licht - doch Einweglichtschranke, Reflexionslichtschranke und Lichttaster arbeiten grundverschieden. Dieser Ratgeber erklärt die drei Prinzipien, ihre Reichweiten und wann welche Bauform für zuverlässige Objekterkennung die richtige Wahl ist.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Optische Sensoren ansehen
bis 60 m
Reichweite Einweglichtschranke
0,1-6 m
typischer Lichttaster-Bereich
3 Prinzipien
Einweg, Reflexion, Taster
IP67
gängige Schutzart im Feld
Inhalt
  1. Die drei Prinzipien
  2. Reichweite und Erkennung
  3. Auswahl in der Praxis
  4. Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich die drei Grundprinzipien?

Optische Sensoren senden Licht aus und werten aus, ob und wie viel davon zurückkommt. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wo sich Sender und Empfänger befinden und wovon das Licht reflektiert wird. Daraus ergeben sich drei Bauformen: Einweglichtschranke, Reflexionslichtschranke und Lichttaster (Reflexions-Lichttaster).

Bei der Einweglichtschranke stehen sich Sender und Empfänger als zwei getrennte Geräte gegenüber; das Objekt unterbricht den Lichtstrahl. Die Reflexionslichtschranke vereint Sender und Empfänger in einem Gehäuse und nutzt einen Reflektor auf der Gegenseite. Der Lichttaster kommt ohne Reflektor aus und wertet das direkt vom Objekt zurückgeworfene Licht aus.

Faustregel: Je mehr das Prinzip auf das direkte Objektecho angewiesen ist, desto kürzer die Reichweite, aber desto einfacher die Montage - nur ein Gerät, keine Gegenseite.
  • Einweglichtschranke: getrennter Sender und Empfänger, Objekt unterbricht den Strahl.
  • Reflexionslichtschranke: Sensor plus Reflektor (Tripelspiegelfolie), Objekt unterbricht den reflektierten Strahl.
  • Lichttaster: Sender und Empfänger im selben Gehäuse, das Objekt selbst wirft das Licht zurück.

Welche Reichweite und Objekterkennung leistet jede Bauform?

Die Reichweite hängt direkt vom Prinzip ab. Die Einweglichtschranke erreicht die grössten Distanzen und höchste Betriebssicherheit, weil der volle Sendestrahl den Empfänger trifft. Der Lichttaster hat die kürzeste Reichweite, weil nur der kleine, vom Objekt gestreute Anteil zurückkommt.

Die Einweglichtschranke erkennt Objekte unabhängig von Farbe, Glanz oder Oberfläche zuverlässig - ideal für Staub, Verschmutzung und lange Distanzen. Die Reflexionslichtschranke braucht bei glänzenden oder spiegelnden Objekten eine Polarisationsfilter-Version, damit das Objekt nicht wie der Reflektor wirkt. Der Lichttaster reagiert empfindlich auf helle und dunkle Oberflächen; ein einstellbarer Schaltabstand hilft, den Hintergrund auszublenden.

Für sehr präzise Kanten- oder Anwesenheitserkennung auf kurze Distanz eignet sich der Lichttaster mit Hintergrundausblendung, weil er den Umschaltpunkt geometrisch statt über die Lichtmenge bestimmt.

Wann wähle ich welche Bauform?

Die Auswahl richtet sich nach Distanz, Objekteigenschaften, Montageaufwand und Umgebung. Wer beidseitig montieren kann und lange Reichweite oder maximale Sicherheit braucht, greift zur Einweglichtschranke. Wer nur eine Seite bestücken kann, wählt Reflexionslichtschranke oder Lichttaster.

  • Lange Distanz, Staub oder dunkle Objekte: Einweglichtschranke.
  • Nur eine Montageseite, mittlere Reichweite, definierte Objekte: Reflexionslichtschranke mit Reflektor.
  • Kurze Distanz, kein Platz für Reflektor, wechselnde Objekte: Lichttaster.
  • Glänzende oder transparente Teile: Polarisationsfilter oder spezieller Klarglas-Sensor.
  • Rauhe Umgebung: Schutzart IP67 und Rotlicht oder Laser für kleine Objekte prüfen.
Transparente Objekte wie PET-Flaschen oder Glas erkennt man am sichersten mit speziellen Reflexionslichtschranken für Klarglas, die kleinste Abschwächungen des reflektierten Signals auswerten.
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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Reflexionslichtschranke und Lichttaster?

Die Reflexionslichtschranke nutzt einen Reflektor auf der Gegenseite und meldet, wenn das Objekt den reflektierten Strahl unterbricht. Der Lichttaster hat keinen Reflektor und wertet das direkt vom Objekt zurückgeworfene Licht aus - daher kürzere Reichweite, aber einfachere Montage.

Welche Bauform hat die grösste Reichweite?

Die Einweglichtschranke, weil der volle Sendestrahl direkt auf den gegenüberliegenden Empfänger trifft. Handelsübliche Geräte erreichen bis zu 60 m, Speziallösungen noch mehr.

Warum erkennt mein Lichttaster dunkle Objekte schlecht?

Dunkle und matte Oberflächen reflektieren weniger Licht, sodass weniger Signal zurückkommt. Hier hilft ein Sensor mit Hintergrundausblendung oder der Wechsel zur Einweglichtschranke, die farbunabhängig arbeitet.

Wie erkenne ich transparente Objekte zuverlässig?

Mit speziellen Reflexionslichtschranken für Klarglas. Sie werten kleinste Abschwächungen des vom Reflektor zurückkehrenden Lichts aus und melden auch dünne, transparente Teile wie Folien oder Flaschen.

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