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EN 149

Atemschutzmaske wählen: welche FFP-Klasse ist richtig?

Die richtige Atemschutzmaske hängt von der Partikelart und der Konzentration in der Luft ab. Dieser Ratgeber erklärt die FFP-Klassen nach EN 149, den Unterschied zwischen partikelfiltrierenden Masken und Halbmasken mit Filter sowie die Auswahl für Staub, Lötrauch und Aerosole samt Tragedauer.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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FFP1-3
Schutzklassen nach EN 149
94-99 %
Abscheidegrad je Klasse
75 Min.
Pause nach FFP3 ohne Ventil
10x-30x
zulässiger Grenzwert-Faktor
Inhalt
  1. FFP-Klassen
  2. Maske und Filter
  3. Auswahl nach Gefahr
  4. Tragedauer und Sitz
  5. Häufige Fragen

Was bedeuten FFP1, FFP2 und FFP3?

FFP steht für Filtering Face Piece, also die partikelfiltrierende Halbmaske nach EN 149. Die drei Klassen unterscheiden sich im Abscheidegrad und in der maximal zulässigen Leckage: FFP1 filtert mindestens 80 %, FFP2 mindestens 94 % und FFP3 mindestens 99 % der Testpartikel.

Entscheidend ist der Faktor zum Arbeitsplatzgrenzwert (AGW). FFP1 darf bis zum 4-fachen, FFP2 bis zum 10-fachen und FFP3 bis zum 30-fachen des Grenzwerts eingesetzt werden. Je feiner und giftiger die Partikel, desto höher muss die Klasse sein.

Das Kürzel NR auf der Maske bedeutet Non-Reusable, also nur für eine Schicht. R steht für wiederverwendbar über mehrere Schichten hinweg.

FFP-Maske oder Halbmaske mit Filter?

Die filtrierende FFP-Halbmaske ist das komplette Filtermedium und wird als Ganzes entsorgt oder begrenzt wiederverwendet. Die Halbmaske mit Wechselfilter nach EN 140 besteht aus einem Maskenkörper aus Silikon oder TPE und aufschraubbaren Filtern nach EN 143 (Partikel) oder EN 14387 (Gase).

Für reine Partikelbelastung reicht meist eine FFP-Maske. Sobald jedoch Dämpfe, Lösemittel oder ein hoher Tragekomfort über lange Zeit gefragt sind, lohnt sich die Halbmaske mit auswechselbaren Filtern, weil nur der Filter getauscht wird.

  • P1/P2/P3-Filter (EN 143): gegen feste und flüssige Partikel, farbcode weiss.
  • A-Filter (braun): organische Gase und Dämpfe, etwa Lösemittel und Kleber.
  • Kombifilter A2-P3: Dampf und Partikel zugleich, ideal bei Kleben plus Schleifen.
  • Maskenkörper aus Silikon: dichtet gut ab und ist mehrfach reinigbar.
Ein Ausatemventil senkt Wärme- und Feuchtestau und macht das Tragen über Stunden angenehmer. Im Umgang mit sterilen oder empfindlichen Baugruppen sollte die Maske jedoch ventillos sein.

Welche Maske für Staub, Lötrauch und Aerosole?

Die Auswahl richtet sich nach der konkreten Quelle. Lötrauch enthält Kolophonium-Aerosole und Feinstaub, weshalb hier mindestens FFP2, besser FFP3 gilt. Für Aerosole und Sprühnebel ist ebenfalls FFP2 oder FFP3 nötig, während grober Holz- oder Baustaub oft mit FFP1 bis FFP2 abgedeckt ist.

Atemschutz ist die letzte Stufe der Schutzhierarchie. Prüfen Sie zuerst technische Massnahmen wie eine Lötrauchabsaugung direkt an der Quelle, bevor Sie die Belastung nur über die Maske abfangen.
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Wie lange darf man eine Atemschutzmaske tragen?

Die Tragedauer wird durch den Atemwiderstand begrenzt. Nach den Regeln zum Einsatz von Atemschutzgeräten gelten bei filtrierenden Halbmasken ohne Ausatemventil eine maximale Tragezeit von 75 Minuten mit anschliessender Erholungspause von 30 Minuten; mit Ventil verlängert sich die Tragezeit.

  • FFP ohne Ventil: rund 75 Min. Tragen, dann 30 Min. Pause.
  • FFP mit Ventil: bis etwa 120 Min., dann Erholung.
  • Feuchte oder verstopfte Maske spürbar am Atemwiderstand: sofort wechseln.
  • Bärte und Brillenbügel unterbrechen den Dichtsitz und senken den Schutz.
Ein Dichtsitztest vor jedem Einsatz ist Pflicht: Maske aufsetzen, Ein- und Ausatemöffnung kurz verschliessen und prüfen, ob die Maske sich hebt beziehungsweise anlegt, ohne dass Luft an den Rändern entweicht.

Häufige Fragen

Reicht FFP2 für Lötrauch?

FFP2 ist die Mindestempfehlung für gelegentliche Lötarbeiten. Bei Dauerbetrieb oder hoher Rauchentwicklung ist FFP3 sinnvoll, kombiniert mit einer Lötrauchabsaugung direkt an der Quelle.

Was ist der Unterschied zwischen FFP3 und einer Halbmaske mit P3-Filter?

Beide erreichen einen Abscheidegrad von mindestens 99 %. Die Halbmaske mit P3-Wechselfilter ist mehrfach nutzbar, dichtet oft besser ab und lässt sich um Gasfilter erweitern.

Wie lange hält eine FFP-Maske?

Eine NR-Maske ist für eine Schicht bestimmt, eine R-Maske für mehrere. Bei spürbar erhöhtem Atemwiderstand, Durchfeuchtung oder Beschädigung muss sie unabhängig davon sofort gewechselt werden.

Schützt eine Maske trotz Bart?

Nein. Ein Bart im Bereich der Dichtlippe verhindert den dichten Sitz, sodass ungefilterte Luft eindringt. Hier helfen nur gebläseunterstützte Systeme mit Haube.

Passenden Atemschutz gesucht?

Wir liefern FFP-Masken und Halbmasken mit Wechselfiltern für Staub, Lötrauch und Aerosole - geprüft nach EN 149 und EN 140.

Normgeprüft

Masken nach EN 149 und Filter nach EN 143 und EN 14387.

Richtige Klasse

Auswahl nach Partikelart und Grenzwertfaktor.

Dichter Sitz

Modelle mit gutem Dichtsitz und Ausatemventil.

Fachberatung

Unsere Spezialisten helfen bei der Auswahl.

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