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EN ISO 20471

Warnschutzkleidung nach EN ISO 20471 - welche Klasse?

Warnschutzkleidung macht Personen bei Tag durch fluoreszierendes Material und bei Nacht durch retroreflektierende Streifen sichtbar. Dieser Ratgeber erklärt die drei Klassen nach EN ISO 20471, die geforderten Mindestflächen und die richtige Auswahl für Lager, Baustelle und Verkehrsbereich.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: ESD-Spezialisten
Warnschutzkleidung ansehen
3 Klassen
nach EN ISO 20471
0,80 m²
Warnfläche Klasse 3
50 m²
Sichtbarkeit Retroreflexion
50 Wäschen
typische Waschzyklen
Inhalt
  1. Klassen 1 bis 3
  2. Farbe und Reflexion
  3. Einsatz und Auswahl
  4. Pflege und Haltbarkeit
  5. Häufige Fragen

Welche Klassen gibt es nach EN ISO 20471?

Die EN ISO 20471 teilt Warnschutzkleidung in drei Klassen ein, die sich nach der Mindestfläche des sichtbaren Materials richten. Klasse 3 bietet den höchsten Schutz, Klasse 1 den niedrigsten. Massgeblich sind die Flächen aus fluoreszierendem Hintergrundmaterial und retroreflektierendem Material am fertigen Kleidungsstück.

Klasse 3 verlangt mindestens 0,80 m² Hintergrundmaterial und 0,20 m² Retroreflexmaterial. Klasse 2 fordert 0,50 m² und 0,13 m², Klasse 1 nur 0,14 m² und 0,10 m². Eine Warnweste allein erreicht meist nur Klasse 2, während eine langärmelige Jacke mit Hose oder ein Overall Klasse 3 erfüllt.

Die Klasse gilt immer für das getragene Kleidungsstück, nicht für die einzelne Materialbahn. Eine Kombination aus Klasse-2-Weste und Klasse-2-Hose kann gemeinsam die Anforderungen der Klasse 3 erfüllen.

Wie funktionieren Farbe und Retroreflexion?

Am Tag sorgt fluoreszierendes Material für den Kontrast: Es wandelt UV-Anteile des Tageslichts um und leuchtet dadurch intensiver als normale Farben. Zugelassen sind nach EN ISO 20471 die Grundfarben Gelb, Orange-Rot und Rot, die definierte Farbkoordinaten und einen Mindest-Leuchtdichtefaktor einhalten müssen.

Bei Dunkelheit übernimmt das retroreflektierende Material die Sichtbarkeit. Es wirft das Licht der Fahrzeugscheinwerfer gebündelt zurück zur Lichtquelle, sodass der Fahrer die Person in bis zu 150 m Entfernung erkennt - deutlich früher als ohne Reflexstreifen. Der Rückstrahlwert wird in Candela pro Lux und Quadratmeter gemessen.

  • Fluoreszierendes Hintergrundmaterial: sichtbar bei Tageslicht und Dämmerung.
  • Retroreflektierendes Material: sichtbar im Scheinwerferlicht bei Nacht.
  • Kombiniertes Material erfüllt beide Funktionen in einer Materialbahn.
  • Reflexstreifen müssen umlaufend angeordnet sein, damit die Person aus jeder Richtung erkennbar bleibt.
Achten Sie auf die geforderte Streifenbreite von mindestens 50 mm und einen horizontalen Reflexstreifen rund um den Rumpf sowie an Armen und Beinen der höheren Klassen.

Welche Klasse für Lager oder Verkehrsbereich?

Die richtige Klasse hängt vom Umfeld und der Geschwindigkeit des umgebenden Verkehrs ab. Je schneller Fahrzeuge unterwegs sind und je schlechter die Sicht, desto höher muss die Klasse ausfallen. Für die Gefährdungsbeurteilung liefert die technische Regel ASR A1.3 sowie berufsgenossenschaftliche Vorgaben die Orientierung.

  • Innerbetrieblicher Lagerverkehr mit Flurförderzeugen: in der Regel Klasse 2.
  • Arbeiten an Strassen und im Gleisbereich: Klasse 3 als Jacke plus Hose.
  • Schlechte Witterung oder Nachtarbeit: immer eine Klasse höher wählen.
  • Beschriftung und Firmenlogo dürfen die Mindest-Warnflächen nicht verringern.
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Wie bleibt die Warnwirkung erhalten?

Warnschutzkleidung verliert durch Waschen, Verschmutzung und UV-Strahlung ihre Leuchtkraft. Auf dem Etikett steht die maximale Anzahl der Pflegezyklen, für die die Norm-Werte garantiert sind - typisch 25 bis 50 Wäschen. Danach oder bei sichtbaren Schäden am Reflexstreifen ist das Kleidungsstück auszutauschen.

Waschen Sie Warnkleidung getrennt und ohne Weichspüler, halten Sie die angegebene Höchsttemperatur ein und prüfen Sie regelmässig, ob Reflexstreifen rissig, matt oder abgelöst sind.

Häufige Fragen

Reicht eine Warnweste für den Verkehrsbereich?

Eine einfache Warnweste erreicht meist nur Klasse 2. Für Arbeiten an Strassen mit schnellem Verkehr ist Klasse 3 vorgeschrieben, also Jacke plus Warnhose oder ein Overall mit umlaufenden Reflexstreifen.

Was bedeuten die Klassen 1, 2 und 3?

Die Klassen geben die Mindestfläche des sichtbaren Materials an. Klasse 3 verlangt 0,80 m² Hintergrund- und 0,20 m² Retroreflexmaterial und bietet den höchsten Schutz, Klasse 1 den niedrigsten.

Wie lange schützt Warnschutzkleidung?

Bis zur auf dem Etikett angegebenen Zahl an Pflegezyklen, meist 25 bis 50 Wäschen. Sind Farbe oder Reflexstreifen verblasst oder beschädigt, muss die Kleidung ersetzt werden.

Welche Farben sind zugelassen?

Nach EN ISO 20471 sind fluoreszierendes Gelb, Orange-Rot und Rot erlaubt, sofern sie die genormten Farbkoordinaten und den Leuchtdichtefaktor einhalten.

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Wir liefern Warnwesten, Jacken und Hosen der Klassen 1 bis 3 - geprüft nach EN ISO 20471, für Lager, Baustelle und Verkehrsbereich.

Normgeprüft

Alle Artikel erfüllen die EN ISO 20471.

Voll reflektierend

Umlaufende Reflexstreifen für Sicht bei Nacht.

Waschbeständig

Warnwirkung über die angegebenen Pflegezyklen.

Fachberatung

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