Durchlaufregal (FIFO): wie stellt man Material nach dem First-in-first-out-Prinzip bereit?
Ein Durchlaufregal führt Behälter auf geneigten Bahnen per Schwerkraft von der Beschickungsseite zur Entnahmeseite. Wer zuerst einlagert, entnimmt zuerst - das ist FIFO. Beschickung und Entnahme sind getrennt, ideal für Kanban und Montageversorgung mit ständigem Materialnachschub.
Durchlaufregale ansehenWie funktioniert ein Durchlaufregal?
Ein Durchlaufregal besteht aus geneigten Kanälen mit Rollen- oder Radbahnen. Behälter werden auf der höheren Beschickungsseite aufgegeben und rollen per Schwerkraft zur tieferen Entnahmeseite. Der zuerst eingelagerte Behälter erreicht die Entnahme zuerst - das ist das FIFO-Prinzip (first in, first out).
Weil die Bahnen geneigt sind, rutschen leere Plätze automatisch nach: Wird vorne ein Behälter entnommen, rollt der nächste in die Entnahmeposition. Die Neigung liegt je nach Last und Behälter typischerweise im niedrigen Gradbereich, damit die Behälter kontrolliert und nicht zu schnell laufen.
Durchlaufregal oder Fachbodenregal - was ist der Unterschied?
Im Fachbodenregal wird von derselben Seite ein- und ausgelagert, oft nach dem LIFO-Muster (zuletzt eingelagert, zuerst entnommen). Das Durchlaufregal trennt beide Seiten und erzwingt FIFO. Die folgende Gegenüberstellung zeigt die wichtigsten Merkmale.
| Merkmal | Durchlaufregal | Fachbodenregal |
|---|---|---|
| Materialfluss | FIFO per Schwerkraft | manuell, oft LIFO |
| Seiten | Beschickung und Entnahme getrennt | eine Zugriffsseite |
| Ebene | geneigte Rollen- oder Radbahn | waagerechter Fachboden |
| Einsatz | Kanban, Montagelinie, Kommissionierung | Lagerung, wechselnde Artikel |
| Zugriff | immer aeltester Behaelter vorn | beliebiger Griff ins Fach |
Für reine Lagerung mit wechselnden Artikeln bleibt das Fachbodenregal flexibler. Für getakteten Nachschub gleicher Teile spielt das Durchlaufregal seine Stärken aus.
Worauf kommt es bei der Auslegung an?
Drei Größen bestimmen die Auslegung: die Kapazität je Kanal, der Neigungswinkel der Bahnen und die Behälter- oder Kartongröße. Sie hängen zusammen - Behältergewicht und Sohle bestimmen, welche Neigung sauber läuft und wie viele Behälter ein Kanal aufnimmt.
Zahl der Behälter, die hintereinander in einem Kanal Platz finden - bestimmt die Reichweite bis zum Nachfüllen.
Passend zu Gewicht und Sohle der Behälter wählen, damit sie sicher und nicht zu schnell nachrollen.
Behälter- oder Kartonmaße auf Kanalbreite und Rollen- oder Radteilung abstimmen.
Rollbahnen tragen höhere Lasten flächig, Radschienen sind leichter und flexibler für kleine Behälter. Für die passende Kombination aus Kanalzahl, Neigung und Bahntyp hilft eine Fachberatung anhand von Teilespektrum und Taktzeit.
Häufige Fragen
Was bedeutet FIFO beim Durchlaufregal?
FIFO steht für first in, first out: Der zuerst eingelagerte Behälter wird zuerst entnommen. Die geneigten Bahnen führen ihn per Schwerkraft zur Entnahmeseite, sodass immer der älteste Bestand vorn liegt.
Wofür eignet sich ein Durchlaufregal besonders?
Für getakteten Nachschub gleicher Teile: Kanban, Montagelinien und Kommissionierung. Die getrennten Seiten erlauben störungsfreies Nachfüllen hinten, während vorne entnommen wird.
Braucht ein Durchlaufregal einen Antrieb?
Nein. Die Behälter bewegen sich allein durch die Schwerkraft auf den geneigten Rollen- oder Radbahnen. Ein Antrieb ist nicht nötig, nur der passende Neigungswinkel.
Durchlaufregale für Kanban und Montageversorgung
FIFO per Schwerkraft, getrennte Beschickungs- und Entnahmeseite, abgestimmt auf Behälter, Last und Taktzeit.
FIFO-sicher
Geneigte Bahnen erzwingen den Verbrauch des ältesten Bestands.
Geprüft
Inhalte fachlich geprüft von Betriebseinrichtungs-Spezialisten.
Passgenau
Kanalzahl, Neigung und Bahntyp nach Teilespektrum.
Fachberatung
Persönliche Beratung zur Materialbereitstellung.


