Einfahrregal richtig auslegen - hohe Lagerdichte planen
Das Einfahrregal erreicht hohe Lagerdichte bei wenigen Artikeln mit vielen gleichen Paletten. Dieser Ratgeber erklärt Kanaltiefe, Auflageschienen und den nötigen Staplerfreiraum sowie das LIFO-Prinzip für sicheres Ein- und Ausfahren.
Lagertechnik ansehenWann lohnt sich ein Einfahrregal?
Ein Einfahrregal (Drive-in) ist ein kompaktes Blockregal, in dessen Kanäle der Stapler zum Ein- und Auslagern hineinfährt. Die Paletten stehen nicht auf Traversen, sondern auf seitlichen Auflageschienen, sodass mehrere Paletten hintereinander in die Tiefe gelagert werden.
Das Konzept lohnt sich bei wenigen Artikeln mit vielen gleichen Paletten, etwa in der Getränke-, Tiefkühl- oder Lebensmittelbranche. Weil auf Fahrgänge zwischen den Reihen weitgehend verzichtet wird, erreicht das Einfahrregal eine Flächennutzung von bis zu 85 Prozent - deutlich mehr als ein Palettenregal.
Wie plane ich Kanaltiefe und Auflageschienen?
Die Kanaltiefe bestimmt die Dichte und die Handhabung. Üblich sind 3 bis 8 Paletten je Kanal; tiefer als 6 bis 7 Paletten steigt das Risiko von Beschädigungen und die Fahrzeiten stark an. Je flacher der Artikelbestand, desto tiefer darf der Kanal ausgelegt werden.
- Auflageschienen laufen durchgehend an beiden Kanalseiten und tragen die Palette an den Kufen.
- Ein leichtes Gefälle ist beim reinen Einfahrregal nicht vorgesehen - die Palette bleibt stehen, wo sie abgesetzt wird.
- Führungsschienen am Boden helfen dem Stapler, mittig und beschädigungsfrei einzufahren.
- Anfahrschutz an den Eckpfosten schützt die Rahmen vor Staplerkontakt.
- Sortenreine Belegung je Kanal vermeidet Umlagerungen durch das LIFO-Prinzip.
Wieviel Staplerfreiraum braucht das Einfahrregal?
Weil der Stapler in den Kanal einfährt, muss die lichte Breite grösser sein als die Palette. Als Faustwert werden je Seite rund 75 bis 100 mm Freiraum zwischen Palette und Rahmenprofil eingeplant, also etwa 150 bis 200 mm zusätzlich zur Palettenbreite.
Auch in der Höhe zählt der Freiraum: Zwischen Palettenoberkante und der nächsten Auflageschiene sollten mindestens 100 mm bleiben, damit sich die Palette sicher aufnehmen und absetzen lässt. Die Gangbreite vor dem Regal richtet sich nach dem Staplertyp und liegt bei Gegengewichtsstaplern oft bei 3,5 bis 4,5 m.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Einfahr- und Durchfahrregal?
Beim Einfahrregal fährt der Stapler von einer Seite in den Kanal und arbeitet nach LIFO. Das Durchfahrregal ist an beiden Seiten offen und erlaubt getrenntes Ein- und Auslagern nach FIFO.
Wie tief sollte ein Kanal ausgelegt werden?
Üblich sind 3 bis 8 Paletten je Kanal. Optimal sind meist 3 bis 6 Paletten, weil bei grösserer Tiefe Fahrzeiten und Beschädigungsrisiko deutlich zunehmen.
Warum ist mehr Staplerfreiraum nötig als beim Palettenregal?
Der Stapler fährt komplett in den Kanal hinein. Je Seite werden rund 75 bis 100 mm Freiraum eingeplant, damit die Palette ohne Anfahrschäden abgesetzt wird.
Eignet sich das Einfahrregal für viele verschiedene Artikel?
Nein. Es lohnt sich bei wenigen Artikeln mit vielen gleichen Paletten. Bei breitem Sortiment sind Palettenregale mit Einzelzugriff besser geeignet.
Einfahrregal planen und auslegen?
Wir liefern Einfahrregale mit tragfähigen Auflageschienen, Anfahrschutz und statischer Auslegung nach EN 15512 - passend zu Palette und Stapler.
Statisch geprüft
Auslegung nach EN 15512 und EN 15629.
Hohe Dichte
Bis 85 Prozent Flächennutzung im Block.
Robuste Schienen
Verzinkte Auflageschienen und Anfahrschutz.
Fachberatung
Wir legen Kanaltiefe und Freiraum passend aus.


