EPA-Zone nach DIN EN 61340‑5‑1 einrichten
Eine EPA (ESD Protected Area) ist ein Arbeitsbereich, in dem jedes leitfähige und dissipative Element über definierte Widerstände auf ein gemeinsames Erdungspotenzial geführt wird. Diese Anleitung zeigt Grenzwerte, Komponenten, Erdung und Prüfung Schritt für Schritt.
ESD-Schutz Sortiment ansehenInhalt
Welche Norm regelt die EPA?
Maßgeblich ist die DIN EN 61340‑5‑1 zusammen mit dem Anwenderteil IEC 61340‑5‑2. Sie definiert die EPA, die zulässigen Widerstandsbereiche, die Erdung über einen gemeinsamen Erdungssammelpunkt und die wiederkehrende Prüfung aller Elemente.
Ziel ist, Potenzialunterschiede so klein zu halten, dass keine schädigende Entladung auf elektrostatisch gefährdete Bauteile (ESDS) auftritt. Alles im Bereich - Personen, Arbeitsflächen, Boden, Werkzeug - wird kontrolliert abgeleitet, nicht isoliert.
Welche Grenzwerte gelten in der EPA?
Ableitfähige EPA-Elemente liegen im Bereich 104 bis 1011 Ω. Der Widerstand einer Person inklusive Handgelenkband zur Erde muss < 3,5×107 Ω betragen. Werte darunter sind leitfähig, darüber isolierend.
| Element | Widerstand nach Erde |
|---|---|
| Person + Handgelenkband | < 3,5×107 Ω |
| Arbeitsfläche / Tischmatte | 106-109 Ω |
| Bodenbelag (ableitfähig) | < 109 Ω |
| System Person + Fersenband + Boden | < 3,5×107 Ω |
Welche Komponenten braucht eine EPA?
Eine EPA besteht aus ableitfähiger Arbeitsfläche, Personenerdung, Bodenbelag und Erdungsverteilung. Jedes Element wird über definierte Widerstände an den gemeinsamen Erdungssammelpunkt (EBP) geführt.
Dissipative Auflage mit Druckknopf und Erdungskabel (meist 1 MΩ Schutzwiderstand).
Matten ansehenVerbindet die Person direkt mit dem EBP; täglich prüfen oder mit Dauertester überwachen.
Bänder ansehenBodenmatte oder Beschichtung als Teil des Systems Person-Schuhwerk-Boden.
Böden ansehenNeutralisiert Ladung auf unvermeidbaren Isolatoren, die sich nicht erden lassen.
Ionisatoren ansehenZentraler Punkt, an dem alle ableitfähigen Elemente sternförmig zusammenlaufen.
Erdung ansehenWie erdet man die EPA korrekt?
Alle Elemente werden sternförmig an einen gemeinsamen Erdungssammelpunkt (EBP) geführt, dieser ist mit der Schutzerde (PE) verbunden. So entstehen keine Potenzialdifferenzen zwischen Matte, Person und Boden.
Personen-Erdungen enthalten in der Regel einen Schutzwiderstand von 1 MΩ. Erdungskabel und Druckknöpfe müssen regelmäßig auf Durchgang geprüft werden.
Wie prüft und dokumentiert man die EPA?
Widerstände werden mit einem ESD-Messgerät und Elektroden nach IEC 61340‑2‑3 gemessen und protokolliert. Handgelenkbänder werden arbeitstäglich, Böden und Flächen periodisch geprüft.
- Handgelenkband: arbeitstäglich (Tester) oder kontinuierlich (Dauerüberwachung).
- Arbeitsfläche und Boden: periodisch nach EPA-Prüfplan.
- Ergebnisse mit Datum, Messwert und Grenzwert dokumentieren.
- Ionisatoren: Entladezeit und Offset-Spannung regelmäßig kontrollieren.
Häufige Fragen
Reicht ein Handgelenkband allein aus?
Nein. Das Band erdet nur die stehende oder sitzende Person am Platz. Für Bewegung im Bereich ist zusätzlich das System aus ableitfähigem Schuhwerk und Bodenbelag nötig.
Muss der Bodenbelag leitfähig oder ableitfähig sein?
Ableitfähig. Rein leitfähige Böden (< 104 Ω) leiten Ladung zu schnell ab; der EPA-Bereich liegt bei 104 bis 109 Ω im System Person-Schuh-Boden.
Wie oft wird die EPA geprüft?
Handgelenkbänder arbeitstäglich, Flächen und Böden periodisch nach Prüfplan. Alle Messwerte werden mit Grenzwert dokumentiert.
Alles für den Aufbau Ihrer EPA
Matten, Handgelenkbänder, Böden, Ionisatoren und Erdungstechnik - normkonform nach DIN EN 61340‑5‑1, aus einer Hand.
Normkonform
Produkte und Empfehlungen nach DIN EN 61340‑5‑1.
Geprüft
Inhalte fachlich geprüft von ESD-Spezialisten.
Komplettsortiment
Über 200 Marken für den ESD-Arbeitsplatz.
Fachberatung
Persönliche Beratung zur EPA-Auslegung.


