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DIN EN ISO 13385-2

Höhenmessgerät wählen: Aufbau, Genauigkeit und Einsatz

Das Höhenmessgerät, oft als Messsäule bezeichnet, misst und reisst Höhen von einer Bezugsfläche aus an. Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau, die digitale Anzeige, den Unterschied zwischen Messen und Anreissen sowie die Genauigkeit und den Einsatz im Messraum.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: ESD-Spezialisten
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0,01 mm
typische Ziffernschrittwert
± 2-4 µm
Fehlergrenze je nach Baugrösse
300-1000 mm
gängiger Messbereich
Granit
Bezugsfläche im Messraum
Inhalt
  1. Aufbau und Funktion
  2. Digitale Anzeige
  3. Messen und Anreissen
  4. Genauigkeit und Einsatz
  5. Häufige Fragen

Wie ist ein Höhenmessgerät aufgebaut?

Ein Höhenmessgerät besteht aus einem schweren Fuss, einer präzisen Führungssäule und einem Messschlitten, der sich entlang der Säule bewegt. Am Schlitten sitzt ein Messeinsatz oder eine Anreissnadel aus Hartmetall, deren Position digital oder über einen Nonius abgelesen wird.

Der Fuss gleitet auf einer ebenen Bezugsfläche, üblicherweise einer Granit-Messplatte. Von dieser Nullebene aus werden alle Höhen gemessen. Bei motorisierten Messsäulen übernimmt ein Luftlager oder ein Antrieb die reibungsarme Bewegung des Schlittens.

Der Messwert bezieht sich immer auf die Auflagefläche des Fusses. Eine saubere, ebene Granitplatte ist deshalb die Grundvoraussetzung für jede zuverlässige Höhenmessung.
  • Massiver Fuss mit geläppter Auflagefläche für sicheren Stand.
  • Führungssäule aus gehärtetem Stahl oder mit Luftlager.
  • Messschlitten mit Feinverstellung für die Antastung.
  • Wechselbare Messeinsätze und Anreissnadeln aus Hartmetall.
Messschieber und Bügelmessschraube

Für kleinere Masse direkt am Bauteil sind Handmessmittel oft schneller.

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Was leistet die digitale Anzeige?

Digitale Höhenmessgeräte lesen die Position über einen inkrementellen oder absoluten Massstab ab und zeigen sie mit einem Ziffernschrittwert von typisch 0,01 mm oder 0,001 mm an. Das erlaubt schnelles Nullsetzen, Vorzeichenumkehr und die Anzeige in Millimeter oder Zoll.

Höherwertige Messsäulen berechnen zusätzlich Bohrungs- und Wellenmitte, Abstände und Rechtwinkligkeit. Über eine Datenschnittstelle wie Digimatic, USB oder Funk lassen sich die Werte direkt in die Messprotokolle übertragen.

Die Auflösung der Anzeige ist nicht die Genauigkeit des Geräts. Ein Ziffernschrittwert von 0,001 mm bedeutet nicht, dass auf ein Mikrometer genau gemessen wird - dafür ist die Fehlergrenze entscheidend.

Wie unterscheiden sich Messen und Anreissen?

Beim Messen tastet ein Messeinsatz das Werkstück an, und die Höhe wird abgelesen. Beim Anreissen ritzt eine Hartmetallnadel eine präzise Markierungslinie in die Oberfläche, an der später gebohrt, gefräst oder geprüft wird.

Für die Messung wird der Schlitten mit der Feinverstellung vorsichtig an das Werkstück herangeführt, bis der Messeinsatz Kontakt hat. Motorisierte Säulen nutzen einen konstanten Antastdruck, damit die Messkraft reproduzierbar bleibt und das Ergebnis nicht vom Bediener abhängt.

  • Messen: Höhe, Abstände, Bohrungs- und Wellenmitte ermitteln.
  • Anreissen: Bezugslinien und Bohrbilder auf das Werkstück übertragen.
  • Konstante Messkraft sorgt für reproduzierbare Ergebnisse.
  • Anreissnadel und Messeinsatz sind austauschbar und müssen kalibriert werden.
Vor dem Anreissen die Werkstückoberfläche mit Anreissfarbe versehen. Die feine Ritzlinie wird so deutlich sichtbar und lässt sich präzise treffen.

Wovon hängt die Genauigkeit im Messraum ab?

Die Fehlergrenze eines Höhenmessgeräts liegt je nach Baugrösse etwa bei ± 2 bis 4 µm und wird nach DIN EN ISO 13385‑2 geprüft. Entscheidend sind neben dem Gerät selbst die Ebenheit der Granitplatte, die Temperatur und eine saubere Handhabung.

  • Messraum auf 20 °C temperieren und Werkstücke akklimatisieren lassen.
  • Granitplatte vor jeder Messung reinigen und auf Kratzer prüfen.
  • Gerät regelmässig mit rückführbaren Endmassen kalibrieren.
  • Messeinsätze auf Verschleiss kontrollieren und protokollieren.
Endmasse und Parallelendmasse

Rückführbare Normale zum Kalibrieren des Höhenmessgeräts.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Auflösung und Genauigkeit?

Die Auflösung ist der kleinste angezeigte Ziffernschrittwert, etwa 0,001 mm. Die Genauigkeit beschreibt die Fehlergrenze, wie stark der angezeigte Wert vom wahren Mass abweichen darf. Beide Angaben müssen getrennt betrachtet werden.

Brauche ich zwingend eine Granitplatte?

Ja, für zuverlässige Messungen. Das Höhenmessgerät bezieht alle Werte auf seine Auflagefläche. Eine geläppte Granit-Messplatte bietet die nötige Ebenheit und ist unempfindlich gegen Temperatur und Verschleiss.

Kann ein Höhenmessgerät gleichzeitig anreissen und messen?

Ja. Durch Wechsel des Messeinsatzes gegen eine Hartmetall-Anreissnadel lässt sich dasselbe Gerät für beide Aufgaben nutzen. Nach dem Wechsel sollte der Nullpunkt neu gesetzt werden.

Wie oft muss ein Höhenmessgerät kalibriert werden?

Das hängt von Nutzung und Prüfmittelüberwachung ab, üblich sind jährliche Intervalle. Kontrolliert wird mit rückführbaren Endmassen nach DIN EN ISO 13385‑2.

Passendes Höhenmessgerät gesucht?

Wir liefern digitale Höhenmessgeräte und Messsäulen mit passender Granitplatte und Zubehör - geprüft nach DIN EN ISO 13385-2.

Normgeprüft

Fehlergrenzen nach DIN EN ISO 13385-2.

Hohe Auflösung

Ziffernschrittwert bis 0,001 mm.

Kalibrierbar

Rückführbare Prüfung mit Endmassen.

Fachberatung

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