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DIN EN ISO 9241

Monitorhalterung wählen: Tischklemme oder Standfuss?

Die richtige Monitorhalterung bringt den Bildschirm auf ergonomische Höhe und schafft Platz auf der Arbeitsfläche. Dieser Ratgeber vergleicht Tischklemme und Standfuss, erklärt VESA-Aufnahme und Traglast, die ergonomische Einstellung nach DIN EN ISO 9241 sowie die ESD-gerechte Ausführung für elektronische Arbeitsplätze.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Monitorhalterungen ansehen
75/100 mm
VESA-Lochabstand
3-15 kg
typische Traglast
oberste Zeile
in Augenhöhe
< 10⁹ Ω
ableitfähig geerdet
Inhalt
  1. Klemme vs. Standfuss
  2. VESA und Traglast
  3. Ergonomie
  4. ESD-Ausführung
  5. Häufige Fragen

Tischklemme oder Standfuss - was passt besser?

Monitorhalterungen werden auf zwei Arten befestigt: mit einer Tischklemme am hinteren Rand der Platte oder mit einer Durchsteckmontage durch eine gebohrte Öffnung. Beide Varianten geben die Tischfläche frei, weil der klassische Standfuss entfällt. Ein separater Standfuss wird nur dort verwendet, wo die Platte nicht geklemmt oder gebohrt werden darf.

Die Tischklemme ist am flexibelsten, weil sie ohne Werkzeug versetzt werden kann und keine bleibenden Spuren hinterlässt. Sie braucht jedoch eine feste, überstehende Kante mit ausreichender Plattenstärke. Die Durchsteckmontage sitzt bombenfest und eignet sich für schwere Doppelarme, verlangt aber ein Bohrloch in der Arbeitsplatte.

Prüfen Sie vor dem Kauf die zulässige Plattenstärke der Klemme (typisch 10 bis 60 mm) und ob genügend Freiraum hinter dem Tisch für Kabel und Schwenkbereich bleibt.
  • Tischklemme: werkzeuglos versetzbar, keine Bohrung, ideal für höhenverstellbare Tische.
  • Durchsteckmontage: höchste Stabilität, für schwere Arme und Doppelmonitore.
  • Standfuss: freistehend ohne Eingriff in die Platte, dafür belegt er Stellfläche.
  • Wandhalterung: als Alternative, wenn die Tischtiefe knapp ist.

Wie passen VESA-Norm und Traglast zusammen?

Die Schnittstelle zwischen Monitor und Arm ist genormt: Der VESA-Standard (MIS) legt den Lochabstand der vier Schrauben auf der Rückseite fest. Am häufigsten sind 75 x 75 mm für kleine und 100 x 100 mm für Standardmonitore. Grosse Displays nutzen 200 x 100 oder 200 x 200 mm.

Ebenso wichtig ist der Traglastbereich des Arms. Gasdruckfedern und Konstantkraftfedern halten den Monitor nur dann schwebend in jeder Position, wenn das Gewicht im angegebenen Fenster liegt. Ist der Monitor zu leicht, driftet der Arm nach oben; ist er zu schwer, sackt er ab.

Wiegen Sie den Monitor ohne Standfuss und wählen Sie einen Arm, dessen Traglastfenster diesen Wert mittig einschliesst. So bleibt die Höhe stabil und leicht verstellbar.

Wie stelle ich den Monitor ergonomisch ein?

Nach DIN EN ISO 9241 gehört die oberste Bildschirmzeile auf oder knapp unter Augenhöhe, damit der Blick leicht nach unten fällt. Der Sehabstand liegt je nach Diagonale bei etwa 50 bis 80 cm. Ein verstellbarer Arm erlaubt genau diese Feinjustierung für jede Körpergrösse.

  • Höhe: oberste Textzeile in Augenhöhe, Kopf bleibt aufrecht.
  • Neigung: 10 bis 20 Grad nach hinten gegen Reflexe.
  • Abstand: eine Armlänge, etwa 50 - 80 cm zum Auge.
  • Drehung: Bildschirm senkrecht zum Fenster gegen Blendung.
An Prüf- und Sitz-Steh-Arbeitsplätzen zahlt sich ein Arm mit grossem Höhenhub und Pivot-Funktion aus, weil er den Monitor beim Wechsel zwischen Sitzen und Stehen mitführt.
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So richten Sie Tisch, Stuhl und Bildschirm normgerecht ein.

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Was macht eine Monitorhalterung ESD-gerecht?

An Elektronikarbeitsplätzen darf die Halterung keine isolierte Fläche bilden, die sich auflädt. Eine ESD-gerechte Monitorhalterung besteht aus ableitfähig lackiertem oder eloxiertem Metall und ist über den Arbeitsplatz mit dem gemeinsamen Erdungspunkt verbunden. So fliessen Ladungen kontrolliert ab, statt sich an lackierten Kunststoffteilen zu sammeln.

Im Sinne der DIN EN 61340‑5‑1 zählt die Halterung zu den EPA-Ausstattungen: Ihr Ableitwiderstand zur Erde sollte unter 10⁹ Ω liegen. Praktisch heisst das blanke Kontaktstellen an der Klemme, keine isolierende Pulverbeschichtung an der Erdungsschnittstelle und ein definierter Anschluss an das Erdungsnetz des Tisches.

Kontrollieren Sie den Durchgang von Arm und Klemme zum Erdungspunkt mit einem Widerstandsmessgerät und dokumentieren Sie den Wert im Prüfprotokoll der EPA.
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Grundlagen der EPA und normgerechte Erdung im Detail.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich den VESA-Abstand meines Monitors?

Messen Sie den waagerechten und senkrechten Abstand der vier Gewindebohrungen auf der Rückseite von Mitte zu Mitte. Übliche Werte sind 75 x 75 und 100 x 100 mm. Datenblatt und Handbuch nennen den Wert ebenfalls.

Tischklemme oder Durchsteckmontage - was ist stabiler?

Die Durchsteckmontage ist stabiler, weil die Schraube fest durch die Platte greift, und eignet sich für schwere oder doppelte Arme. Die Klemme ist flexibler und lässt sich ohne Bohrung versetzen.

Was passiert, wenn der Monitor schwerer als die Traglast ist?

Der Federmechanismus kann das Gewicht nicht mehr halten, der Arm sackt langsam ab und lässt sich nicht sauber positionieren. Bleiben Sie im angegebenen Traglastfenster.

Braucht eine ESD-Monitorhalterung eine eigene Erdung?

Sie muss ableitfähig sein und über die Klemme oder ein Kabel mit dem Erdungspunkt des Arbeitsplatzes verbunden werden. Der Ableitwiderstand zur Erde sollte unter 10⁹ Ω liegen.

Passende Monitorhalterung gesucht?

Wir liefern Tischarme, Klemm- und Durchsteckhalterungen mit VESA-Aufnahme - auf Wunsch in ESD-gerechter, ableitfähiger Ausführung für Elektronikarbeitsplätze.

VESA-kompatibel

Aufnahmen für 75 bis 200 mm Lochabstand.

Klare Traglast

Traglastfenster für jeden Bildschirm angegeben.

Ergonomisch

Einstellbar nach DIN EN ISO 9241.

ESD-fähig

Ableitfähige Ausführung mit Erdungsanschluss.

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