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Ergonomie am Arbeitsplatz: welche Höhe, welcher Greifraum, welche Haltung?

Ein ergonomischer Arbeitsplatz richtet Höhe, Greifraum und Haltung an der Aufgabe aus: Präzisionsarbeit über Ellbogenhöhe, Normalarbeit auf Ellbogenhöhe, schwere Arbeit darunter. Höhenverstellbare Tische, richtige Reichweitenzonen, ein passender Stuhl und gute Beleuchtung entlasten Rücken, Schultern und Augen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Betriebseinrichtungs-Spezialisten
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Ellbogenhöhe
Bezugspunkt für die Arbeitshöhe
Sitz-Steh
höhenverstellbar für Haltungswechsel
Primärzone
häufig Genutztes in Reichweite
Rückenstütze
Stuhl mit Lordosenstütze
Inhalt
  1. Arbeitshöhe
  2. Greifraum
  3. Haltung & Umfeld
  4. Häufige Fragen

Welche Arbeitshöhe ist für welche Aufgabe richtig?

Die richtige Arbeitshöhe orientiert sich an der Ellbogenhöhe der Person und an der Aufgabe. Präzisions- und Sichtarbeit liegt über der Ellbogenhöhe, normale Montage auf Ellbogenhöhe, kraftbetonte Arbeit darunter. Höhenverstellbare und Sitz-Steh-Tische lassen sich an Person und Tätigkeit anpassen und erlauben den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen.

AufgabeBeispielArbeitshöhe zur Ellbogenhöhe
PräzisionsarbeitLöten, Prüfen, Feinmontage5-10 cm über Ellbogenhöhe
NormalarbeitMontage, Verpacken, Handarbeitauf Ellbogenhöhe
Schwere ArbeitKraftaufwand, Materialeinsatz10-30 cm unter Ellbogenhöhe
HaltungswechselSitz-Steh-Tischverstellbar sitzen und stehen
Bezugspunkt Ellbogen: Höhe im entspannten Stand oder Sitz mit locker herabhängendem Oberarm und rechtwinkligem Ellbogen messen. Von dieser Ellbogenhöhe aus nach Aufgabe anpassen. Details zur Tischwahl im Ratgeber Arbeitstisch wählen.

Wie ordne ich den Greifraum richtig an?

Der Greifraum teilt die Arbeitsfläche in Zonen nach Erreichbarkeit. Häufig benutzte Werkzeuge und Teile gehören in die Primärzone - den Bereich, den der Unterarm bei angelegtem Oberarm erreicht. Seltener Genutztes wandert in die Sekundär- und Tertiärzone. So bleiben Verdrehen und weites Ausstrecken die Ausnahme.

Primärzone

Bogen des Unterarms bei anliegendem Oberarm. Werkzeug und Teile für jeden Handgriff hier ablegen.

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Sekundärzone

Ausgestreckter Arm ohne Rumpfdrehung. Material und Hilfsmittel für gelegentlichen Zugriff.

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Tertiärzone

Nur mit Aufstehen oder Beugen erreichbar. Reserven und selten Genutztes ablegen.

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Faustregel: Was jede Minute gebraucht wird, gehört in die Primärzone. Ein aufgeräumter Greifraum spart Wege, verkürzt Taktzeiten und schont Schulter und Rücken.

Welche Rolle spielen Stuhl, Monitor, Licht und Matten?

Höhe und Greifraum wirken nur zusammen mit der übrigen Ausstattung. Ein ergonomischer Stuhl mit Lordosenstütze, ein richtig platzierter Monitor, blendfreies Licht und Anti-Ermüdungsmatten an Steharbeitsplätzen entlasten Wirbelsäule, Nacken, Augen und Beine über den ganzen Tag.

Stuhl und Stütze

Höhe so, dass Füße flach stehen und Ober- und Unterschenkel etwa rechtwinklig sind; Rückenlehne stützt die Lendenwirbelsäule.

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Monitor und Blick

Oberkante auf oder knapp unter Augenhöhe, Blick leicht gesenkt, Abstand etwa eine Armlänge, Bildschirm quer zum Fenster.

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Anti-Ermüdungsmatte

Am Steharbeitsplatz federt eine Matte den Stand ab, fördert kleine Bewegungen und entlastet Beine und Rücken.

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Gutes Licht ist Teil der Ergonomie: ausreichend hell, gleichmäßig und blendfrei. Wie viel Lux und welche Lichtfarbe pro Aufgabe sinnvoll sind, zeigt der Ratgeber Arbeitsplatzbeleuchtung.

Häufige Fragen

Wie finde ich die richtige Arbeitshöhe?

Ausgangspunkt ist die Ellbogenhöhe im entspannten Stand oder Sitz mit rechtwinkligem Ellbogen. Präzisionsarbeit liegt darüber, normale Montage auf Ellbogenhöhe, kraftbetonte Arbeit darunter. Ein höhenverstellbarer Tisch lässt die Feinjustierung je Person und Aufgabe zu.

Was gehört in die Primärzone?

Alles, was ständig gebraucht wird - das Hauptwerkzeug, häufig verbaute Teile, Prüfmittel. Die Primärzone ist der Bereich, den der Unterarm bei anliegendem Oberarm ohne Rumpfdrehung erreicht. Seltener Genutztes kommt in die weiter außen liegenden Zonen.

Lohnt sich ein Sitz-Steh-Arbeitsplatz?

Ja. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen entlastet Wirbelsäule und Kreislauf und hält die Muskulatur aktiv. Ein höhenverstellbarer Tisch erlaubt den Wechsel ohne Umbau; an Steharbeitsplätzen ergänzt eine Anti-Ermüdungsmatte den Effekt.

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