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ISO/IEC 15415

Barcode oder QR-Code im Lager - was ist besser?

Barcode und QR-Code kennzeichnen Artikel, Lagerplätze und Behälter - unterscheiden sich aber deutlich in Datenmenge, Lesbarkeit und Scanner-Bedarf. Dieser Ratgeber vergleicht 1D-Strichcodes und 2D-QR-Codes für Lager und Kommissionierung und zeigt, wann sich welche Symbologie lohnt.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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1D vs 2D
Strichcode gegen Matrix
bis 7089
Ziffern je QR-Code
bis 30 %
Fehlerkorrektur QR
ab 20 mm
typische QR-Modulgröße
Inhalt
  1. Grundlagen und Aufbau
  2. Direkter Vergleich
  3. Auswahl und Scanner
  4. Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Barcode und QR-Code?

Der klassische Barcode ist ein eindimensionaler Strichcode: Die Information steckt allein in der Breite von Strichen und Lücken, gelesen wird nur horizontal. Der QR-Code (Quick Response) ist ein zweidimensionaler Matrixcode, der Daten in Zeilen und Spalten speichert und dadurch auf gleicher Fläche ein Vielfaches an Zeichen aufnimmt.

Ein EAN-13 oder Code 128 codiert typisch 13 bis rund 40 Zeichen - ausreichend für eine Artikel- oder Chargennummer. Ein QR-Code fasst je nach Version bis zu 7089 Ziffern oder 4296 alphanumerische Zeichen, also komplette URLs, Seriennummern und Metadaten in einem Symbol.

1D-Barcodes lassen sich linear lesen und sind unschlagbar schnell für kurze Nummern. 2D-Codes gewinnen, sobald viel Information oder Rückverfolgbarkeit auf kleiner Fläche gefragt ist.
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Datenmenge, Lesbarkeit und Robustheit im Vergleich

Für Lager und Kommissionierung zählen drei Kriterien: Wie viel passt hinein, wie sicher wird gelesen und wie robust ist der Code bei Beschädigung. QR-Codes bringen dank Reed-Solomon-Fehlerkorrektur einen klaren Vorteil bei Verschmutzung und Abrieb.

  • QR-Fehlerkorrektur Level H stellt Daten selbst dann wieder her, wenn bis zu 30 % des Symbols zerstört sind.
  • 1D-Codes brauchen eine ruhige Ausrichtung zum Laserscanner, QR-Codes werden aus jedem Winkel erkannt.
  • Die Druckqualität wird nach ISO/IEC 15416 (1D) bzw. ISO/IEC 15415 (2D) in Noten von A bis F bewertet.
  • QR-Codes bleiben bei kleiner Modulgröße lesbar und passen so auf Kleinteile und Platinen.

Wann Barcode, wann QR-Code im Lager?

Die Wahl hängt von Datenbedarf und Hardware ab. Reine Nummern und hoher Durchsatz sprechen für 1D-Barcodes, komplexe Rückverfolgung und kleine Etiketten für QR-Codes. Entscheidend ist der vorhandene Scanner-Park.

Laserscanner lesen nur 1D-Codes. Erst ein Imager (2D-Flächenscanner) oder ein Smartphone erfasst QR-Codes - dieser kann jedoch auch alle gängigen 1D-Symbologien lesen und ist damit zukunftssicher.
  • Barcode wählen: kurze Artikel- oder Lagerplatznummern, sehr hohes Scan-Volumen, vorhandene Laserscanner.
  • QR-Code wählen: Seriennummern, Chargen, Links zu digitalen Daten, kleine oder gekrümmte Oberflächen.
  • Für gemischte Prozesse einen 2D-Imager anschaffen - er deckt beide Welten ab.
  • Ruhezone (Quiet Zone) und Kontrast beachten, sonst sinkt die Lesequote unabhängig vom Codetyp.
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Häufige Fragen

Kann ein QR-Code mehr Daten speichern als ein Barcode?

Ja, deutlich mehr. Ein 1D-Barcode fasst je nach Symbologie 13 bis etwa 40 Zeichen, ein QR-Code bis zu 7089 Ziffern oder 4296 alphanumerische Zeichen auf gleicher Fläche.

Ist ein QR-Code robuster gegen Beschädigung?

Ja. Durch die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur bleibt ein QR-Code selbst dann lesbar, wenn bei Level H bis zu 30 % der Fläche zerstört sind. 1D-Barcodes haben keine Fehlerkorrektur.

Brauche ich für QR-Codes neue Scanner?

Für QR-Codes ist ein 2D-Imager oder ein Smartphone nötig, klassische Laserscanner lesen nur 1D. Ein 2D-Imager erfasst zusätzlich alle gängigen Barcodes und ist daher die flexibelste Wahl.

Welche Norm bewertet die Druckqualität?

1D-Codes werden nach ISO/IEC 15416, 2D-Codes wie QR nach ISO/IEC 15415 mit Noten von A bis F geprüft. Gute Qualität sichert hohe Leseraten im Lager.

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