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Barcode-Scanner auswählen: 1D oder 2D, Kabel oder Funk?

Der passende Barcode-Scanner beschleunigt Kommissionierung und Wareneingang und senkt Fehlerquoten spürbar. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen 1D und 2D, kabelgebunden und Funk sowie Laser und Imager und zeigt, worauf es bei Reichweite, Robustheit und Schutzart ankommt.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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1D + 2D
Codearten je Anwendung
bis 100 m
Funkreichweite Bluetooth
IP54-IP65
Schutz gegen Staub & Wasser
< 1/Mio.
Lesefehlerrate typisch
Inhalt
  1. 1D gegen 2D
  2. Laser gegen Imager
  3. Kabel gegen Funk
  4. Robustheit und Schutzart
  5. Häufige Fragen

1D oder 2D: Welcher Codetyp passt?

Ein 1D-Scanner liest lineare Strichcodes wie EAN-13, Code 128 oder Code 39, die Informationen nur in der Breite speichern. Ein 2D-Scanner erfasst zusätzlich Matrixcodes wie QR-Code, Data Matrix und PDF417, die Daten in Höhe und Breite ablegen und damit deutlich mehr Zeichen fassen.

2D-Codes werden auch dann noch gelesen, wenn sie teilweise beschädigt sind, weil eine Fehlerkorrektur eingebaut ist. Data Matrix ist im Wareneingang und in der Elektronik verbreitet, weil er sehr klein auf Bauteile gedruckt werden kann.

Wer heute nur 1D-Codes im Einsatz hat, aber Lieferscheine oder GS1-Codes vom Lieferanten verarbeitet, fährt mit einem 2D-Imager zukunftssicherer, da er 1D-Codes gleich mit liest.

Laser oder Imager: Wie wird gelesen?

Laser-Scanner tasten einen Barcode mit einer roten Linie ab und lesen ausschliesslich 1D-Codes. Imager arbeiten wie eine Kamera, nehmen ein Bild auf und dekodieren daraus 1D- und 2D-Codes in jeder Ausrichtung.

Der Imager ist unempfindlicher gegen leichte Beschädigungen und liest Codes auch vom Bildschirm eines Smartphones oder Monitors ab, was der Laser nicht kann. Der klassische Laser punktet noch bei sehr grossen Leseabständen und ist oft günstiger.

  • Laser: liest nur 1D, benötigt saubere gerade Ausrichtung, robust bei grossem Abstand.
  • Imager: liest 1D und 2D, omnidirektional, liest auch vom Display.
  • Imager verkraftet zerkratzte oder schlecht gedruckte Etiketten besser.
  • Für gemischte Lieferantencodes ist der Imager die sichere Wahl.
Für die meisten Lager- und Versandprozesse ist heute ein 2D-Imager der Standard, weil er alle vorhandenen Codes abdeckt und Displays lesen kann.

Kabelgebunden oder Funk: Was für welchen Prozess?

Kabelgebundene Scanner werden per USB angeschlossen und sind ohne Akku sofort einsatzbereit, was sie ideal für ortsfeste Kassen- und Packplätze macht. Funkscanner mit Bluetooth geben dem Bediener Bewegungsfreiheit und erreichen je nach Klasse bis zu 100 Meter zur Basisstation.

Im Wareneingang und bei sperrigen Paletten spielt Funk seine Stärken aus, weil man den Scanner zur Ware bringt und nicht umgekehrt. Achten Sie auf Akkulaufzeit, Pufferspeicher für den Offline-Betrieb und die Ladeform über eine Basisstation.

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Wie robust muss der Scanner sein?

Im rauen Lagerbetrieb entscheiden Schutzart und Sturzfestigkeit über die Lebensdauer. Die IP-Schutzart nach DIN EN 60529 gibt an, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist, etwa IP54 für Spritzwasser oder IP65 für strahlwassergeschützte Geräte.

Ein weiterer Kennwert ist die Fallhöhe, bis zu der ein Scanner Stürze auf Beton übersteht, üblich sind 1,5 bis 1,8 Meter. Für den Einsatz im Kühllager sollten Sie zusätzlich auf den zulässigen Temperaturbereich achten.

  • IP54: geschützt gegen Staub und Spritzwasser, für normale Lager.
  • IP65: staubdicht und strahlwassergeschützt, für raue Umgebung.
  • Fallhöhe 1,5 bis 1,8 m auf Beton als Richtwert.
  • Temperaturbereich prüfen, besonders im Kühl- und Tiefkühllager.
Ein Scanmodul mit grossem Leseabstand spart im Hochregal Zeit, weil Etiketten auf oberen Ebenen ohne Leiter erfasst werden.

Häufige Fragen

Reicht ein 1D-Scanner oder brauche ich 2D?

Wenn Sie nur klassische Strichcodes im Handel lesen, genügt 1D. Sobald QR- oder Data-Matrix-Codes von Lieferanten oder aus GS1-Anwendungen dazukommen, ist ein 2D-Imager die sichere Wahl, da er 1D gleich mitliest.

Was ist der Unterschied zwischen Laser und Imager?

Ein Laser tastet 1D-Codes mit einer Linie ab, ein Imager nimmt ein Bild auf und liest 1D und 2D in jeder Ausrichtung, auch vom Display. Für gemischte Codes ist der Imager flexibler.

Wie weit reicht ein Funkscanner?

Bluetooth-Scanner erreichen je nach Klasse und Umgebung typisch 10 bis 100 Meter zur Basisstation. Wände und Regale reduzieren die Reichweite, ein Pufferspeicher überbrückt kurze Funklücken.

Welche Schutzart brauche ich im Lager?

Für normale Lager reicht IP54 gegen Staub und Spritzwasser. In staubiger oder nasser Umgebung ist IP65 sinnvoll. Achten Sie zusätzlich auf eine Sturzfestigkeit von 1,5 bis 1,8 Metern.

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