Elektrostatisches Feldmeter richtig auswählen - worauf achten?
Ein elektrostatisches Feldmeter misst die Oberflächenspannung berührungslos und deckt gefährliche Aufladungen auf. Dieser Ratgeber erklärt die Auswahlkriterien Messbereich, Messabstand und Auflösung und zeigt, wie Sie Ionisatoren nach DIN EN 61340-4-7 bewerten.
ESD-Feldmeter ansehenWas misst ein elektrostatisches Feldmeter?
Ein Feldmeter erfasst berührungslos die elektrische Feldstärke einer aufgeladenen Oberfläche und rechnet sie bei bekanntem Abstand in eine Spannung in Volt oder Kilovolt um. So erkennen Sie Aufladungen an Bauteilen, Verpackungen oder Arbeitsflächen, bevor eine schädliche Entladung passiert.
Weil die Messung vom Abstand abhängt, ist jedes Gerät auf einen festen Messabstand kalibriert, häufig 25 mm. Nur bei genau diesem Abstand stimmt der angezeigte Wert. Ein Chopper-Feldmeter (Feldmühle) liefert dabei stabilere Werte als einfache Induktionssensoren.
Messbereich, Abstand und Auflösung - was ist entscheidend?
Drei Kriterien bestimmen die Eignung: der Messbereich muss die erwarteten Spannungen abdecken, der Messabstand muss zum Prüfobjekt passen und die Auflösung muss kleine Restladungen sichtbar machen. Für die EPA reicht meist ein Bereich bis 20 kV, für Ionisator-Prüfungen zählt vor allem eine feine Auflösung nahe null Volt.
- Abstandshalter oder Zielspitze nutzen, damit der Kalibrierabstand reproduzierbar eingehalten wird.
- Halten-Funktion (Hold) für schwer einsehbare Messstellen wählen.
- Polaritätsanzeige (+ und -) ist Pflicht, da Ladungen beider Vorzeichen auftreten.
- Jährliche Kalibrierung mit Zertifikat einplanen, sonst driften die Werte.
Wie bewertet man Ionisatoren nach DIN EN 61340-4-7?
DIN EN 61340‑4‑7 legt fest, wie die Leistung von Ionisatoren gemessen wird. Geprüft werden die Abklingzeit (decay time) von 1000 V auf 100 V und die Offset-Spannung (Restspannung im Gleichgewicht). Dafür wird kein normales Feldmeter, sondern eine geladene Messplatte (Charged Plate Monitor, CPM) verwendet.
Der CPM lädt eine definierte Platte auf +/- 1000 V auf und misst, wie schnell der Ionisator sie entlädt. Kurze Abklingzeiten und eine Offset-Spannung nahe null Volt kennzeichnen einen gut eingestellten, symmetrischen Ionisator.
- Abklingzeit 1000 V auf 100 V, Zielwert je nach Anwendung meist unter 5 Sekunden.
- Offset-Spannung (Balance) idealerweise unter +/- 35 V an der EPA.
- Messung im Nutzabstand des Arbeitsplatzes durchführen, nicht direkt am Emitter.
- Emitterspitzen regelmässig reinigen, danach erneut messen.
Wie messen Sie in der Praxis richtig?
Zuverlässige Werte entstehen nur bei konstantem Abstand, trockener Umgebung und geerdetem Bediener. Halten Sie das Feldmeter senkrecht zur Fläche und vermeiden Sie es, das Objekt vorher zu berühren, da Sie sonst die Ladung selbst verändern.
Häufige Fragen
Warum muss der Messabstand genau eingehalten werden?
Das Feldmeter ist auf einen festen Abstand kalibriert, meist 25 mm. Weil der Messwert mit dem Abstand fällt, verfälscht schon eine kleine Abweichung das Ergebnis. Ein Abstandshalter sichert reproduzierbare Werte.
Reicht ein Feldmeter zur Prüfung von Ionisatoren?
Nein. Für die Bewertung nach DIN EN 61340‑4‑7 braucht es einen Charged Plate Monitor, der Abklingzeit und Offset-Spannung an einer definierten Platte misst. Ein Feldmeter zeigt nur die Feldstärke an einer Oberfläche.
Welche Auflösung sollte ein Feldmeter haben?
Für allgemeine EPA-Kontrollen genügen 10 V Auflösung. Für die Feinbewertung von Ionisatoren und Restladungen nahe null Volt ist eine feinere Auflösung von Vorteil.
Wie oft muss ein Feldmeter kalibriert werden?
Üblich ist eine jährliche Kalibrierung mit Zertifikat. Nur ein kalibriertes Gerät liefert normkonforme, gerichtsfeste Messwerte für Ihr ESD-Kontrollprogramm.
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Normkonform
Prüfung nach DIN EN 61340-4-7 abgebildet.
Kalibriert geliefert
Feldmeter mit Kalibrierzertifikat.
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Abstandshalter für reproduzierbare Werte.
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