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Farb-, Kontrast- oder Lumineszenzsensor - welcher passt?

Farb-, Kontrast- und Lumineszenzsensoren erkennen Marken, Etiketten und Druckmarken - aber nach völlig unterschiedlichen Prinzipien. Dieser Ratgeber erklärt, wie die drei Verfahren arbeiten, wo ihre Grenzen liegen und welcher Sensor sich für Markenerkennung, Druckmarken und schwierige Untergründe eignet.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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3 Prinzipien
Farbe, Kontrast, Lumineszenz
< 50 µs
Schaltzeit Kontrastsensor
RGB
Auswertung beim Farbsensor
UV 375 nm
Anregung Lumineszenz
Inhalt
  1. Die drei Prinzipien
  2. Farbsensor
  3. Druckmarken erkennen
  4. Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich die drei Sensortypen?

Farb-, Kontrast- und Lumineszenzsensoren lösen scheinbar ähnliche Aufgaben, arbeiten aber grundverschieden. Ein Farbsensor bewertet die absolute Farbe eines Objekts über die Anteile Rot, Grün und Blau. Ein Kontrastsensor misst nur den Helligkeitsunterschied (Graustufe) zwischen Marke und Umgebung. Ein Lumineszenzsensor regt fluoreszierende Stoffe mit UV-Licht an und wertet das zurückgestrahlte sichtbare Licht aus.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Frage, worauf der Sensor reagiert: auf den Farbton, auf den Hell-Dunkel-Kontrast oder auf ein unsichtbares Leuchtmittel. Daraus ergibt sich, für welche Aufgabe jeder Typ geeignet ist.

Faustregel: Geht es um welche Farbe, wählen Sie einen Farbsensor. Geht es um heller oder dunkler an einer definierten Position, ist der Kontrastsensor richtig. Geht es um ein unsichtbares Merkmal, hilft der Lumineszenzsensor.

Wann ist ein Farbsensor die richtige Wahl?

Der Farbsensor beleuchtet das Objekt mit weissem Licht oder getaktet mit roten, grünen und blauen LEDs und misst die reflektierten Anteile. Aus dem RGB-Verhältnis berechnet er einen Farbwert und vergleicht ihn mit eingelernten Referenzen. So erkennt er zuverlässig, ob ein Bauteil, ein Deckel oder eine Kappe die richtige Farbe hat.

  • Markenerkennung und Farbkontrolle, etwa richtiger Deckel oder korrekte Kabelfarbe.
  • Sortieraufgaben, bei denen mehrere Farben unterschieden werden müssen.
  • Anwesenheitskontrolle farbiger Bauteile in der Montage.
  • Prüfung, ob ein farbiger Aufdruck vorhanden und korrekt ist.

Wichtig sind die einstellbare Farbtoleranz und die Zahl der speicherbaren Farbkanäle. Eine enge Toleranz trennt ähnliche Farbtöne, eine weite Toleranz gleicht Chargenschwankungen aus. Glänzende oder stark strukturierte Oberflächen können den Messwert verfälschen, hier hilft ein definierter Arbeitsabstand und eine feste Objektlage.

Achten Sie auf die Zahl der Lernplätze: Sollen mehrere Sollfarben gleichzeitig überwacht werden, braucht der Sensor entsprechend viele Farbspeicher und getrennte Schaltausgänge.

Kontrast- oder Lumineszenzsensor für Druckmarken?

Für Druckmarken auf Verpackungsfolie ist meist der Kontrastsensor die erste Wahl. Er tastet die Marke im Vorbeilauf ab und schaltet extrem schnell, oft in unter 50 µs, was bei hohen Bahngeschwindigkeiten in Verpackungsmaschinen nötig ist. Entscheidend ist der Graustufenunterschied zwischen Marke und Untergrund, nicht die Farbe selbst.

Der Kontrastsensor arbeitet oft mit einer weissen oder RGB-Lichtquelle, damit er auch bei ungünstigen Farbpaarungen genug Kontrast findet. Er lernt Marke und Hintergrund per Teach-in ein und setzt die Schaltschwelle automatisch in die Mitte. Bei glänzenden oder farbigen Folien lohnt es sich, die passende Lichtfarbe zu wählen.

Ist die Druckmarke unsichtbar oder fehlt der Kontrast, kommt der Lumineszenzsensor ins Spiel: Viele Kleber, Lacke und Sicherheitsmarken fluoreszieren unter UV-Licht (typisch um 375 nm) und werden so auch auf gleichfarbigem Untergrund sicher erkannt.
  • Kontrastsensor: schnelle Druckmarken auf Folie, hohe Taktzahl, Graustufenkontrast.
  • Lumineszenzsensor: Leimauftrag, transparente oder gleichfarbige Marken, Echtheitsprüfung.
  • Beide arbeiten unabhängig vom absoluten Farbton und sind daher robust gegen Farbwechsel.
Sensorik & Automatisierung

Passende Farb-, Kontrast- und Lumineszenzsensoren im Überblick.

Zum Ratgeber

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Farb- und Kontrastsensor?

Der Farbsensor bewertet den absoluten Farbwert über RGB-Anteile. Der Kontrastsensor misst nur den Hell-Dunkel-Unterschied als Graustufe und ignoriert die Farbe. Für die reine Positionserkennung von Druckmarken genügt der Kontrast.

Welcher Sensor eignet sich für Druckmarken auf Verpackungen?

In der Regel der Kontrastsensor, weil er sehr schnell schaltet und den Graustufenkontrast zwischen Marke und Folie auswertet. Fehlt der Kontrast oder ist die Marke unsichtbar, ist ein Lumineszenzsensor sinnvoller.

Wofür braucht man einen Lumineszenzsensor?

Er erkennt fluoreszierende Merkmale, die unter UV-Licht leuchten, etwa Klebstoff, Lacke oder Sicherheitsmarkierungen. So lassen sich Marken auch auf gleichfarbigem oder transparentem Untergrund sicher prüfen.

Kann ein Farbsensor auch Kontraste erkennen?

Bedingt. Ein Farbsensor kann Helligkeitsunterschiede auswerten, ist aber langsamer und weniger spezialisiert als ein echter Kontrastsensor. Für schnelle Druckmarken bleibt der Kontrastsensor überlegen.

Den passenden Sensor gesucht?

Ob Markenerkennung, Druckmarke auf Folie oder Leimkontrolle - wir helfen Ihnen, Farb-, Kontrast- oder Lumineszenzsensor richtig auszuwählen.

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