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IEC 61076-2

M8 oder M12 Steckverbinder - welcher passt zur Sensorik?

M8 und M12 sind die Standard-Rundsteckverbinder der industriellen Sensorik. Dieser Ratgeber vergleicht Baugrösse, Polzahl, Strombelastbarkeit und die Kodierungen A, B, D und X nach IEC 61076-2, damit Sie die richtige Sensorleitung auswählen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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M8 / M12
Gewinde-Durchmesser
bis 4 A
Strom pro Kontakt M12 A
3-8 Pole
gängige Polzahlen
IP67 / IP69K
Schutzart verschraubt
Inhalt
  1. M8 gegen M12
  2. Polzahl und Strom
  3. Kodierungen A bis X
  4. Häufige Fragen

Was unterscheidet M8 und M12 grundsätzlich?

M8 und M12 bezeichnen den metrischen Gewindedurchmesser der Überwurfmutter: 8 mm beziehungsweise 12 mm. Beide sind in IEC 61076‑2 genormt, verschraubbar und im verriegelten Zustand typisch nach IP67, je nach Ausführung bis IP69K dicht. Der Unterschied liegt in Baugrösse, möglicher Polzahl und Strombelastbarkeit.

M8 ist die kompakte Wahl für kleine Näherungsschalter und beengte Einbausituationen. M12 ist der robustere Industriestandard mit höherer Strombelastbarkeit und mehr Polen, weshalb er heute die meisten Sensor- und Aktorleitungen dominiert.

Die Zahl bezieht sich immer auf das Gewinde, nicht auf den Kabelquerschnitt. Ein M12-Stecker kann je nach Kodierung sehr unterschiedliche Aufgaben von Signalen bis Ethernet übernehmen.

Wie viele Pole und welcher Strom sind nötig?

Die Polzahl richtet sich nach der Signalzahl des Sensors. Ein einfacher PNP-Näherungsschalter braucht 3 Pole (L+, L-, Schaltausgang), ein Sensor mit zwei Ausgängen oder IO-Link 4 Pole. Analog- und Multifunktionssensoren nutzen 5 Pole, komplexe Geräte 8 oder 12.

  • 3-polig: Standard-Näherungsschalter mit einem Schaltausgang.
  • 4-polig: zwei Schaltausgänge oder IO-Link Kommunikation.
  • 5-polig: Analogsignal (0‑10 V / 4‑20 mA) plus Versorgung.
  • 8-polig: Sicherheits- und Multisignalsensoren.
  • 12-polig: Encoder und komplexe Messgeräte.

Die Strombelastbarkeit sinkt mit steigender Polzahl, weil die Kontakte kleiner werden. Ein M12 A-kodiert trägt bei 3 oder 4 Polen rund 4 A pro Kontakt, ein 8-poliger nur noch etwa 2 A. Prüfen Sie immer die Herstellerangabe und rechnen Sie mit Derating bei hoher Umgebungstemperatur.

Faustregel: erst Signale zählen, dann Reserve einplanen. Ein Pol mehr kostet wenig, spart aber einen kompletten Leitungstausch, wenn der Sensor später erweitert wird.

Welche Kodierung braucht die Anwendung?

Die Kodierung ist die mechanische Form des Kontaktträgers und verhindert Fehlsteckungen zwischen unterschiedlichen Signaltypen. Sie legt fest, wofür ein Steckverbinder bestimmt ist. Die wichtigsten Kodierungen sind A, B, D und X.

Für klassische Sensorik ist die A-Kodierung die Standardwahl. Bei Netzwerktechnik entscheidet die Datenrate: D-kodiert für Fast Ethernet bis 100 Mbit/s, X-kodiert für Gigabit und darüber. Es gibt zusätzlich L- und S/T-Kodierung für Leistung, die A-kodierte Signalleitungen nicht ersetzen sollen.

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Häufige Fragen

Wann M8 statt M12?

M8 wählen Sie bei kompakten Sensoren und wenig Bauraum mit 3 oder 4 Polen. M12 ist die Wahl bei höherer Strombelastbarkeit, mehr Polen oder Netzwerktechnik.

Was bedeutet die Kodierung A, B, D oder X?

Die Kodierung ist die mechanische Form, die Fehlsteckungen verhindert. A dient der Sensorik, B dem Feldbus, D dem Fast Ethernet und X dem Gigabit-Ethernet.

Wie viel Strom trägt ein M12-Kontakt?

Ein A-kodierter M12 trägt bei 3 bis 4 Polen etwa 4 A pro Kontakt. Mit steigender Polzahl sinkt der Wert, ein 8-poliger liegt bei rund 2 A.

Sind M8 und M12 kompatibel?

Nein, die Gewinde sind unterschiedlich gross und passen mechanisch nicht zusammen. Adapter gibt es, sie sind aber nur für definierte Signalfälle sinnvoll.

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