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TRGS 401

Hautschutzplan erstellen - was gehört nach TRGS 401 hinein?

Der Hautschutzplan legt fest, welche Mittel vor, während und nach der Arbeit auf die Haut kommen. Dieser Ratgeber erklärt die drei Bausteine Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege, die Auswahl der Produkte nach Gefährdung und den Aushang nach TRGS 401.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Hautschutzmittel ansehen
3 Schritte
Schutz, Reinigung, Pflege
TRGS 401
rechtliche Grundlage
> 25 %
der Berufskrankheiten sind Hauterkrankungen
Aushang
am Waschplatz sichtbar
Inhalt
  1. Grundlagen und Pflicht
  2. Die drei Bausteine
  3. Auswahl der Mittel
  4. Aushang und Pflege
  5. Häufige Fragen

Was ist ein Hautschutzplan und wann ist er Pflicht?

Ein Hautschutzplan ist eine arbeitsplatzbezogene Anweisung, die festlegt, welche Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel wann und wie anzuwenden sind. Er ergänzt die Gefährdungsbeurteilung und wird nötig, sobald Beschäftigte mit hautgefährdenden Stoffen oder Feuchtarbeit umgehen.

Rechtliche Grundlage ist die TRGS 401 (Gefährdung durch Hautkontakt) in Verbindung mit der Gefahrstoffverordnung. Sie verlangt vom Arbeitgeber, geeignete Mittel bereitzustellen und deren Anwendung schriftlich zu regeln. Feuchtarbeit ab vier Stunden täglich oder häufiger Umgang mit Reinigern, Ölen und Lösemitteln löst die Pflicht aus.

Hauterkrankungen zählen zu den häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland. Ein konsequent gelebter Hautschutzplan senkt Fehlzeiten und beugt der irreversiblen Abnutzungsdermatose vor.
  • Feuchtarbeit ab 4 Stunden pro Schicht oder häufiges Händewaschen.
  • Umgang mit Kühlschmierstoffen, Ölen, Klebern, Löt- und Reinigungsmitteln.
  • Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe über längere Zeit (Okklusion).
  • Kontakt mit Lösemitteln, Säuren, Laugen oder Zementstaub.

Wie sind Hautschutz, Reinigung und Pflege aufgebaut?

Der Hautschutzplan folgt drei aufeinander abgestimmten Schritten: Schutz vor der Arbeit, schonende Reinigung nach der Arbeit und regenerierende Pflege in der Pause und nach Feierabend. Jeder Schritt braucht ein passendes Produkt zur jeweiligen Gefährdung.

Wichtig ist die richtige Zuordnung: Wasserlösliche Belastungen (Feuchtarbeit, wässrige Reiniger) verlangen ein fettendes Schutzprodukt, wasserunlösliche Belastungen (Öle, Lacke, Fette) ein filmbildendes, wasserlösliches Produkt. Wird die Reihenfolge oder das Mittel vertauscht, entfällt der Schutz.

Reiben Sie das Hautschutzmittel vollständig ein, besonders Fingerzwischenräume, Nagelfalze und Handrücken. Erst wenn die Creme eingezogen ist, wird die Arbeit aufgenommen.

Wie wählt man die richtigen Mittel aus?

Die Auswahl richtet sich nach der konkreten Gefährdung aus der Gefährdungsbeurteilung. Entscheidend sind die Art der Belastung, die Verträglichkeit und der Verzicht auf Reibemittel oder Lösemittel in der Reinigung, wo immer es geht.

  • Hautschutz: fettende Creme gegen Feuchtarbeit, filmbildendes Produkt gegen Öle und Lacke.
  • Reinigung: hautschonende Waschlotion; Reibekörper nur bei starker, anders nicht lösbarer Verschmutzung.
  • Pflege: rückfettende Lotion oder Creme mit hohem Lipidanteil, unparfümiert bei empfindlicher Haut.
  • Verträglichkeit: parfüm- und farbstofffrei bevorzugen, Allergene meiden.
  • Handschuhe ersetzen keinen Hautschutz - beide werden im Plan kombiniert.
Keine Lösemittel wie Verdünner oder Benzin zur Handreinigung verwenden. Sie entfetten die Haut, zerstören den Säureschutzmantel und sind eine häufige Ursache für berufsbedingte Ekzeme.
Schutzhandschuhe

Welche Handschuhe zu welchem Stoff passen und wie lange sie schützen.

Zum Ratgeber

Wie wird der Hautschutzplan ausgehängt?

Der Hautschutzplan wird als Aushang gut sichtbar dort angebracht, wo gewaschen und geschützt wird - typischerweise am Waschplatz und an den Spendern. Er nennt für jeden Arbeitsbereich das konkrete Produkt mit Name und Anwendungszeitpunkt.

Ergänzen Sie den Aushang um eine jährliche Unterweisung nach TRGS 401 und arbeitsmedizinische Vorsorge. So bleibt der Plan aktuell und die Beschäftigten wenden ihn korrekt an.

Der Aushang wird bei Wechsel eines Gefahrstoffs, eines Produkts oder des Arbeitsverfahrens aktualisiert. Ein veralteter Plan mit nicht mehr genutzten Mitteln verliert seine Schutzwirkung und seinen rechtlichen Wert.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Hautschutz und Hautpflege?

Hautschutz kommt vor der Arbeit auf die saubere Haut und bildet eine Barriere gegen die Belastung. Hautpflege wird nach der Arbeit aufgetragen und führt Fette und Feuchtigkeit zur Regeneration zurück. Beide sind eigene Schritte im Plan.

Ab wann ist ein Hautschutzplan Pflicht?

Sobald die Gefährdungsbeurteilung nach TRGS 401 eine Hautgefährdung ergibt, etwa bei Feuchtarbeit ab vier Stunden täglich, längerem Handschuhtragen oder Umgang mit Ölen, Reinigern und Lösemitteln, muss der Arbeitgeber einen Plan bereitstellen.

Wo muss der Hautschutzplan hängen?

Gut sichtbar am Ort der Anwendung, also am Waschplatz und bei den Spendern. Er nennt für jeden Bereich die konkreten Produkte für Schutz, Reinigung und Pflege samt Anwendungszeitpunkt.

Ersetzen Schutzhandschuhe den Hautschutz?

Nein. Handschuhe und Hautschutzmittel ergänzen sich. Unter flüssigkeitsdichten Handschuhen entsteht durch Schwitzen ein feuchtes Klima (Okklusion), das die Haut zusätzlich belastet, weshalb Pflege und begrenzte Tragezeiten wichtig bleiben.

Hautschutzplan umsetzen?

Wir liefern aufeinander abgestimmte Mittel für Hautschutz, Reinigung und Pflege samt Spendersystemen und Musteraushang nach TRGS 401.

Nach TRGS 401

Sortiment und Musteraushang entsprechen der Regel.

Drei Schritte

Schutz, Reinigung und Pflege sauber aufeinander abgestimmt.

Hautverträglich

Parfüm- und farbstofffreie Varianten verfügbar.

Fachberatung

Wir unterstützen bei Auswahl und Erstellung des Plans.

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