Seitenschneider
Zangen und Schneidwerkzeuge
Seitenschneider trennen Draht, Bauteilanschlüsse und Kabelbinder quer zur Werkzeugachse und gehören zur Grundausstattung jedes Elektronik- und Elektroarbeitsplatzes. Bauform und Prüfung folgen DIN ISO 5749; über die Auswahl entscheiden Schneidkantenform, Kopfform, Baulänge und der zulässige Schneidwert nach Drahthärte. Ausführungen mit ableitfähigen Griffhüllen nach IEC 61340-5-1 halten den Ableitwiderstand im Bereich 10⁶ bis 10⁹ Ω und verhindern eine Aufladung des Werkzeugs in der EPA. VDE-Modelle nach IEC 60900 sind einzeln mit 10 000 V geprüft und bis 1000 V AC zugelassen; das ist eine andere Norm und ein anderer Zweck als ESD. Das Sortiment umfasst 719 Artikel, geführt werden unter anderem Knipex, Lindström, Weller, Piergiacomi und Wiha.
| Schneidkantenform | Schnittbild | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Ohne Wate (Flush) | bündiger Schnitt am Bauteilfuß | bestückte Leiterplatten, kurze Anschlussreste |
| Mit kleiner Wate | geringer Überstand, stabilere Schneide | gemischte Draht- und Litzenarbeiten |
| Mit Wate | deutlicher Überstand, hohe Standzeit | mittelharter Draht, Montagearbeiten |
| Umschaltbare Hochleistungsschneide | zweistufige Kraftübersetzung | harter Draht bei 200 mm Baulänge |
Typische Einsatzbereiche: SMT- und THT-Bestückung mit bündigem Trennen von Bauteilanschlüssen; Kabelkonfektion und Litzenzuschnitt im Schaltschrankbau; Reparatur und Rework an Baugruppen in der EPA; Prototypenbau und Labor mit feinen Kupferdrähten; Arbeiten an spannungsführenden Teilen mit VDE-geprüften Modellen bis 1000 V; Instandhaltung mit Kraftseitenschneidern für harten Draht.























