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Akkus richtig lagern und warten - wie geht das?

Falsch gelagerte Akkus verlieren Kapazität oder werden durch Tiefentladung unbrauchbar. Dieser Ratgeber erklärt den optimalen Ladezustand von 40-60 %, die richtige Lagertemperatur, das Nachladeintervall und wie Sie Li-Ionen- und Bleiakkus vor dauerhaftem Schaden schützen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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40-60 %
idealer Lager-Ladezustand
10-15 °C
beste Lagertemperatur
6-12 Mon.
Nachladeintervall Li-Ionen
> 2,5 V
Tiefentladungs-Grenze pro Zelle
Inhalt
  1. Ladezustand
  2. Temperatur und Feuchte
  3. Nachladen und Tiefentladung
  4. Häufige Fragen

Welcher Ladezustand ist zum Lagern richtig?

Für die Lagerung von Li-Ionen-Akkus ist ein Ladezustand von 40 bis 60 % optimal. Ein voll geladener Akku steht unter hoher Zellspannung und altert dadurch schneller, ein leerer Akku droht durch Selbstentladung in die Tiefentladung zu rutschen.

Bei rund 50 % Ladung ist die chemische Belastung der Zelle am geringsten. So bleibt die nutzbare Kapazität über Monate weitgehend erhalten. Bleiakkus sind die Ausnahme: Sie werden möglichst voll und regelmässig nachgeladen gelagert, weil eine tiefe Entladung sofort zur Sulfatierung führt.

Faustregel: Li-Ionen und LiFePO4 halbvoll einlagern, Blei- und AGM-Akkus dagegen vollgeladen und periodisch nachladen. Der Speicherzustand steht oft im Datenblatt als Storage SoC.
  • Li-Ionen / Li-Polymer: 40‑60 % laden, nicht voll und nicht leer.
  • LiFePO4: 50 % genügt, sehr geringe Selbstentladung.
  • Blei / AGM / Gel: voll laden und regelmässig nachladen.
  • NiMH: rund 40 % Ladung, kühl und trocken lagern.

Wie wirken Temperatur und Feuchte auf den Akku?

Die Lagertemperatur ist der zweite grosse Hebel gegen Kapazitätsverlust. Ideal sind kühle 10 bis 15 °C bei trockener Umgebung. Je wärmer der Akku, desto schneller laufen die chemischen Alterungsprozesse ab.

Bei 25 °C verliert eine Li-Ionen-Zelle spürbar mehr Kapazität pro Jahr als bei 15 °C, bei 40 °C beschleunigt sich der Verlust erneut deutlich. Frost unter 0 °C schadet der Lagerung selbst kaum, aber ein kalter Akku darf niemals geladen werden, weil sich sonst metallisches Lithium abscheidet.

Kondenswasser ist der versteckte Feind: Akkus nach kühler Lagerung erst auf Raumtemperatur bringen, bevor sie geöffnet oder geladen werden. Trocken bei rund 50 % Luftfeuchte lagern schützt die Kontakte vor Korrosion.

Wie oft muss ein gelagerter Akku nachgeladen werden?

Jeder Akku entlädt sich selbst, auch ohne Verbraucher. Deshalb braucht ein eingelagerter Akku ein festes Nachladeintervall. Li-Ionen prüfen Sie alle 6 bis 12 Monate und laden bei Bedarf zurück auf 50 %.

Die grösste Gefahr ist die Tiefentladung: Fällt die Zellspannung dauerhaft unter etwa 2,5 V, kann die Zelle irreparabel geschädigt werden, und ein Wiederaufladen wird gefährlich. Bleiakkus verlangen ein engeres Intervall von etwa 3 Monaten, da sonst Sulfatierung die Kapazität dauerhaft senkt.

  • Li-Ionen: alle 6‑12 Monate prüfen, auf 50 % nachladen.
  • Blei / AGM: alle 3 Monate voll nachladen oder Erhaltungsladung nutzen.
  • Nie unter die zellspezifische Entladeschlussspannung fallen lassen.
  • Tiefentladene Li-Ionen nicht laden - fachgerecht entsorgen.
  • Erhaltungslader mit Automatik statt Dauerstrom verwenden.
Ein Erhaltungslader (Float- oder Wartungsladegerät) mit Abschaltautomatik hält Bleiakkus im Winterlager sicher voll, ohne sie durch Dauerladung zu überladen.
Ladegeräte und Netzteile

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Häufige Fragen

Auf wie viel Prozent soll ich einen Li-Ionen-Akku zum Lagern laden?

Ideal sind 40 bis 60 %, also etwa halbvoll. Voll geladen altert die Zelle schneller, leer droht Tiefentladung durch Selbstentladung.

Bei welcher Temperatur lagert man Akkus am besten?

Kühl und trocken bei etwa 10 bis 15 °C. Hitze über 35 °C beschleunigt die Alterung deutlich, ein gefrorener Akku darf vor dem Laden erst temperiert werden.

Wie oft muss ich einen gelagerten Akku nachladen?

Li-Ionen alle 6 bis 12 Monate auf 50 % zurückladen, Bleiakkus etwa alle 3 Monate voll. So verhindern Sie Tiefentladung und Sulfatierung.

Kann ein tiefentladener Akku noch gerettet werden?

Bei Li-Ionen meist nicht sicher: Fiel die Spannung dauerhaft unter rund 2,5 V pro Zelle, ist ein Wiederaufladen gefährlich. Solche Akkus fachgerecht entsorgen.

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