ESD-Behälter und Boxen richtig auswählen - worauf achten?
Ableitfähige ESD-Behälter schützen elektronische Bauteile bei Lagerung und innerbetrieblichem Transport vor statischer Aufladung. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zwischen ableitfähig und leitfähig, die Widerstandswerte nach DIN EN 61340-5-1 sowie die Auswahl von Boxen, Trays und Kleinteilemagazinen.
ESD-Behälter ansehenAbleitfähig oder leitfähig - was ist der Unterschied?
ESD-Behälter werden aus Kunststoffen hergestellt, die statische Ladungen kontrolliert ableiten. Man unterscheidet ableitfähige (dissipative) und leitfähige (conductive) Materialien. Beide verhindern, dass sich Ladungen auf der Oberfläche aufbauen und empfindliche Bauteile schädigen.
Ableitfähige Behälter haben einen Oberflächenwiderstand von etwa 10⁴ bis 10¹¹ Ω und leiten Ladungen langsam und kontrolliert ab. Leitfähige Behälter, oft schwarz durch Russpartikel, liegen unter 10⁴ Ω und bilden zusätzlich eine Abschirmung. Für die Lagerung ungeschützter Bauteile in der EPA gilt die DIN EN 61340‑5‑1.
Welcher Behälter passt zu welcher Anwendung?
Die Wahl hängt von Bauteilgrösse, Empfindlichkeit und Handhabung ab. Kleinteilemagazine mit Sichtlagerkästen eignen sich für die Kommissionierung, stapelbare Boxen mit Deckel für Transport und Lagerung, flache Trays für bestückte Leiterplatten.
- Ableitfähig (dissipativ): Standard für die meisten Lager- und Transportaufgaben in der EPA.
- Leitfähig (conductive, schwarz): für besonders empfindliche oder ungeschützte Halbleiter.
- Stapelbarkeit und einheitliche Raster sparen Platz und erleichtern den Transport.
- Deckel und Dichtungen schützen zusätzlich vor Staub und mechanischer Beschädigung.
- Auf chemische und Temperaturbeständigkeit achten, wenn Reinigung oder Löten in der Nähe erfolgt.
Wie werden ESD-Behälter geprüft und gepflegt?
Der Oberflächenwiderstand lässt mit der Zeit und durch Verschmutzung nach. Periodische Messungen mit einem ESD-Widerstandsmessgerät und geeigneten Elektroden sichern die Funktion und dokumentieren die Werte für Audits nach DIN EN 61340‑5‑1.
- Widerstand periodisch prüfen und im Prüfprotokoll festhalten.
- Beschädigte oder stark verkratzte Behälter aussortieren.
- Behälter kennzeichnen (ableitfähig/leitfähig) und getrennt lagern.
- Bei Transport zwischen EPAs geschlossene, abschirmende Behälter verwenden.
Häufige Fragen
Was bedeutet ableitfähig bei ESD-Behältern?
Ableitfähige (dissipative) Behälter haben einen Oberflächenwiderstand von etwa 10⁴ bis 10¹¹ Ω und leiten statische Ladungen kontrolliert und langsam zur Erde ab, ohne empfindliche Bauteile schlagartig zu entladen.
Wann brauche ich leitfähige statt ableitfähige Boxen?
Leitfähige, meist schwarze Behälter unter 10⁴ Ω bieten zusätzlich eine Abschirmung und eignen sich für besonders empfindliche oder ungeschützte Halbleiter und Baugruppen.
Muss der Behälter geerdet sein?
In der EPA sollte der Behälter auf einer geerdeten, ableitfähigen Fläche stehen. So fliesst die Ladung sicher ab. Ein isoliert abgestellter Behälter kann sonst selbst zur Ladungsquelle werden.
Wie oft sollte man den Widerstand prüfen?
Der Oberflächenwiderstand sollte im Rahmen der periodischen ESD-Prüfungen kontrolliert werden, typisch jährlich oder nach Herstellervorgabe, und im Prüfprotokoll dokumentiert werden.
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Wir liefern ableitfähige und leitfähige Boxen, Trays und Kleinteilemagazine für Lagerung und innerbetrieblichen Transport - geprüft nach DIN EN 61340-5-1.
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