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DIN EN 61340-5-1

Mobiles ESD-Field-Service-Kit zusammenstellen - was gehört rein?

Ein ESD-Field-Service-Kit macht den normgerechten Schutz mobil: Faltmatte, Erdungskabel, Handgelenkband und ein Prüfmittel passen in eine kompakte Tasche. Dieser Ratgeber zeigt, welche Komponenten Sie brauchen, wie Sie ohne festen Erdungspunkt erden und wie Sie das Kit vor jedem Einsatz prüfen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: ESD-Spezialisten
ESD-Field-Service-Kits ansehen
4 Teile
Matte, Erdung, Band, Prüfer
1 MΩ
Widerstand im Erdungskabel
10⁶-10⁹ Ω
Ableitwiderstand der Matte
vor Einsatz
Handgelenkband prüfen
Inhalt
  1. Komponenten des Kits
  2. Erdung im Feld
  3. Prüfung vor Ort
  4. Häufige Fragen

Welche Komponenten gehören in ein Field-Service-Kit?

Ein mobiles ESD-Field-Service-Kit bildet die EPA (ESD Protected Area) im Kleinformat ab. Es braucht dieselben Schutzelemente wie ein fester Arbeitsplatz nach DIN EN 61340‑5‑1: eine ableitfähige Fläche, einen definierten Erdungspunkt, eine Personenerdung und ein Prüfmittel. Der Unterschied ist die mobile, faltbare Bauform.

Herzstück ist die Faltmatte aus mehreren ableitfähigen Lagen, die sich auf Postkartengröße zusammenlegen lässt. Dazu kommen ein Erdungskabel mit integriertem 1 MΩ Widerstand, ein Handgelenkband mit Spiralkabel sowie ein Erdungspunkt-Adapter für die Steckdose oder eine Erdungszange.

  • Faltbare ESD-Matte mit Druckknöpfen für Matten- und Personenerdung.
  • Erdungskabel mit 1 MΩ Sicherheitswiderstand zum gemeinsamen Erdungspunkt.
  • Verstellbares Handgelenkband mit Spiralkabel (Coil-Cord).
  • Erdungsadapter (Schutzkontakt-Stecker) oder Krokodilklemme auf blankes Metall.
  • Handgelenkband-Tester oder Kombiprüfgerät für die Kontrolle vor Ort.
  • Robuste Tasche oder Hülle, selbst ableitfähig ausgeführt.
Nutzen Sie im Feld nur den Schutzleiter (PE) als Erde, niemals Gas- oder Wasserleitungen. Fehlt eine Steckdose, dient ein blanker Metallrahmen mit Verbindung zur Gebäudeerde als Ersatz-Erdungspunkt.

Wie erdet man ohne festen Erdungspunkt?

Vor Ort fehlt oft die vertraute Erdungsleiste. Der einfachste normkonforme Weg ist ein Erdungsadapter, der in die Schutzkontakt-Steckdose gesteckt wird und den PE-Kontakt abgreift. Von dort führt ein gemeinsamer Erdungspunkt zu Matte und Handgelenkband.

Wichtig ist das Prinzip des gemeinsamen Erdungspunkts (Common Point Ground): Person, Matte und Gerät liegen auf demselben Potenzial. So entsteht kein Ausgleichsstrom zwischen Bauteil und Techniker. Der 1 MΩ Widerstand im Personenpfad begrenzt den Strom bei versehentlichem Kontakt mit Spannung.

Prüfen Sie die Steckdose vor der Nutzung mit einem einfachen Steckdosentester auf einen korrekt aufgelegten Schutzleiter. Ohne intakten PE ist keine sichere Erdung möglich.

Wie prüft man das Kit vor jedem Einsatz?

Ein Handgelenkband ist ein Verschleißteil: Das Spiralkabel bricht innen, ohne dass man es sieht. Deshalb schreibt die Praxis eine Prüfung vor jedem Einsatz vor. Ein Bandtester zeigt in wenigen Sekunden, ob der Ableitpfad im Sollbereich liegt.

  • Handgelenkband anlegen, Hautkontakt sicherstellen (nicht über Kleidung).
  • Tester drücken: grün = im Bereich, rot = Kabel- oder Bandfehler.
  • Ableitwiderstand der Faltmatte periodisch mit Messgerät gegen den Erdungspunkt prüfen (10⁶-10⁹ Ω).
  • Erdungskabel und Druckknöpfe auf festen Sitz und Beschädigung sichten.
  • Prüfergebnisse für kritische Einsätze dokumentieren.

Für dauerhafte Sicherheit empfiehlt sich ein Kombiprüfgerät, das sowohl den Personen- als auch den Erdungspfad testet. So stellen Sie sicher, dass der gesamte Weg von der Haut über das Band bis zur Gebäudeerde im geforderten Fenster von unter 3,5 x 10⁷ Ω liegt.

Handgelenkbänder

Verschleiß, Passform und Prüfintervalle im Detail erklärt.

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Häufige Fragen

Ist ein Field-Service-Kit normgerecht nach DIN EN 61340-5-1?

Ja, sofern es die Kernelemente enthält: ableitfähige Fläche, gemeinsamen Erdungspunkt und Personenerdung. Die Norm verlangt keinen festen Arbeitsplatz, sondern eine funktionierende Erdung aller leitfähigen und ableitfähigen Elemente.

Wie erde ich ohne Erdungsleiste?

Am einfachsten über einen Erdungsadapter in der Schutzkontakt-Steckdose, der den Schutzleiter (PE) abgreift. Alternativ dient blankes, geerdetes Metall am Gerätechassis mit einer Krokodilklemme als Erdungspunkt.

Warum muss das Handgelenkband vor jedem Einsatz geprüft werden?

Das Spiralkabel kann innen brechen, ohne sichtbaren Schaden. Ein defektes Band leitet keine Ladung mehr ab. Ein Bandtester bestätigt in Sekunden, dass der Ableitpfad intakt ist.

Kann ich statt Handgelenkband auch Ferse oder Schuh nutzen?

Fersenbänder wirken nur auf ableitfähigem Boden. Im Feld ist der Untergrund meist isolierend, daher ist das Handgelenkband die zuverlässige Personenerdung für Vor-Ort-Reparaturen.

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Wir liefern komplette Kits mit Faltmatte, Erdungsset, Handgelenkband und Prüfmittel - geprüft nach DIN EN 61340-5-1.

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Erdungsset mit 1 MΩ Kabel und Adapter inklusive.

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Normgeprüft

Komponenten erfüllen die DIN EN 61340-5-1.

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