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Lötrauchabsaugung: Wann Filter wechseln und warten?

Ein dreistufiges Filterpaket aus Vorfilter, Schwebstofffilter und Aktivkohle hält Lötrauch nur so lange zurück, wie die Filter frei sind. Dieser Ratgeber zeigt die typischen Wechselintervalle, wie Sie Sättigung erkennen und mit einem festen Wartungsplan die Absaugleistung dauerhaft sichern.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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3 Stufen
Vor-, Schwebstoff-, Aktivkohle
H13/H14
HEPA-Klasse Schwebstoff
6-12 Mon.
Schwebstofffilter typisch
99,95 %
Abscheidung ab H13
Inhalt
  1. Aufbau der Stufen
  2. Wechselintervalle
  3. Sättigung erkennen
  4. Wartungsplan
  5. Häufige Fragen

Wie ist das Filterpaket einer Lötrauchabsaugung aufgebaut?

Moderne Lötrauchabsaugungen arbeiten dreistufig. Der Vorfilter fängt grobe Partikel und Flussmittelspritzer ab, der Schwebstofffilter (HEPA H13 oder H14) hält den lungengängigen Feinstaub zurück, und die Aktivkohle bindet die gasförmigen Schadstoffe wie Kolophonium-Dämpfe und Isocyanate.

Die Reihenfolge ist entscheidend: Jede Stufe schützt die nächste. Ein früh gesättigter Vorfilter treibt die Kosten, weil sonst der deutlich teurere Schwebstofffilter vorzeitig zusetzt. Deshalb ist der Vorfilter bewusst günstig und häufig zu wechseln.

Erst ab HEPA-Klasse H13 werden mindestens 99,95 % der Partikel bei 0,3 µm abgeschieden. H14 erreicht 99,995 %. Filter unterhalb H13 gelten nicht als Schwebstofffilter im Sinne der EN 1822.
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Welche Wechselintervalle gelten für die drei Filterstufen?

Feste Kalenderintervalle sind nur Richtwerte - die tatsächliche Standzeit hängt von Lötaufkommen, Flussmitteltyp und Schichtbetrieb ab. Als Orientierung für einen Einzelarbeitsplatz im Einschichtbetrieb gilt die folgende Tabelle.

Bei Dauerbetrieb, bleifreiem Löten mit aggressiveren Flussmitteln oder mehreren Lötstellen pro Minute verkürzen sich die Intervalle deutlich. Ein Vorfilter kann dann schon nach zwei Wochen zusetzen.

  • Vorfilter zuerst und am häufigsten wechseln - er schützt die teuren Folgestufen.
  • Schwebstofffilter nie ausklopfen oder ausblasen; das zerstört das Filtervlies und setzt Feinstaub frei.
  • Aktivkohle nach Zeit tauschen, nicht nach Optik - Sättigung ist von aussen nicht sichtbar.
  • Bei Geruchsdurchbruch ist die Aktivkohle bereits überfällig.

Woran erkenne ich, dass ein Filter gesättigt ist?

Der wichtigste Indikator ist die Absaugleistung. Lässt der Sog spürbar nach oder steigt bei drehzahlgeregelten Geräten der Volumenstrom durch Nachregeln, sind die Filter zu. Viele Absaugungen haben dafür eine Filterstandsanzeige oder einen Differenzdruck-Sensor.

Verlassen Sie sich nicht allein auf die Optik. Ein Schwebstofffilter kann aussen sauber wirken und innen längst zugesetzt sein. Führen Sie ein Wartungsprotokoll mit Datum und Betriebsstunden.
Gesättigte Filter aus dem Lötprozess enthalten Schwermetalle und Kolophonium und gelten als belasteter Abfall. Wechseln Sie sie mit Handschuhen und entsorgen Sie sie nach den örtlichen Vorgaben.

Wie sieht ein praxistauglicher Wartungsplan aus?

Ein guter Plan koppelt Kalenderintervalle mit einer Sichtkontrolle und der Anzeige des Geräts. So vermeiden Sie sowohl vorzeitigen Filterwechsel als auch unbemerkten Leistungsverlust.

  • Wöchentlich: Sog und Filterstandsanzeige prüfen, Erfassungsdüse am Lötplatz kontrollieren.
  • Monatlich: Vorfilter sichten und bei Bedarf tauschen, Gehäuse und Schläuche reinigen.
  • Halbjährlich: Aktivkohle tauschen, Dichtungen und Vorfiltersitz kontrollieren.
  • Jährlich: Schwebstofffilter wechseln, Betriebsstunden dokumentieren, Dichtsitz prüfen.
  • Immer nur Originalfilter mit passender HEPA-Klasse und korrekter Dichtung verwenden.
Halten Sie mindestens einen Satz Vorfilter und die Aktivkohle auf Lager. Der günstige Vorfilter verhindert, dass sich der teure Schwebstofffilter vorzeitig zusetzt - das ist der grösste Hebel für niedrige Wartungskosten.
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Häufige Fragen

Wie oft muss ich den Vorfilter wechseln?

Im Einschichtbetrieb typisch alle 1 bis 3 Monate, bei hohem Lötaufkommen deutlich häufiger. Der Vorfilter ist günstig und schützt die teureren Folgestufen, daher lieber zu oft als zu selten tauschen.

Kann ich einen HEPA-Schwebstofffilter reinigen und wiederverwenden?

Nein. Ausklopfen oder Ausblasen zerstört das Filtervlies und setzt gebundenen Feinstaub wieder frei. Schwebstofffilter werden immer komplett getauscht, typisch alle 6 bis 12 Monate.

Woran merke ich, dass die Aktivkohle verbraucht ist?

Ein wahrnehmbarer Geruch am Auslass zeigt, dass die Kohle die Gase nicht mehr bindet und bereits überfällig ist. Da Sättigung nicht sichtbar ist, tauschen Sie die Kohle nach Zeit, meist alle 3 bis 6 Monate.

Warum sinkt die Absaugleistung mit der Zeit?

Zugesetzte Vor- und Schwebstofffilter erhöhen den Widerstand, sodass weniger Luft durchströmt. Eine Filterstandsanzeige oder ein Differenzdruck-Sensor macht das messbar, bevor der Schutz am Lötplatz nachlässt.

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