Parallel-Spannstock wählen - welche Backenbreite passt?
Ein Parallel-Spannstock hält das Werkstück fest, während gebohrt, gefeilt oder gesägt wird. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Backenbreite und Spannweite bestimmen, wann sich ein drehbarer Fuss lohnt und worin sich Grauguss und geschmiedeter Stahl unterscheiden.
Spannstöcke ansehenWie bestimme ich Backenbreite und Spannweite?
Die zwei wichtigsten Masse sind die Backenbreite (Länge der Spannbacken) und die Spannweite (maximale Öffnung). Die Backenbreite bestimmt, wie breit das Werkstück aufliegen kann, die Spannweite, wie dick es sein darf. Als Faustregel gilt: für Modellbau und Feinmechanik 75‑100 mm, für die allgemeine Werkstatt 125‑150 mm, für schwere Schlosserarbeit 150 mm und mehr.
Die Spannweite liegt bei den meisten Werkbank-Spannstöcken zwischen 100 und 200 mm. Wichtig ist auch die Backenhöhe: Tiefe Backen halten hohe Werkstücke sicher, flache Backen erschweren das Einspannen sperriger Teile.
Wann lohnt sich ein drehbarer Fuss?
Ein drehbarer Fuss lässt den Spannstock um bis zu 360° schwenken und in jeder Position feststellen. So bringen Sie das Werkstück ins beste Licht und in eine bequeme Arbeitshöhe, ohne umzuspannen. Für Feil-, Säge- und Entgratarbeiten spart das viel Zeit.
- Drehbarer Fuss: flexibel ausrichtbar, ideal bei wechselnden Werkstücken und beengter Werkbank.
- Fester Fuss: steifer und meist günstiger, überträgt Schläge beim Richten besser.
- Zwei Feststellschrauben halten den Drehteller spielfrei - bei einer Schraube prüfen, ob sie unter Last hält.
- Für Hammerarbeiten und schweres Richten ist ein fester oder sehr solide verschraubter Fuss die bessere Wahl.
Grauguss oder geschmiedeter Stahl - was ist besser?
Die meisten Werkbank-Spannstöcke bestehen aus Grauguss (GG20/GG25). Grauguss ist druckfest, dämpft Schwingungen gut und ist preiswert - aber spröde: harte Hammerschläge auf den Körper können ihn brechen. Geschmiedeter Stahl ist zäh und nahezu unzerbrechlich, dafür teurer und schwerer.
Unabhängig vom Grundkörper sollten die Spannbacken aus gehärtetem Stahl sein und eine kreuzgerändelte Fläche haben, damit das Werkstück nicht rutscht. Für empfindliche Oberflächen gibt es aufsteckbare Schutzbacken aus Aluminium, Kupfer oder Kunststoff.
Häufige Fragen
Welche Backenbreite brauche ich für die Heimwerkstatt?
Für die meisten Heim- und Hobbywerkstätten ist ein Spannstock mit 100 bis 125 mm Backenbreite ideal. Er spannt sicher und passt auf eine normale Werkbank.
Ist ein Spannstock aus Grauguss weniger stabil?
Grauguss ist sehr druckfest und dämpft Schwingungen, aber spröde bei harten Schlägen. Für normales Spannen, Feilen und Sägen genügt er; für kräftiges Richten mit dem Hammer ist geschmiedeter Stahl robuster.
Wie befestige ich den Spannstock richtig?
Der Fuss wird mit drei bis vier Schrauben durch die Werkbankplatte verschraubt, idealerweise mit Unterlegscheiben von unten. Die Vorderkante der Backen sollte bündig mit der Tischkante abschliessen, damit lange Werkstücke senkrecht eingespannt werden können.
Wozu dienen Schutzbacken?
Schutzbacken aus Aluminium, Kupfer oder Kunststoff werden über die gerändelten Stahlbacken gesteckt und verhindern Druckstellen an weichen oder polierten Oberflächen.
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