Arbeitsplatzabsaugung auswählen - worauf kommt es an?
Eine Arbeitsplatzabsaugung erfasst Rauch, Stäube und Dämpfe direkt an der Entstehungsstelle, bevor sie in die Atemluft gelangen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Erfassungsart, Volumenstrom und Filterstufe nach Gefahrstoffverordnung und TRGS richtig aufeinander abstimmen.
Absauganlagen ansehenWelche Erfassungsart passt zu meinem Prozess?
Die Erfassungsart entscheidet, wie nah die Absaugung an der Schadstoffquelle sitzt. Je näher die Erfassung, desto geringer der nötige Volumenstrom und desto zuverlässiger die Wirkung. Grundsätzlich gilt: Erfassung an der Quelle ist immer wirksamer als eine Raumlüftung.
Für punktuelle Prozesse wie das Löten eignet sich ein flexibler Absaugarm oder eine kleine Tischabsaugung mit Düse direkt am Kolben. Bei wechselnden Positionen greift ein gelenkiger Trichter, der über der Quelle fixiert wird. Für flächige Emissionen wie Klebe- oder Reinigungsplätze bietet sich eine Tisch- oder Wandhaube an.
Wie viel Volumenstrom braucht die Absaugung?
Der Volumenstrom in m³/h muss so hoch sein, dass an der Erfassungsstelle eine ausreichende Erfassungsgeschwindigkeit anliegt. Für Schweiss- und Lötrauch gelten je nach Quelle etwa 0,3 bis 0,5 m/s an der Erfassungsöffnung als Richtwert.
- Lötrauch am Einzelplatz: rund 100 bis 150 m³/h je Absaugarm.
- Schweissrauch mit Trichter: etwa 150 bis 250 m³/h je Erfassungsstelle.
- Mehrere Arme an einem Gerät: Volumenströme addieren und Reserve einplanen.
- Lange oder verzweigte Rohrleitungen erhöhen den Druckverlust und den Bedarf an Ventilatorleistung.
So kombinieren Sie Absaugung, Beleuchtung und ESD-Schutz normgerecht.
Zum RatgeberWelche Filterstufen sind gefordert?
Die Filterstufe richtet sich nach dem Gefahrstoff. Umluftbetriebene Geräte, die die gereinigte Luft in den Raum zurückführen, müssen die Grenzwerte sicher einhalten. Für Löt- und Schweissrauch gibt die TRGS 528 die Rahmenbedingungen vor, ergänzt durch die Gefahrstoffverordnung.
- Filter regelmässig prüfen und die Standzeit dokumentieren.
- Beladungsanzeige oder Differenzdruckwächter nutzen, um Wechsel rechtzeitig zu erkennen.
- Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung als Grundlage der Auswahl heranziehen.
Häufige Fragen
Welche Erfassungsgeschwindigkeit ist nötig?
An der Erfassungsöffnung gelten für Löt- und Schweissrauch etwa 0,3 bis 0,5 m/s als Richtwert. Entscheidend ist, dass die Strömung den Rauch sicher einfängt, bevor er in die Atemzone steigt.
Reicht ein Umluftgerät oder muss ich nach aussen abführen?
Umluftgeräte sind zulässig, wenn die Filterstufen die Grenzwerte sicher einhalten. Bei bestimmten krebserzeugenden oder sensibilisierenden Stoffen sind die Vorgaben der TRGS und der Gefahrstoffverordnung besonders zu prüfen, im Zweifel wird nach aussen abgeführt.
Warum brauche ich eine Aktivkohlestufe beim Löten?
Lötrauch enthält neben Partikeln auch gasförmige Bestandteile aus dem Flussmittel, etwa Kolophonium. Diese binden HEPA-Filter nicht, dafür ist eine Aktivkohlestufe zuständig.
Wie oft müssen die Filter gewechselt werden?
Das hängt von Prozess und Beladung ab. Eine Beladungsanzeige oder ein Differenzdruckwächter zeigt den richtigen Zeitpunkt an, die Standzeiten sollten dokumentiert werden.
Passende Arbeitsplatzabsaugung gesucht?
Wir liefern Absaugarme, Tisch- und Trichterabsaugungen mit HEPA- und Aktivkohlefiltern - ausgelegt nach TRGS 528 und Gefahrstoffverordnung.
Regelkonform
Auslegung nach TRGS 528 und Gefahrstoffverordnung.
Erfassung an der Quelle
Absaugarme und Düsen fangen Rauch direkt am Entstehungsort.
Mehrstufige Filter
Vorfilter, HEPA und Aktivkohle für Partikel und Gase.
Fachberatung
Unsere Spezialisten helfen bei Volumenstrom und Filterwahl.