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Druckluft-Ringleitung in der Werkstatt richtig dimensionieren

Ein sauber geplantes Druckluftnetz spart Energie und liefert an jedem Arbeitsplatz stabilen Druck. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Rohrdurchmesser nach Volumenstrom und Leitungslänge auslegen, das passende Rohrmaterial wählen, Abzweige richtig setzen und Wartungseinheiten dimensionieren.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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6-8 bar
üblicher Netzdruck
< 0,1 bar
Druckverlust im Netz
< 6 m/s
Strömungsgeschwindigkeit
Ringleitung
gleichmässige Versorgung
Inhalt
  1. Ringleitung planen
  2. Durchmesser & Material
  3. Abzweige & Wartung
  4. Häufige Fragen

Warum eine Ringleitung statt Stichleitung?

Bei einer Ringleitung wird die Hauptleitung als geschlossener Kreis um die Werkstatt geführt, sodass jeder Abzweig aus zwei Richtungen gespeist wird. Das halbiert den effektiven Strömungsweg und damit den Druckverlust gegenüber einer offenen Stichleitung. So bleibt der Druck auch bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Arbeitsplätze stabil.

Die Hauptleitung wird mit einem leichten Gefälle von etwa 1 bis 2 Prozent in Fliessrichtung verlegt, damit Kondensat zu tiefliegenden Wasserabscheidern läuft. Als Faustregel gilt ein Gesamtdruckverlust im Netz von unter 0,1 bar zwischen Kompressor und dem entferntesten Entnahmepunkt.

Planen Sie die Ringleitung grosszügig: Ein um eine Nennweite grösseres Rohr kostet wenig mehr, senkt aber Druckverlust und Energiekosten dauerhaft und schafft Reserve für spätere Arbeitsplätze.
  • Ringleitung = geschlossener Kreis, Speisung aus zwei Richtungen.
  • Gefälle 1‑2 % Richtung Wasserabscheider einplanen.
  • Absperrventile an Abschnitten erlauben Wartung ohne Netzabschaltung.
  • Reserve für 20‑30 % zusätzliche Abnahme einplanen.

Wie berechnet man Rohrdurchmesser und Material?

Der Rohrdurchmesser richtet sich nach dem Volumenstrom, der Leitungslänge und dem zulässigen Druckverlust. Die Strömungsgeschwindigkeit in Hauptleitungen sollte 6 m/s nicht überschreiten, in Verbrauchsleitungen maximal 10 m/s, sonst steigen Druckverlust und Geräusch. Als grobe Orientierung reicht für eine kleine Werkstatt oft DN 25, für grössere Netze DN 40 bis DN 50.

Beim Material stehen verzinkter Stahl, Kupfer, Edelstahl und moderne Aluminium-Stecksysteme zur Wahl. Aluminium-Systeme sind korrosionsfrei, glattwandig und schnell montiert, Stahl ist robust und günstig, neigt aber ohne Trocknung zu Rost. PVC ist für Druckluft nicht zulässig, weil es unter Druck spröde bersten kann.

Wie setzt man Abzweige und Wartungseinheiten?

Abzweige zu den Arbeitsplätzen werden immer von der Oberseite der Hauptleitung abgenommen, nie von unten. So gelangt kein Kondensat in die Verbrauchsleitung, sondern läuft in der Hauptleitung weiter zum Abscheider. Am tiefsten Punkt jedes Abzweigs sitzt ein Wasserabscheider mit Ablasshahn.

An jedem Arbeitsplatz sorgt eine Wartungseinheit aus Filter, Druckregler und optionalem Öler für aufbereitete Luft. Der Filter scheidet Wasser und Partikel ab (5 µm für allgemeine Anwendungen, 0,01 µm für Lackier- und Feinarbeiten), der Regler stellt den Arbeitsdruck ein. Werkzeuge mit Innenschmierung brauchen einen Öler, ölfreie Anwendungen wie Lackieren oder Ausblasen dürfen keinen bekommen.

Dimensionieren Sie die Wartungseinheit nach dem Anschlussgewinde und dem Nenndurchfluss des Werkzeugs. Eine unterdimensionierte Einheit erzeugt Druckabfall genau dann, wenn das Werkzeug die volle Luftmenge zieht.
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So richten Sie den Montageplatz ergonomisch und funktional ein.

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Wartungseinheiten

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Häufige Fragen

Warum wird der Abzweig von oben abgenommen?

Kondensat sammelt sich am Boden der Hauptleitung. Ein Abzweig von der Oberseite verhindert, dass Wasser in die Verbrauchsleitung und ins Werkzeug gelangt, und leitet es stattdessen zum Wasserabscheider.

Welchen Rohrdurchmesser brauche ich?

Er hängt von Volumenstrom, Leitungslänge und Druckverlust ab. Für eine kleine Werkstatt reicht oft DN 25, grössere Netze mit mehreren Arbeitsplätzen brauchen DN 40 bis DN 50. Die Strömung sollte unter 6 m/s bleiben.

Ist eine Ringleitung wirklich nötig?

Für mehr als zwei bis drei Arbeitsplätze lohnt sie sich klar. Die zweiseitige Speisung senkt den Druckverlust und hält den Druck bei gleichzeitiger Nutzung stabil. Kleine Netze kommen mit einer Stichleitung aus.

Braucht jeder Arbeitsplatz einen Öler?

Nein. Werkzeuge mit Innenschmierung profitieren von einem Öler, ölfreie Anwendungen wie Lackieren, Ausblasen oder Beatmen dürfen keine Ölnebel bekommen. Dort setzt man Filter und Regler ohne Öler ein.

Druckluftnetz für die Werkstatt planen?

Wir liefern Rohrsysteme, Abzweige und Wartungseinheiten aus Filter, Regler und Öler - passend zu Volumenstrom und Arbeitsplatz.

Stabiler Druck

Ringleitung und richtige Nennweite halten den Druck konstant.

Trockene Luft

Abzweige von oben und Wasserabscheider schützen Werkzeuge.

Passende Wartungseinheit

Filter, Regler und Öler auf das Werkzeug abgestimmt.

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