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DIN EN ISO 6789

Drehmomentschlüssel auswählen - worauf kommt es an?

Ein Drehmomentschlüssel bringt Schrauben mit exakt definiertem Anzugsmoment auf Vorspannung. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie den passenden Messbereich in Nm wählen, wann sich Klick- oder Digitaltechnik lohnt und was die Kalibrierung nach DIN EN ISO 6789 bedeutet.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Drehmomentschlüssel ansehen
±4 %
Toleranz nach ISO 6789 Typ II
20-80 %
nutzbarer Skalenbereich
1-1000 Nm
gängige Messbereiche
5000
Zyklen bis Rekalibrierung
Inhalt
  1. Messbereich wählen
  2. Klick vs. digital
  3. Kalibrierung und Norm
  4. Häufige Fragen

Welchen Messbereich in Nm brauchen Sie?

Das benötigte Anzugsmoment ergibt sich aus Schraubengröße, Festigkeitsklasse und der Herstellervorgabe der Verschraubung. Der Drehmomentschlüssel sollte so gewählt werden, dass der Zielwert im mittleren Skalenbereich liegt, denn dort arbeiten Klickschlüssel am genauesten.

Als Faustregel sollte das Sollmoment zwischen 20 % und 80 % des Messbereichs liegen. Ein Schlüssel mit 40‑200 Nm passt daher gut für Werte um 80‑160 Nm, wäre für 15 Nm aber zu grob und ungenau.

Ein einzelner Schlüssel deckt selten die ganze Werkstatt ab. Häufig sind zwei Geräte sinnvoll: einer für den kleinen Bereich (5‑50 Nm) und einer für den großen (40‑200 Nm oder mehr).
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Klick oder digital - welcher Auslösetyp passt?

Klick-Drehmomentschlüssel geben beim Erreichen des eingestellten Werts ein spürbares und hörbares Knacken ab. Digitale Schlüssel messen elektronisch und signalisieren das Sollmoment über Display, LED und Ton, oft mit Speicher und Winkelmessung.

  • Klick (mechanisch): robust, wartungsarm, kein Strom nötig, ideal für wiederkehrende gleiche Werte.
  • Digital (elektronisch): Wert frei einstellbar am Display, Peak- und Track-Modus, Protokollierung möglich.
  • Digital mit Winkelmessung: für Drehmoment-Drehwinkel-Verfahren nach Herstellervorgabe.
  • Voreinstellbar vs. auf Skala einstellbar: für feste Werte in der Serienmontage lohnt der voreingestellte Typ.
Für die Serienmontage mit Nachweispflicht ist ein digitaler Schlüssel mit Speicher vorteilhaft. Für gelegentliche Reparaturen und feste Sollwerte reicht ein hochwertiger Klickschlüssel.

Was bedeutet die Kalibrierung nach DIN EN ISO 6789?

DIN EN ISO 6789 regelt Anforderungen und Prüfverfahren für handbetätigte Drehmomentwerkzeuge. Sie unterscheidet Typ I (anzeigend) und Typ II (auslösend, z. B. Klickschlüssel) und legt die zulässige Abweichung sowie das Kalibrierverfahren fest.

Für auslösende Schlüssel gilt üblicherweise eine Toleranz von ±4 % vom eingestellten Wert. Die Kalibrierung erfolgt an mehreren Punkten des Messbereichs und wird in einem Zertifikat dokumentiert, das Rückführbarkeit auf nationale Normale nachweist.

  • Rekalibrierung typischerweise nach 12 Monaten oder rund 5000 Auslösungen.
  • Klickschlüssel nach Gebrauch auf den niedrigsten Skalenwert zurückstellen, um die Feder zu entlasten.
  • Nicht als Löse- oder Schlagwerkzeug verwenden, das verfälscht die Kalibrierung.
  • Kalibrierzertifikat und Prüfdatum aufbewahren, besonders bei Nachweispflicht.
Ein Kalibrierschein bestätigt nur den Zustand zum Prüfzeitpunkt. Sachgemäße Lagerung und Handhabung entscheiden darüber, wie lange der Schlüssel innerhalb der Toleranz bleibt.

Häufige Fragen

In welchem Skalenbereich arbeitet ein Klickschlüssel am genauesten?

Im mittleren Bereich, etwa zwischen 20 % und 80 % des Messbereichs. Werte nahe dem unteren oder oberen Ende sind ungenauer, deshalb sollte der Zielwert nicht am Skalenrand liegen.

Wie oft muss ein Drehmomentschlüssel kalibriert werden?

Üblich ist eine Rekalibrierung nach etwa 12 Monaten oder rund 5000 Auslösungen, je nachdem was zuerst eintritt. Bei intensiver oder nachweispflichtiger Nutzung eher häufiger.

Warum den Klickschlüssel nach Gebrauch zurückdrehen?

Das Zurückstellen auf den niedrigsten Wert entlastet die Auslösefeder. So bleibt die eingestellte Genauigkeit über die Lebensdauer stabiler.

Was ist der Unterschied zwischen Typ I und Typ II nach ISO 6789?

Typ I sind anzeigende Werkzeuge, die das Moment auf Skala oder Display darstellen. Typ II sind auslösende Werkzeuge wie Klickschlüssel, die beim Sollwert ein Signal geben.

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Wir liefern Klick- und Digital-Drehmomentschlüssel für jeden Messbereich - kalibriert und geprüft nach DIN EN ISO 6789.

Normgeprüft

Kalibrierung nach DIN EN ISO 6789 mit Zertifikat.

Präzise

Auslösegenauigkeit bis ±2 % vom Sollwert.

Rückführbar

Kalibrierschein mit Bezug auf nationale Normale.

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