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ISO 14644-1

Laser-Partikelzähler auswählen - worauf kommt es an?

Ein Laser-Partikelzähler klassifiziert die Luftreinheit im Reinraum, indem er Partikel nach Größe zählt. Dieser Ratgeber erklärt die entscheidenden Auswahlkriterien: Probenahmevolumen, kleinste erfassbare Partikelgröße, Anzahl der Kanäle sowie die Konformität mit ISO 14644-1 und ISO 21501-4.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Partikelzähler ansehen
28,3 l/min
Standard-Durchfluss (1 cfm)
0,1-5 µm
typischer Größenbereich
ISO 1-9
Reinraumklassen 14644-1
21501-4
kalibrierte Norm
Inhalt
  1. Funktion und Prinzip
  2. Volumen und Größe
  3. Kanäle und Norm
  4. Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Laser-Partikelzähler?

Ein Laser-Partikelzähler saugt ein definiertes Luftvolumen an und leitet es durch eine Messzelle, in der ein fokussierter Laserstrahl die Luft durchleuchtet. Jedes Partikel streut das Licht, und aus der Intensität des Streulichts wird die Partikelgröße abgeleitet und gezählt (Streulichtprinzip).

Die gezählten Partikel werden nach Größe in Kanäle einsortiert und auf ein Referenzvolumen (meist 1 m³ oder 1 ft³) hochgerechnet. Daraus ergibt sich die Reinraumklasse nach ISO 14644‑1, von ISO Klasse 1 (extrem sauber) bis ISO Klasse 9.

Der klassische Standard-Durchfluss beträgt 28,3 l/min, also 1 Kubikfuß pro Minute (1 cfm). Damit lässt sich das für die Klassifizierung nötige Probenvolumen in überschaubarer Zeit ansaugen.
Reinraumklassen verstehen

So sind die ISO-Klassen 1 bis 9 definiert und wie Sie richtig messen.

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Probenahmevolumen und kleinste Partikelgröße

Zwei Kennwerte entscheiden über die Eignung: der Volumenstrom und die kleinste erfassbare Partikelgröße. Für die Klassifizierung sauberer Klassen muss ein größeres Luftvolumen ausgewertet werden, weil dort statistisch nur sehr wenige Partikel vorkommen.

Portable Geräte arbeiten meist mit 28,3 l/min (1 cfm) und schaffen so ein Probenvolumen von 1 m³ in etwa 35 Minuten pro Messpunkt. Für sehr reine Klassen (ISO 1‑3) sind Geräte mit hoher Empfindlichkeit bis 0,1 µm nötig; in der Regelüberwachung genügen oft Geräte ab 0,3 oder 0,5 µm.

Wählen Sie die kleinste Partikelgröße passend zur Zielklasse. Ein 0,5-µm-Zähler kann keine ISO-Klasse-1-Umgebung klassifizieren, weil dort die relevanten Partikel bei 0,1 µm liegen.
  • Höherer Volumenstrom verkürzt die Messzeit je Punkt deutlich.
  • Kleinere erfassbare Größe erhöht Preis und Kalibrieraufwand.
  • Die Zahl der Messpunkte richtet sich nach der Reinraumfläche (√-Regel der ISO 14644‑1).

Kanäle und Normkonformität nach ISO 21501-4

Kanäle sind die Größenklassen, in die der Zähler Partikel gleichzeitig einsortiert. Typisch sind Geräte mit 4, 6 oder 8 Kanälen, etwa 0,3 / 0,5 / 1,0 / 5,0 µm. Mehr Kanäle liefern ein feineres Größenspektrum und erleichtern die Trendanalyse und Fehlersuche.

Für belastbare Ergebnisse muss der Zähler nach ISO 21501‑4 kalibriert sein. Diese Norm legt Kalibrierung und Prüfung von Streulicht-Partikelzählern fest, darunter Zähleffizienz, Größenauflösung, Falschzählrate und Volumenstromgenauigkeit. Nur so sind Messungen für die ISO-14644‑1-Klassifizierung anerkannt.

Achten Sie auf ein gültiges Kalibrierzertifikat nach ISO 21501‑4. Empfohlen wird eine jährliche Rekalibrierung, damit Zähleffizienz und Volumenstrom innerhalb der Toleranz bleiben.
  • 4 Kanäle reichen für einfache Klassifizierung und Reinigungskontrolle.
  • 6 bis 8 Kanäle helfen bei Ursachenanalyse und Kontaminationsquellen.
  • Datenspeicher, Druckerausgang und Schnittstellen erleichtern die GMP-Dokumentation.

Häufige Fragen

Welchen Volumenstrom braucht ein Partikelzähler für ISO 14644-1?

Der etablierte Standard ist 28,3 l/min, also 1 Kubikfuß pro Minute (1 cfm). Damit lässt sich das für die Klassifizierung nötige Probenvolumen von 1 m³ pro Messpunkt in vertretbarer Zeit ansaugen.

Was bedeutet die kleinste erfassbare Partikelgröße?

Sie gibt an, ab welchem Durchmesser der Zähler Partikel sicher erfasst, typisch 0,1, 0,3 oder 0,5 µm. Für sehr reine Klassen wie ISO 1 bis 3 ist eine Empfindlichkeit bis 0,1 µm nötig, für Standardklassen genügen oft 0,5 µm.

Warum ist die ISO 21501-4 wichtig?

Diese Norm regelt die Kalibrierung von Streulicht-Partikelzählern, darunter Zähleffizienz, Größenauflösung und Volumenstromgenauigkeit. Nur ein nach ISO 21501‑4 kalibriertes Gerät liefert für die ISO-14644‑1-Klassifizierung anerkannte Ergebnisse.

Wie viele Kanäle sollte ein Partikelzähler haben?

Für die reine Klassifizierung genügen oft 4 Kanäle. Für Trendanalyse, Fehlersuche und die Identifikation von Kontaminationsquellen sind 6 bis 8 Kanäle vorteilhaft, weil sie ein feineres Größenspektrum liefern.

Den passenden Partikelzähler finden?

Wir liefern portable und stationäre Laser-Partikelzähler mit ISO-21501-4-Kalibrierung, passend zu Ihrer Ziel-Reinraumklasse nach ISO 14644-1.

Kalibriert nach Norm

Geräte mit gültigem Zertifikat nach ISO 21501-4.

Klassifizierung sicher

Passend für ISO 14644-1, Klasse 1 bis 9.

Richtige Empfindlichkeit

Von 0,1 bis 5 µm für jede Zielklasse.

Fachberatung

Reinraum-Spezialisten unterstützen bei der Auswahl.

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