Schutzbrille auswählen - Bügelbrille oder Vollsicht?
Die richtige Schutzbrille hängt von Gefährdung, Passform und Kennzeichnung ab. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zwischen Bügelbrille und Vollsichtbrille, die Codes nach EN 166 sowie die Beschichtungen für Kratzfestigkeit (K) und Beschlagschutz (N).
Schutzbrillen ansehenBügelbrille oder Vollsichtbrille - was passt?
Die Bauform richtet sich nach der Gefährdung. Eine Bügelbrille sitzt wie eine normale Brille und schützt vor herumfliegenden Partikeln von vorne. Eine Vollsichtbrille (Korbbrille) schliesst rundum ab und schützt zusätzlich gegen Staub, Spritzer und Gase von der Seite.
Bügelbrillen sind leicht und angenehm für Montage, Holz- oder Metallbearbeitung mit geringem Spritzrisiko. Vollsichtbrillen sind Pflicht, sobald Flüssigkeiten, feiner Staub oder Chemikalien im Spiel sind, weil nur sie den Bereich um das Auge dicht umschliessen.
- Bügelbrille: leicht, gut belüftet, ideal bei mechanischer Gefahr von vorne.
- Vollsichtbrille: rundum dicht, für Staub, Spritzer und Chemie.
- Überbrille: passt über die Korrektionsbrille.
- Bei Funken und Metallspritzern zusätzlich indirekte Belüftung wählen.
So kombinieren Sie Augen- und Gehörschutz normgerecht am Arbeitsplatz.
Zum RatgeberWie lese ich die Kennzeichnung nach EN 166?
Jede geprüfte Schutzbrille trägt einen Code auf Fassung und Sichtscheibe. Auf der Scheibe steht zuerst die optische Klasse und die mechanische Festigkeit, auf dem Rahmen der Hersteller und die Norm EN 166. So erkennen Sie auf einen Blick, wogegen die Brille schützt.
Die Buchstaben F, B und A stehen für steigende Stossenergie: F hält Partikel mit 45 m/s, B mit 120 m/s und A mit 190 m/s aus. Ein vorangestelltes S bedeutet erhöhte Festigkeit, ein T hinter dem Buchstaben (zum Beispiel FT) die Prüfung bei extremen Temperaturen von -5 bis +55 °C.
Kratzfest und beschlagfrei - worauf achten?
Zwei Zusatzcodes entscheiden über den Alltagskomfort: K steht für erhöhte Kratzfestigkeit der Oberfläche, N für Beschlagfreiheit (Anti-Fog). Eine Brille mit KN vereint beides und bleibt bei Temperaturwechsel oder körperlicher Arbeit klar und robust.
- K (Kratzfestigkeit): geprüft nach Sandrieselverfahren, schützt vor matten Kratzern.
- N (Anti-Fog): verhindert Beschlagen beim Wechsel warm-kalt und bei Anstrengung.
- Polycarbonat als Scheibenmaterial bietet hohe Schlagfestigkeit und UV-Schutz bis 400 nm.
- Getönte Scheiben nur im Freien - drinnen reduziert die Tönung die Sicht zu stark.
Polycarbonat ist heute das Standardmaterial: bruchsicher, leicht und mit UV-Filter. Für aggressive Chemikalien gibt es zusätzlich Acetat-Scheiben, die chemisch beständiger, aber weniger schlagfest sind.
Häufige Fragen
Was bedeuten die Buchstaben F, B und A auf der Schutzbrille?
Sie geben die mechanische Festigkeit an: F hält Partikel mit 45 m/s aus, B mit 120 m/s und A mit 190 m/s. A ist der höchste Schutz gegen Teilchen mit hoher Geschwindigkeit.
Wofür stehen die Codes K und N?
K bezeichnet eine erhöhte Kratzfestigkeit der Scheibe, N eine beschlagfreie Beschichtung. Eine Brille mit KN vereint beide Eigenschaften und bleibt lange klar und robust.
Wann brauche ich eine Vollsichtbrille statt einer Bügelbrille?
Sobald Flüssigkeiten, feiner Staub oder Chemikalien auftreten, denn nur die Vollsichtbrille schliesst rundum dicht ab. Die Bügelbrille schützt vor allem gegen Partikel von vorne.
Welche optische Klasse sollte eine Schutzbrille haben?
Für dauerhaftes Tragen die optische Klasse 1, weil sie verzerrungsfrei ist und die Augen nicht ermüdet. Klasse 2 und 3 sind nur für kurze Einsätze gedacht.
Die passende Schutzbrille gesucht?
Wir liefern Bügel- und Vollsichtbrillen nach EN 166 - mit Kratzschutz (K) und Beschlagschutz (N), optische Klasse 1 und UV-Filter.
Nach EN 166 geprüft
Alle Modelle erfüllen die europäische Grundnorm für Augenschutz.
K und N verfügbar
Kratzfeste und beschlagfreie Beschichtungen für klare Sicht.
Optische Klasse 1
Verzerrungsfrei und für das Dauertragen geeignet.
Fachberatung
Unsere Spezialisten helfen bei Bauform und Kennzeichnung.