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Venturi-Vakuumejektor richtig dimensionieren - wie?

Ein Venturi-Vakuumejektor erzeugt aus Druckluft ein Vakuum - ohne bewegte Teile und ohne separate Pumpe. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Saugvermögen, Enddruck und Luftverbrauch aufeinander abstimmen und die passende Düsengröße für Ihre Handhabungsaufgabe wählen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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-85 kPa
typischer Enddruck
4-6 bar
optimaler Betriebsdruck
0,3-3,0 mm
übliche Düsengröße
bis 90 %
Luftersparnis mit Abschaltung
Inhalt
  1. Funktion und Kennwerte
  2. Dimensionierung
  3. Effizienz und Energie
  4. Häufige Fragen

Wie erzeugt ein Venturi-Ejektor Vakuum?

Ein Venturi-Vakuumejektor leitet Druckluft durch eine sich verengende Düse. Am engsten Querschnitt beschleunigt die Luft auf Überschallgeschwindigkeit, der statische Druck fällt und reißt Luft aus dem Sauganschluss mit. So entsteht ein Vakuum, ohne dass mechanische Teile bewegt werden.

Drei Kennwerte bestimmen die Auswahl: das Saugvermögen in l/min beschreibt, wie schnell Luft abgesaugt wird und damit die Ansaugzeit. Der Enddruck (maximales Vakuum) liegt bei einstufigen Ejektoren typisch bei -85 kPa, das entspricht rund 85 % Vakuum. Der Luftverbrauch ist der Preis dafür - er bestimmt die laufenden Druckluftkosten.

Enddruck und Saugvermögen sind gegenläufig: Ein Ejektor erreicht sein maximales Vakuum erst, wenn kein Volumenstrom mehr fließt. Am dichten System herrscht der höchste Enddruck, an einem offenen porösen Werkstück das höchste Saugvermögen.
Vakuumsauger wählen

Saugnapf-Form und -Werkstoff passend zum Werkstück auslegen.

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Wie berechne ich Saugvermögen und Düsengröße?

Die Auslegung beginnt beim Werkstück. Für dichte, glatte Teile (Blech, Glas) genügt ein kleines Saugvermögen, weil kaum Leckluft nachströmt. Poröse oder raue Teile (Karton, Holz, Schaumstoff) verlangen ein deutlich größeres Saugvermögen, um die Leckage zu kompensieren.

Die benötigte Haltekraft ergibt sich aus F = p × A: Unterdruck mal wirksame Saugfläche. Bei -70 kPa und 20 cm² wirksamer Fläche entstehen rund 140 N Haltekraft. Rechnen Sie einen Sicherheitsfaktor von 2 für statische und bis 4 für dynamische, schnell bewegte Lasten ein.

Der Luftverbrauch wächst quadratisch mit dem Düsendurchmesser. Eine Düse von 1,0 mm braucht rund viermal so viel Luft wie eine von 0,5 mm. Wählen Sie deshalb die kleinste Düse, die Saugvermögen und Ansaugzeit noch erfüllt.
  • Dichte Werkstücke: kleines Saugvermögen, Fokus auf hohen Enddruck.
  • Poröse Werkstücke: großes Saugvermögen, mehrstufiger Ejektor sinnvoll.
  • Kurze Taktzeit: größere Düse oder Vorratsvolumen für schnelle Ansaugzeit.
  • Betriebsdruck stabil bei 4‑6 bar halten - höher bringt kaum Mehrleistung.

Wie senke ich den Luftverbrauch?

Druckluft ist teuer, und ein dauerhaft laufender Ejektor verbraucht auch dann Luft, wenn das Vakuum längst steht. Moderne Ejektoren mit Luftsparautomatik messen den Vakuumpegel und schalten die Druckluft ab, sobald der Sollwert erreicht ist. Ein Rückschlagventil hält das Vakuum, bis Leckage es unter die Schaltschwelle fallen lässt.

Bei dichten Werkstücken lässt sich so der Luftverbrauch um bis zu 90 % senken. Mehrstufige Ejektoren mit mehreren hintereinander geschalteten Düsen liefern bei gleichem Luftverbrauch ein höheres Saugvermögen und eignen sich für poröse Teile oder große Sauger.

Setzen Sie die Ejektoren dezentral direkt am Sauger ein. Kurze Schlauchwege verkürzen die Ansaug- und Abblaszeit deutlich und verbessern die Taktleistung gegenüber einer zentralen Vakuumpumpe.
  • Luftsparautomatik für dichte Werkstücke - Amortisation oft unter einem Jahr.
  • Integrierter Abblasimpuls löst das Werkstück schnell und definiert.
  • Vakuumschalter zur Prozesskontrolle und für sichere Freigabe.
  • Schalldämpfer reduziert Lärm und schützt vor Verstopfung durch Staub.

Häufige Fragen

Welchen Enddruck erreicht ein Venturi-Ejektor?

Einstufige Ejektoren erreichen typisch -85 kPa, also rund 85 % Vakuum. Mehrstufige oder Hochvakuum-Ausführungen kommen bis etwa -93 kPa. Ein absolutes Vakuum ist mit dem Venturi-Prinzip nicht möglich.

Wie viel Betriebsdruck braucht ein Ejektor?

Optimal sind 4 bis 6 bar am Düseneingang. Die Düse ist auf diesen Punkt ausgelegt; höherer Druck steigert den Luftverbrauch stark, ohne das Vakuum nennenswert zu erhöhen.

Wann lohnt sich ein mehrstufiger Ejektor?

Bei porösen Werkstücken oder großen Saugflächen. Mehrere Stufen liefern bei gleichem Luftverbrauch ein deutlich höheres Saugvermögen und kompensieren die Leckluft besser als eine einzelne Düse.

Vakuumejektor oder Vakuumpumpe?

Ejektoren punkten bei getakteter, dezentraler Handhabung mit kurzen Zykluszeiten und geringem Wartungsaufwand. Eine Pumpe lohnt sich bei dauerhaftem, großem Vakuumbedarf mit vielen gleichzeitigen Saugern.

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