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Vakuumpumpen-Typen: welche passt zu Handling und Labor?

Drehschieber, Membran oder Venturi-Ejektor - jeder Vakuumpumpen-Typ hat eigene Stärken bei Enddruck und Saugvermögen. Dieser Ratgeber erklärt die Funktionsprinzipien, die wichtigsten Kennwerte und wie Sie die richtige Pumpe für Handling, Montage und Labor auswählen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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0,1 mbar
Enddruck Drehschieber
bis 630 m³/h
Saugvermögen Baureihen
ölfrei
Membran und Ejektor
3 Bauarten
Drehschieber-Membran-Ejektor
Inhalt
  1. Funktionsprinzipien
  2. Saugvermögen und Enddruck
  3. Auswahl nach Einsatz
  4. Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich die Funktionsprinzipien?

Vakuumpumpen erzeugen einen Unterdruck, indem sie Gas aus einem geschlossenen Volumen fördern. Drehschieber-, Membran- und Venturi-Pumpen tun das auf sehr unterschiedliche Weise, was Enddruck, Saugvermögen und Wartungsbedarf bestimmt.

Die Drehschieberpumpe nutzt einen exzentrisch gelagerten Rotor mit gleitenden Schiebern, die das Gas in Kammern verdichten. Öl dichtet den Spalt ab und schmiert, dadurch sind sehr niedrige Enddrücke bis in den Bereich von 0,1 mbar möglich.

Die Membranpumpe bewegt eine elastische Membran auf und ab, gesteuert über Rückschlagventile. Sie arbeitet ölfrei und trocken, erreicht aber nur einen Enddruck von etwa 70 bis 100 mbar. Der Venturi-Ejektor hat keine beweglichen Teile: Druckluft strömt durch eine Düse und reisst nach dem Venturi-Prinzip Luft mit, wodurch der Unterdruck entsteht.

Ölgedichtete Drehschieberpumpen erreichen den tiefsten Enddruck, brauchen aber regelmässige Ölkontrolle. Membran- und Ejektorlösungen sind ölfrei und damit ideal, wo Sauberkeit zählt.

Saugvermögen und Enddruck - was zählt wirklich?

Zwei Kennwerte entscheiden über die Eignung: das Saugvermögen in m³/h (wie schnell die Pumpe evakuiert) und der Enddruck in mbar (wie tief das erreichbare Vakuum ist). Für Handling zählt vor allem das schnelle Saugvermögen, für Labor und Prozesse der tiefe Enddruck.

  • Saugvermögen: bestimmt die Evakuierzeit eines Volumens - grössere Kammer braucht mehr m³/h.
  • Enddruck: begrenzt das tiefste erreichbare Vakuum, entscheidend für Destillation oder Gefriertrocknung.
  • Leckrate: undichte Verschraubungen verschlechtern jeden Enddruck - Dichtheit vor Pumpenwahl prüfen.
  • Saughöhe beim Greifen: Vakuum und Saugerfläche bestimmen die Haltekraft am Werkstück.
Faustregel für Handling: benötigte Haltekraft mit dem 1,5- bis 2-fachen Sicherheitsfaktor auslegen und Leckluft der Sauger einkalkulieren, damit der Ejektor das Vakuum hält.

Welche Pumpe für Handling, Montage oder Labor?

Die Auswahl folgt dem Einsatzzweck. Wer Werkstücke greift, fährt mit dem Venturi-Ejektor am günstigsten; wer im Labor tiefes, sauberes Vakuum braucht, wählt Membran oder Drehschieber je nach gewünschtem Enddruck.

  • Handling und Montage: Venturi-Ejektor direkt an der Druckluft, schnelle Taktung, keine Wartung beweglicher Teile.
  • Labor ölfrei: Membranpumpe für Filtration, Rotationsverdampfer im mittleren Vakuum und aggressive Medien.
  • Feinvakuum und Prozesse: ölgedichtete Drehschieberpumpe für Enddrücke unter 1 mbar.
  • Zentralversorgung: grössere Drehschieber-Baureihen bis 630 m³/h für mehrere Arbeitsplätze.
Ist bereits ein Druckluftnetz vorhanden, spart der Venturi-Ejektor Investitions- und Wartungskosten. Ohne Druckluft oder bei Dauerbetrieb ist eine elektrische Pumpe meist wirtschaftlicher.
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Häufige Fragen

Welcher Vakuumpumpen-Typ erreicht den tiefsten Enddruck?

Ölgedichtete Drehschieberpumpen erreichen mit 0,1 bis 2 mbar den tiefsten Enddruck. Membranpumpen bleiben bei 70 bis 100 mbar, Venturi-Ejektoren typisch bei rund 130 mbar.

Wann ist ein Venturi-Ejektor sinnvoll?

Immer dann, wenn ein Druckluftnetz vorhanden ist und schnell getaktet gegriffen wird. Der Ejektor hat keine beweglichen Teile, ist wartungsarm und sofort betriebsbereit.

Ölfrei oder ölgedichtet?

Ölfreie Membran- und Ejektorpumpen halten Prozesse sauber und eignen sich für aggressive Dämpfe. Ölgedichtete Drehschieberpumpen erreichen deutlich tiefere Enddrücke, brauchen aber Ölwechsel und Öldampfabscheidung.

Wie berechne ich das nötige Saugvermögen?

Aus dem zu evakuierenden Volumen und der gewünschten Evakuierzeit. Grössere Kammern und kurze Taktzeiten verlangen mehr m³/h; Leckraten der Anlage immer einkalkulieren.

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Ob Venturi-Ejektor fürs Handling oder Drehschieberpumpe fürs Labor - wir liefern die passende Vakuumtechnik mit Beratung zu Saugvermögen und Enddruck.

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