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DIN EN 12464-1

Beleuchtungsstärke messen - wie prüft man Lux am Arbeitsplatz?

Die Beleuchtungsstärke in Lux entscheidet, ob eine Tätigkeit sicher und ermüdungsfrei ausgeführt werden kann. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie mit einem Luxmeter nach DIN EN 12464-1 korrekt messen, welche Nennwerte pro Tätigkeit gefordert sind und wie Sie das Messraster und den Wartungswert richtig ansetzen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Luxmeter ansehen
500 lx
Nennwert für Büro/Montage
300-1000 lx
typische Arbeitsbereiche
0,85 m
übliche Messhöhe
12464-1
geprüfte Norm
Inhalt
  1. Grundlagen und Norm
  2. Nennwerte je Tätigkeit
  3. Messablauf und Raster
  4. Häufige Fragen

Was misst ein Luxmeter und warum in Lux?

Ein Luxmeter misst die Beleuchtungsstärke, also den Lichtstrom pro Fläche in Lux (lx = Lumen pro Quadratmeter). Der Sensor bewertet das Licht nach der Empfindlichkeit des menschlichen Auges (V-Lambda-Anpassung) und korrigiert schräg einfallendes Licht über die sogenannte Cosinus-Korrektur.

Die DIN EN 12464‑1 legt für Innenräume die geforderten Nennwerte der Beleuchtungsstärke je nach Sehaufgabe fest. Sie sind als Wartungswert definiert: der Mittelwert darf über die Nutzungsdauer und trotz Alterung der Leuchten nicht unter diesen Wert fallen.

Ein hochwertiges Luxmeter erfüllt die Genauigkeitsklasse nach DIN 5032‑7 (Klasse B oder besser) und ist auf V-Lambda kalibriert. Nur dann sind die gemessenen Werte mit den Norm-Nennwerten vergleichbar.
  • Lux (lx): Beleuchtungsstärke auf der Nutzfläche, das ist der Messwert.
  • Lumen (lm): der gesamte Lichtstrom einer Lichtquelle.
  • Candela (cd): die Lichtstärke in eine Richtung.
  • Wartungswert: geforderter Mindest-Mittelwert nach DIN EN 12464‑1.

Welche Nennwerte gelten pro Tätigkeit?

Je feiner die Sehaufgabe, desto höher der geforderte Wartungswert. Für grobe Arbeiten genügen 200 bis 300 lx, für feine Montage oder Prüfarbeiten sind 750 bis 1000 lx nötig. Die folgenden Richtwerte nach DIN EN 12464‑1 helfen bei der Bewertung Ihrer Messung.

Für ältere Beschäftigte oder besonders kontrastarme Aufgaben erlaubt die Norm eine Anhebung um eine Stufe der Beleuchtungsstärke-Skala (zum Beispiel von 500 auf 750 lx).
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Wie misst man korrekt nach Messraster?

Gemessen wird auf der Bewertungsfläche in der Höhe der Sehaufgabe, meist 0,85 m über dem Boden für sitzende Tätigkeiten oder auf der tatsächlichen Arbeitsfläche. Die Fläche wird in ein Raster geteilt, an jedem Rasterpunkt wird gemessen und der Mittelwert gebildet.

  • Sensor waagerecht auf Messhöhe legen, eigenen Schatten vermeiden.
  • Rasterpunkte gleichmässig verteilen (Rasterweite nach DIN EN 12464‑1 aus der Raumgeometrie ableiten).
  • Vor der Messung 20 bis 30 Minuten einbrennen lassen, besonders bei Leuchtstoff- und LED-Leuchten.
  • Fremdlicht wie Tageslicht dokumentieren oder abschatten, wenn nur Kunstlicht bewertet wird.
  • Mittelwert und Gleichmässigkeit (Uo = Minimum geteilt durch Mittelwert) berechnen.
Die Gleichmässigkeit Uo soll am Arbeitsbereich in der Regel mindestens 0,60 betragen. Ein hoher Mittelwert nützt wenig, wenn einzelne Stellen zu dunkel bleiben.

Berücksichtigen Sie den Wartungswert: Frisch installierte Leuchten liefern anfangs mehr Lux als gefordert, da über die Standzeit ein Wartungsfaktor einkalkuliert ist. Eine Abnahmemessung sollte deshalb deutlich über dem Nennwert liegen.

Häufige Fragen

In welcher Höhe wird die Beleuchtungsstärke gemessen?

In der Regel auf der Bewertungsfläche in Höhe der Sehaufgabe. Für sitzende Tätigkeiten sind das üblicherweise 0,85 m über dem Boden, sonst die reale Arbeitsfläche.

Wie viele Messpunkte braucht man?

Die Rasterweite ergibt sich aus der Raumgeometrie nach DIN EN 12464‑1. Grössere Flächen brauchen mehr Punkte; aus den Einzelwerten wird der Mittelwert und die Gleichmässigkeit gebildet.

Warum liegt der Messwert direkt nach Installation über dem Nennwert?

Der Nennwert ist ein Wartungswert. Neue Leuchten liefern mehr Licht, weil ein Wartungsfaktor die Alterung und Verschmutzung über die Nutzungsdauer berücksichtigt.

Reicht ein einfaches Smartphone-Luxmeter?

Für eine grobe Orientierung ja, für normkonforme Bewertungen nein. Nötig ist ein Gerät mit V-Lambda-Anpassung, Cosinus-Korrektur und Kalibrierung nach DIN 5032‑7.

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