Fluchtwege nach ASR A2.3 richtig kennzeichnen - wie?
Fluchtwege und Notausgänge müssen jederzeit erkennbar sein - auch bei Stromausfall und Verrauchung. Dieser Ratgeber erklärt die Kennzeichnung nach ASR A2.3, langnachleuchtende Schilder nach DIN 67510, Bodenmarkierungen sowie die richtige Montagehöhe und Sichtweite.
Fluchtwegschilder ansehenWas verlangt die ASR A2.3 für Fluchtwege?
Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A2.3 konkretisiert die Arbeitsstättenverordnung und fordert, dass Fluchtwege und Notausgänge dauerhaft, deutlich erkennbar und dicht gekennzeichnet sind. Die Rettungszeichen richten sich nach ASR A1.3 und der DIN EN ISO 7010, die die grün-weissen Symbole wie E001, E002 und den Richtungspfeil E004 europaweit vereinheitlicht.
Grundlage jeder Kennzeichnung ist die Gefährdungsbeurteilung. Sie legt fest, wo Zeichen nötig sind, ob eine Sicherheitsbeleuchtung oder langnachleuchtende Systeme eingesetzt werden und wie dicht die Schilder hängen. Rettungszeichen sind quadratisch oder rechteckig, grün als Sicherheitsfarbe mit weissem Symbol.
Welche Schilder und welche Grösse sind nötig?
Die Schildgrösse hängt von der Erkennungsweite ab. Nach ASR A1.3 gilt die Faustformel s = L / 200 für nachleuchtende und s = L / 100 bei beleuchteten Zeichen: Bei 20 m Entfernung braucht ein langnachleuchtendes Schild also mindestens 10 cm Höhe der beleuchteten Fläche.
- Erkennungsweite L messen, dann Schildhöhe s = L/200 bestimmen (nachleuchtend).
- Rettungszeichen nach DIN EN ISO 7010 verwenden, keine veralteten Piktogramme mischen.
- An jeder Tür und jedem Richtungswechsel ein Zeichen mit korrektem Pfeil setzen.
- Notausgangsschilder möglichst über der Tür oder unmittelbar daneben anbringen.
Wie funktionieren nachleuchtende Systeme und Bodenmarkierungen?
Langnachleuchtende Materialien speichern Licht und geben es bei Dunkelheit ab. Ihre Leistung wird nach DIN 67510 in mcd/m² gemessen: Der Anfangswert nach 10 Minuten und der Wert nach 60 Minuten entscheiden über die Güteklasse. Hochwertige Systeme leuchten viele Stunden weit über der Wahrnehmungsschwelle.
Bodennahe Sicherheitsleitsysteme nach ASR A3.4/7 ergänzen Deckenschilder, weil sich Rauch oben sammelt und die Sicht am Boden länger frei bleibt. Durchgehende nachleuchtende Bodenmarkierungen, Streifen und Pfeile führen Personen auch dann sicher zum Ausgang, wenn die Deckenzeichen verdeckt sind.
- Nachleuchtende Schilder vor Gebrauch ausreichend mit Tages- oder Kunstlicht aufladen.
- Bodenmarkierungen durchgehend und rutschhemmend verlegen, nicht mit Möbeln verdecken.
- Güteklasse nach DIN 67510 an Fluchtweglänge und Aufenthaltsdauer anpassen.
- Kombination aus Sicherheitsbeleuchtung und Nachleuchtsystem erhöht die Ausfallsicherheit.
Häufige Fragen
Wie gross muss ein Fluchtwegschild sein?
Die Höhe der beleuchteten Fläche ergibt sich aus der Erkennungsweite: s = L/200 bei nachleuchtenden und s = L/100 bei beleuchteten Zeichen. Bei 20 m Entfernung sind das mindestens 10 cm.
Welche Norm gilt für die Symbole?
Die Rettungszeichen richten sich nach DIN EN ISO 7010 und ASR A1.3, etwa E001/E002 für Notausgänge und E004 als Richtungspfeil. Grün ist die Sicherheitsfarbe, das Symbol weiss.
Warum Bodenmarkierungen zusätzlich zu Deckenschildern?
Bei Bränden sammelt sich Rauch oben. Bodennahe, langnachleuchtende Leitsysteme bleiben länger sichtbar und führen Personen auch bei Verrauchung sicher zum Notausgang.
Wie oft müssen Fluchtwegschilder geprüft werden?
Die Kennzeichnung ist regelmässig im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung und Begehungen zu kontrollieren - auf Vollständigkeit, Lesbarkeit und ausreichende Nachleuchtdauer nach DIN 67510.
Fluchtwege normgerecht kennzeichnen?
Wir liefern nachleuchtende Rettungszeichen nach DIN EN ISO 7010 und DIN 67510 sowie Bodenleitsysteme - passend zu Ihrer Gefährdungsbeurteilung nach ASR A2.3.
Normgeprüft
Symbole nach DIN EN ISO 7010, Nachleuchten nach DIN 67510.
Stromunabhängig
Langnachleuchtende Systeme wirken auch bei Stromausfall.
Richtig dimensioniert
Schildgrösse passend zur Erkennungsweite berechnet.
Fachberatung
Unsere Spezialisten unterstützen bei der ASR-A2.3-Umsetzung.