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ASR A1.2

Steh-Sitz-Tisch auswählen - worauf kommt es an?

Ein höhenverstellbarer Steh-Sitz-Tisch ermöglicht den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen und beugt einseitiger Belastung vor. Dieser Ratgeber erklärt den nötigen Verstellbereich nach ASR A1.2, den Unterschied zwischen elektrischem und manuellem Antrieb sowie Traglast und ergonomische Wechselhaltung.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Steh-Sitz-Tische ansehen
65-125 cm
typischer Verstellbereich
bis 120 kg
Traglast pro Gestell
38 mm/s
Hubgeschwindigkeit elektrisch
ASR A1.2
Grundlage Flächen und Höhe
Inhalt
  1. Verstellbereich und Höhe
  2. Elektrisch oder manuell
  3. Traglast und Stabilität
  4. Ergonomie und Wechsel
  5. Häufige Fragen

Welcher Verstellbereich ist nötig?

Der Verstellbereich entscheidet, ob der Tisch für kleine und grosse Personen und für beide Arbeitshaltungen taugt. Ein guter Steh-Sitz-Tisch deckt etwa 65 bis 125 cm ab, damit die Tischkante im Sitzen auf Ellenbogenhöhe und im Stehen wieder auf Ellenbogenhöhe liegt.

Als Faustregel gilt die Ellenbogenregel: Unter- und Oberarm bilden im Sitzen wie im Stehen etwa einen rechten Winkel, die Handgelenke bleiben gerade. Für eine Person von 1,60 m reicht oft schon eine Mindesthöhe um 65 cm, für 1,90 m sind rund 120 cm im Stehen sinnvoll.

Die ASR A1.2 nennt für Büroarbeitsplätze eine Bewegungsfläche von mindestens 1,5 m² und eine freie Beinraumbreite von mindestens 58 cm. Der Verstellbereich muss die Körpergrössen der tatsächlichen Nutzer abdecken.

Elektrisch oder manuell verstellen?

Der Antrieb bestimmt, wie oft der Wechsel wirklich stattfindet. Elektrische Gestelle mit Motor verstellen sich per Tastendruck in wenigen Sekunden, manuelle Modelle mit Kurbel oder Gasfeder sind günstiger, aber der Wechsel kostet Aufwand und wird im Alltag oft ausgelassen.

Elektrische Tische mit Memory-Funktion speichern die Sitz- und Stehhöhe. Das senkt die Hemmschwelle für den Wechsel spürbar und erhöht die Zahl der Haltungswechsel pro Tag.
  • Elektrisch: bequemer, häufigerer Wechsel, Memory-Positionen, Kollisionsschutz.
  • Manuell mit Kurbel: robust und wartungsarm, aber langsamer Wechsel.
  • Gasdruckfeder: schnell, jedoch begrenzte Traglast und fester Höhenbereich.
  • Doppelmotor-Gestelle laufen leiser und tragen mehr als Einzelmotor-Varianten.

Wie viel Traglast und Stabilität braucht der Tisch?

Die Traglast muss die gesamte Auflast tragen: Monitore, Laufwerke, Laborgeräte und die Tischplatte selbst. Für einen Büroarbeitsplatz mit zwei Monitoren reichen meist 80 kg, im Labor mit schweren Messgeräten sind 120 kg und mehr sinnvoll.

Ebenso wichtig ist die Stabilität in der oberen Stellung. Ein hohes Gestell schwingt stärker, daher zählen ein breiter Hubsäulenquerschnitt, drei Segmente pro Säule und eine Querstrebe. Prüfen Sie die maximale seitliche Auslenkung bei voller Stehhöhe, bevor empfindliche Geräte aufgestellt werden.

Die angegebene Traglast versteht sich als Nutzlast ohne Eigengewicht der Platte. Rechnen Sie die Plattenmasse bei schweren Vollholz- oder Verbundplatten mit ein.
  • Nutzlast prüfen: Summe aus Geräten, Platte und Zubehör bleibt unter dem Grenzwert.
  • Dreiteilige Hubsäulen bieten mehr Verstellweg und höhere Stabilität.
  • Querstrebe oder T-Fuss reduziert das Schwingen in Stehhöhe.
  • Kollisionsschutz stoppt den Motor bei Hindernissen unter der Platte.
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Wie sieht die richtige Wechselhaltung aus?

Der Nutzen entsteht erst durch den regelmässigen Wechsel. Arbeitsmediziner empfehlen einen dynamischen Mix aus rund 60 % Sitzen, 30 % Stehen und 10 % Bewegung. Statt langem Dauerstehen sind mehrere kurze Stehphasen pro Stunde am wirksamsten.

Ein guter Startwert: alle 30 bis 60 Minuten die Haltung wechseln. Eine Erinnerung im Kalender oder die Memory-Taste am Tisch hilft, die Routine einzuhalten.
  • Bildschirm-Oberkante etwa auf Augenhöhe, Sehabstand 50‑70 cm.
  • Im Stehen leicht wechselnde Fussstellung, eine Anti-Ermüdungsmatte entlastet.
  • Schuhe mit flacher Sohle, Knie nicht durchdrücken.
  • Kurze Stehphasen über den Tag verteilen statt einer langen.
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Häufige Fragen

Welchen Verstellbereich sollte ein Steh-Sitz-Tisch haben?

Ein Bereich von etwa 65 bis 125 cm deckt die meisten Körpergrössen im Sitzen und Stehen ab. Für sehr grosse Personen sollte die Stehhöhe mindestens 118 cm erreichen.

Elektrisch oder manuell - was ist besser?

Elektrische Tische mit Memory-Funktion werden nachweislich häufiger gewechselt und tragen mehr Last. Manuelle Kurbelmodelle sind günstiger und wartungsarm, der Wechsel wird aber oft ausgelassen.

Wie viel Traglast brauche ich?

Für einen Büroplatz mit zwei Monitoren genügen meist 80 kg. Im Labor mit schweren Messgeräten sind 120 kg und ein stabiles Doppelmotor-Gestell empfehlenswert.

Wie oft sollte man zwischen Sitzen und Stehen wechseln?

Ein Wechsel alle 30 bis 60 Minuten ist ein guter Richtwert. Ideal sind rund 60 % Sitzen, 30 % Stehen und 10 % Bewegung über den Arbeitstag.

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