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ISO/IEC 17025

Rückführbarkeit in der Messtechnik - wie geht das?

Rückführbarkeit verbindet jedes Messmittel über eine ununterbrochene Kalibrierkette mit dem nationalen Normal. Dieser Ratgeber erklärt die Rolle von PTB und DAkkS, den Aufbau der Kalibrierkette, die Bedeutung der Messunsicherheit und was ein Kalibrierschein nach ISO/IEC 17025 leisten muss.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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SI
Bezug auf die 7 Basiseinheiten
PTB
nationales Metrologieinstitut
17025
akkreditierte Kalibrierung
k = 2
Erweiterungsfaktor, 95 %
Inhalt
  1. Definition und Kette
  2. PTB und DAkkS
  3. Unsicherheit und Norm
  4. Häufige Fragen

Was bedeutet Rückführbarkeit?

Rückführbarkeit (metrologische Rückverfolgbarkeit) ist die Eigenschaft eines Messergebnisses, über eine ununterbrochene Kette von Vergleichen mit einem nationalen oder internationalen Normal verbunden zu sein. Jedes Glied der Kette hat dabei eine dokumentierte Messunsicherheit. So lässt sich der Wert eines Handmessgeräts letztlich auf die SI-Einheiten zurückführen.

Der Bezugspunkt sind die sieben SI-Basiseinheiten, die seit der Revision 2019 über Naturkonstanten definiert sind - das Kilogramm etwa über die Planck-Konstante h. Ohne diese lückenlose Kette ist ein Messwert nur eine Zahl ohne belastbaren Bezug.

Rückführbar ist nicht das Gerät selbst, sondern das Messergebnis. Ein Kalibrierschein dokumentiert diese Rückführbarkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt - deshalb sind Rekalibrierintervalle nötig.
  • Ununterbrochene Kette von dokumentierten Vergleichen.
  • Jeder Schritt mit angegebener Messunsicherheit.
  • Endbezug auf SI-Einheiten über ein nationales Normal.
  • Nachvollziehbar über Kalibrierscheine und Zertifikate.
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Welche Rolle spielen PTB und DAkkS?

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ist das nationale Metrologieinstitut Deutschlands und bewahrt die nationalen Normale. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) ist die nationale Akkreditierungsstelle und bestätigt, dass ein Kalibrierlabor kompetent nach ISO/IEC 17025 arbeitet.

Die PTB realisiert die Einheiten auf höchstem Niveau und gibt sie an akkreditierte Kalibrierlaboratorien (DAkkS-Labore) weiter. Diese kalibrieren wiederum die Gebrauchsnormale und Messmittel der Industrie. So entsteht eine Hierarchie vom nationalen Normal bis zum Werkstattmessgerät.

Ein DAkkS-Kalibrierschein trägt das DAkkS-Symbol und eine Akkreditierungsnummer. Über gegenseitige Anerkennung (ILAC-MRA, EA) wird er international akzeptiert.

Warum gehören Messunsicherheit und ISO/IEC 17025 dazu?

Kein Messwert ist ohne Angabe der Messunsicherheit vollständig. Die Unsicherheit beschreibt den Bereich, in dem der wahre Wert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit liegt. Sie wird nach dem GUM (Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement) ermittelt.

Üblich ist die erweiterte Messunsicherheit U mit dem Erweiterungsfaktor k = 2, was bei Normalverteilung etwa einem Vertrauensniveau von 95 % entspricht. Ein akkreditiertes Kalibrierlabor nach ISO/IEC 17025 muss diese Unsicherheit für jede Messgröße nachweisen und dokumentieren.

  • GUM: einheitliche Methode zur Ermittlung der Unsicherheit.
  • Erweiterte Unsicherheit U = k mal Standardunsicherheit.
  • k = 2 entspricht rund 95 % Vertrauensniveau.
  • CMC: kleinste angebbare Kalibrier- und Messfähigkeit des Labors.
  • Konformitätsaussage (bestanden/nicht bestanden) berücksichtigt U.
Prüfen Sie im Kalibrierschein, ob die angegebene Unsicherheit klein genug für Ihre Toleranz ist. Eine gängige Faustregel ist ein Verhältnis von 4:1 zwischen Bauteiltoleranz und Messunsicherheit.
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Häufige Fragen

Ist ein Werkskalibrierschein dasselbe wie ein DAkkS-Schein?

Nein. Ein Werkskalibrierschein bestätigt die interne Rückführbarkeit des Herstellers, ein DAkkS-Schein stammt aus einem nach ISO/IEC 17025 akkreditierten Labor und ist über ILAC international anerkannt. Für hohe Anforderungen ist der DAkkS-Schein die sichere Wahl.

Wie oft muss ein Messmittel kalibriert werden?

Das Intervall legt der Betreiber risikobasiert fest, oft 12 Monate. Beanspruchung, Stabilität des Geräts und die geforderte Genauigkeit bestimmen den Zeitraum. Driftbeobachtungen aus früheren Kalibrierungen helfen bei der Festlegung.

Was bedeutet k = 2 im Kalibrierschein?

k ist der Erweiterungsfaktor. Mit k = 2 wird die Standardunsicherheit verdoppelt, sodass der angegebene Bereich bei Normalverteilung rund 95 % Vertrauensniveau abdeckt.

Wer bewahrt in Deutschland die nationalen Normale?

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig realisiert und bewahrt die nationalen Normale und gibt die Einheiten über akkreditierte Labore an die Industrie weiter.

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Wir liefern Messmittel mit Werks- oder DAkkS-Kalibrierschein - rückführbar auf nationale Normale und dokumentiert nach ISO/IEC 17025.

Rückführbar

Kalibrierung mit Bezug auf PTB-Normale.

Akkreditiert

DAkkS-Kalibrierscheine nach ISO/IEC 17025.

Mit Unsicherheit

Messunsicherheit nach GUM dokumentiert.

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