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DIN EN ISO/IEC 17025

Werks- oder DAkkS-Kalibrierschein - was brauchen Sie?

Ein Werkskalibrierschein und ein DAkkS-Kalibrierschein bescheinigen beide die Rückführbarkeit auf nationale Normale, unterscheiden sich aber in Prüftiefe und rechtlicher Anerkennung. Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied, die Rolle der Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 und wann eine akkreditierte Kalibrierung wirklich erforderlich ist.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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17025
Akkreditierung DAkkS
kleiner
Messunsicherheit DAkkS
national
rückführbar auf PTB
gerichtsfest
Anerkennung DAkkS
Inhalt
  1. Der Unterschied
  2. Direkter Vergleich
  3. Wann DAkkS nötig
  4. Häufige Fragen

Was unterscheidet Werks- und DAkkS-Kalibrierschein?

Beide Scheine dokumentieren, dass ein Messgerät gegen ein Normal geprüft wurde, dessen Wert über eine ununterbrochene Kette auf das nationale Normal der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) rückführbar ist. Der entscheidende Unterschied liegt in der Akkreditierung: Ein DAkkS-Kalibrierschein stammt aus einem Labor, das die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach DIN EN ISO/IEC 17025 für genau diese Messgrösse begutachtet hat.

Ein Werkskalibrierschein (auch ISO- oder Herstellerkalibrierschein) wird vom Hersteller oder einem Kalibrierdienstleister in eigener Verantwortung ausgestellt. Die Rückführbarkeit kann gegeben sein, doch die Kompetenz des Labors und die angegebene Messunsicherheit werden nicht von einer unabhängigen Stelle überwacht.

Ein DAkkS-Schein trägt das DAkkS-Symbol mit der Akkreditierungsnummer (D-K-xxxxx). Fehlt dieses Zeichen, handelt es sich um eine Werkskalibrierung, unabhängig davon, wie hochwertig das Prüflabor arbeitet.
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Werks- vs DAkkS-Kalibrierung im direkten Vergleich

Die Wahl hängt von Rückverfolgbarkeit, Messunsicherheit und Nachweispflicht ab. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Kriterien im Vergleich.

  • Werkskalibrierung: kostengünstig, ausreichend für unkritische Anwendungen und interne Qualitätssicherung.
  • DAkkS-Kalibrierung: dokumentierte, kleine Messunsicherheit und weltweit anerkannt durch die EA/ILAC-Abkommen.
  • Nur akkreditierte Labore dürfen das DAkkS-Symbol und die Kennung D-K-xxxxx führen.
  • Beide Scheine sind rückführbar - der Unterschied ist der unabhängige Kompetenznachweis.

Wann ist eine akkreditierte Kalibrierung erforderlich?

Eine DAkkS-Kalibrierung ist immer dann angezeigt, wenn Messergebnisse gegenüber Dritten belastbar sein müssen: bei Referenznormalen, in reglementierten Branchen und wenn Auditoren einen unabhängigen Kompetenznachweis verlangen.

  • Referenz- und Werksnormale, mit denen Sie selbst andere Geräte kalibrieren.
  • Regulierte Bereiche wie Medizintechnik, Luftfahrt, Automotive und Pharma.
  • Prüfmittel, deren kleine Messunsicherheit direkt in die Produktkonformität einfliesst.
  • Kundenverträge oder Audits (ISO 9001, IATF 16949), die eine akkreditierte Kalibrierung fordern.
  • Streitfälle, bei denen ein gerichtsfester Nachweis der Rückführbarkeit gebraucht wird.
Faustregel: Wo ein Werkskalibrierschein genügt, sparen Sie Kosten. Sobald externe Anerkennung, kleinste Messunsicherheit oder ein Referenznormal im Spiel ist, führt kein Weg an DAkkS vorbei.

ISO 9001 verlangt Rückführbarkeit, schreibt aber nicht zwingend DAkkS vor - hier reicht oft ein Werksschein mit nachgewiesener Rückführbarkeit. Legen Sie das Kalibrierintervall risikobasiert nach der tatsächlichen Nutzung und Stabilität des Geräts fest, nicht nach einem starren Standardwert.

Häufige Fragen

Ist ein Werkskalibrierschein wertlos?

Nein. Er dokumentiert eine rückführbare Kalibrierung und genügt für interne Qualitätssicherung und unkritische Messungen. Ihm fehlt nur der unabhängige Kompetenznachweis der Akkreditierung.

Woran erkenne ich einen echten DAkkS-Schein?

Am DAkkS-Logo mit der Akkreditierungsnummer D-K-xxxxx und dem Verweis auf DIN EN ISO/IEC 17025. Fehlt das Symbol, ist es eine Werkskalibrierung.

Verlangt ISO 9001 zwingend eine DAkkS-Kalibrierung?

Nein. ISO 9001 fordert Rückführbarkeit auf nationale Normale. Ein Werksschein mit belegter Rückführbarkeit kann ausreichen, sofern das Audit keine akkreditierte Kalibrierung fordert.

Wie oft muss ich kalibrieren lassen?

Das Kalibrierintervall wird risikobasiert festgelegt: nach Nutzungshäufigkeit, geforderter Genauigkeit und Stabilität des Geräts. Übliche Zyklen liegen bei ein bis drei Jahren.

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