Trockenblock-Kalibrator wählen - worauf kommt es an?
Ein Trockenblock-Kalibrator erzeugt eine definierte, stabile Temperatur in einem beheizten Metallblock und dient zur Vor-Ort-Kalibrierung von Temperaturfühlern. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Geräte nach Temperaturbereich, Stabilität und Homogenität sowie nach dem passenden Bohrungseinsatz auswählen.
Trockenblock-Kalibratoren ansehenWie funktioniert ein Trockenblock-Kalibrator?
Ein Trockenblock-Kalibrator besteht aus einem Metallblock, der über Heiz- und teils Kühlelemente auf eine geregelte Solltemperatur gebracht wird. Der zu prüfende Fühler wird in eine Bohrung des Wechseleinsatzes gesteckt und mit einem Referenzwert verglichen. So lassen sich Pt100-Fühler, Thermoelemente und Bimetall-Thermometer ohne Flüssigkeitsbad direkt am Einsatzort kalibrieren.
Die interne Regelung hält die Blocktemperatur konstant, während ein eingebauter oder externer Referenzfühler den tatsächlichen Wert misst. Entscheidend für die Genauigkeit sind die axiale Homogenität entlang der Bohrung und die radiale Homogenität zwischen den Bohrungen.
So wählen Sie den passenden Referenzfühler für das Vergleichsverfahren.
Zum RatgeberWelcher Temperaturbereich und welche Stabilität?
Der Temperaturbereich muss die zu prüfenden Fühler mit etwas Reserve abdecken. Kompakte Kühlmodelle arbeiten ab etwa -45 °C, Hochtemperaturgeräte reichen bis 700 °C. Ebenso wichtig sind Stabilität, Homogenität und die Aufheizzeit.
- Prüfen Sie, ob der Bereich alle Prozesssollwerte inklusive Sicherheitsmargen abdeckt.
- Stabilität unter ±0,05 K sorgt für reproduzierbare Ablesungen.
- Kurze Aufheiz- und Kühlzeiten sparen bei vielen Fühlern spürbar Zeit.
- Achten Sie auf die nutzbare Bohrungstiefe von mindestens 150 mm für lange Fühler.
Wie wählt man den richtigen Bohrungseinsatz?
Der Wechseleinsatz überträgt die Wärme vom Block auf den Fühler. Sein Bohrungsdurchmesser muss zum Fühlerschaft passen: ein zu grosses Spiel bildet eine isolierende Luftschicht und verfälscht die Messung. Als Faustregel gilt ein radialer Spalt von höchstens 0,5 mm.
- Mehrfach gebohrte Einsätze prüfen Referenz- und Prüffühler gleichzeitig.
- Für Thermoelemente und dünne Pt100 gestufte Bohrungen von 3 bis 8 mm.
- Reinigen Sie Bohrung und Fühlerschaft, damit kein Schmutz den Kontakt stört.
- Ein individuell gefertigter Einsatz passt zu Sonderdurchmessern.
Häufige Fragen
Trockenblock oder Kalibrierbad?
Trockenblöcke sind kompakt, sauber und schnell einsatzbereit, ideal vor Ort. Kalibrierbäder bieten bessere Homogenität für kurze oder unregelmässig geformte Fühler. Für die meisten Stab- und Einschraubfühler genügt der Trockenblock.
Brauche ich einen externen Referenzfühler?
Für kleine Unsicherheiten ja. Der interne Sensor misst die Blocktemperatur, ein kalibrierter Referenzfühler im gleichen Einsatz erfasst die reale Temperatur am Prüfling und ermöglicht das Vergleichsverfahren.
Wie tief muss der Fühler eintauchen?
Als Richtwert das 15- bis 20-fache des Fühlerdurchmessers plus die Länge des empfindlichen Elements, mindestens jedoch auf die volle Nutztiefe des Blocks, um Wärmeableitung entlang des Schafts zu vermeiden.
Welche Unsicherheit ist erreichbar?
Mit gutem Gerät, passendem Einsatz und externem Referenzfühler sind Unsicherheiten um ±0,2 K realistisch. Ohne Referenzfühler dominiert die Homogenität des Blocks das Ergebnis.
Passenden Trockenblock-Kalibrator gesucht?
Wir liefern Trockenblock-Kalibratoren mit passenden Bohrungseinsätzen und Referenzfühlern für die Vor-Ort-Kalibrierung Ihrer Temperaturfühler.
Breiter Bereich
Geräte von -45 bis 700 °C für alle Prüfpunkte.
Hohe Stabilität
Schwankung bis ±0,02 K für reproduzierbare Werte.
Passende Einsätze
Bohrungseinsätze für jeden Fühlerdurchmesser.
Fachberatung
Messtechnik-Spezialisten unterstützen bei der Auswahl.


