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DIN EN 12195-2

Zurrgurt auswählen - welche Zurrkraft LC brauche ich?

Der Zurrgurt sichert Ladung auf dem Fahrzeug gegen Verrutschen und Kippen. Dieser Ratgeber erklärt die zulässige Zurrkraft LC, die Werte STF und SHF, den passenden Ratschentyp sowie die vorgeschriebene Etikett-Kennzeichnung nach DIN EN 12195-2.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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LC
zulässige Zurrkraft in daN
STF
Standard-Vorspannkraft
12195-2
geprüfte Norm
2 Teile
Fest- und Losende
Inhalt
  1. LC, STF und SHF
  2. Kraft und Ratsche
  3. Etikett und Prüfung
  4. Häufige Fragen

Was bedeuten LC, STF und SHF beim Zurrgurt?

Die wichtigste Kennzahl eines Zurrgurts ist die zulässige Zurrkraft LC (Lashing Capacity), angegeben in daN. Sie beschreibt die Kraft, die der Gurt beim Niederzurren oder Direktzurren dauerhaft sicher aufnehmen darf, ohne die zulässige Belastung zu überschreiten.

Ergänzend nennt das Etikett die STF (Standard Tension Force), also die Vorspannkraft, die eine genormte Handkraft SHF von 50 daN über die Ratsche erzeugt. Beim Niederzurren zählt die STF, denn sie bestimmt, wie stark die Ladung auf die Ladefläche gepresst wird. Beim Direktzurren zählt hingegen die LC.

LC ist nicht die Bruchkraft. Die Bruchkraft des Gurtbands liegt bei mindestens dem Doppelten der LC, damit eine ausreichende Sicherheitsreserve bleibt.

Wie wähle ich Zurrkraft und Ratschentyp richtig?

Die benötigte Anzahl und Stärke der Zurrgurte richtet sich nach Gewicht, Reibbeiwert und Zurrmethode. Für schwere Ladung auf glatter Ladefläche brauchen Sie entweder eine höhere STF oder mehr Zurrpunkte, weil die Reibung allein das Verrutschen nicht verhindert.

  • Leichtgurt (25 mm, LC bis 400 daN): für leichte Ladung und Bündelung.
  • Standardgurt (35 mm, LC 750‑1500 daN): universelle Ladungssicherung im Transport.
  • Schwerlastgurt (50 mm, LC 2500‑5000 daN): für schwere und sperrige Güter.
  • Langhebel-Ratsche: höhere STF durch grössere Hebelwirkung, ideal zum Niederzurren.
  • Druckratsche: kompakt, für Direktzurren und beengte Zurrpunkte.
Nach DIN EN 12195‑2 werden Zweiteil-Gurte mit Fest- und Losende verwendet. Das Festende trägt Ratsche und Endbeschlag, das Losende wird eingefädelt und gespannt. Beide Teile müssen dieselbe LC-Kennzeichnung tragen.
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Was muss auf dem Zurrgurt-Etikett stehen?

Jeder Zurrgurt trägt ein dauerhaft befestigtes Etikett nach DIN EN 12195‑2. Fehlt das Etikett oder ist es unleserlich, darf der Gurt nicht mehr eingesetzt werden, weil die zulässige Belastung nicht mehr nachweisbar ist.

  • LC in daN sowie SHF und STF in daN.
  • Werkstoff des Gurtbands, meist Polyester (PES).
  • Dehnung bei LC, üblich unter 7 Prozent.
  • Länge des Gurts und Herstellerkennzeichen.
  • Nummer der Norm DIN EN 12195‑2 und Warnhinweis.
Die Etikettfarbe zeigt den Werkstoff: Blau steht für Polyester (PES), Grün für Polyamid (PA) und Braun für Polypropylen (PP). Polyester ist der Standard, da es feuchtigkeitsbeständig und dehnungsarm ist.

Prüfen Sie den Zurrgurt vor jedem Einsatz auf Schnitte, Einrisse, Garnbrüche und Verformungen an Ratsche und Haken. Ablegereif ist ein Gurt bei Beschädigung von mehr als 10 Prozent der Bandbreite, bei Rissen im Nähbereich oder bei Korrosion an den Beschlagteilen.

Häufige Fragen

Was bedeutet LC beim Zurrgurt?

LC steht für Lashing Capacity, die zulässige Zurrkraft in daN. Sie ist die Kraft, die der Gurt dauerhaft sicher aufnehmen darf. Die Bruchkraft liegt bei mindestens dem Doppelten der LC.

Worin unterscheiden sich STF und LC?

STF ist die Vorspannkraft, die die Ratsche mit der genormten Handkraft SHF von 50 daN erzeugt, und zählt beim Niederzurren. LC ist die zulässige Zugkraft und zählt beim Direktzurren.

Wann muss ein Zurrgurt abgelegt werden?

Bei fehlendem oder unlesbarem Etikett, bei Schnitten oder Rissen über 10 Prozent der Bandbreite, bei Garnbrüchen im Nähbereich oder bei Korrosion und Verformung an Ratsche und Haken.

Welches Material ist am besten für Zurrgurte?

Polyester (PES, blaues Etikett) ist der Standard, weil es dehnungsarm, feuchtigkeitsbeständig und witterungsstabil ist. Polyamid und Polypropylen sind Sonderfälle mit anderen Eigenschaften.

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Wir liefern Zurrgurte in allen Breiten und Zurrkräften mit Langhebel- oder Druckratsche - geprüft und gekennzeichnet nach DIN EN 12195-2.

Normgeprüft

Alle Zurrgurte erfüllen die DIN EN 12195-2.

Klare LC-Angabe

Zulässige Zurrkraft dauerhaft auf dem Etikett.

Geprüfte Qualität

Bruchkraft mit doppelter Sicherheitsreserve.

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