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DIN EN 61340-5-1

ESD-Personenschleuse: wie prüft man Personen am EPA-Eingang?

Die Personen- und Prüfschleuse kontrolliert am EPA-Eingang, ob Handgelenkband und ESD-Schuhe im richtigen Widerstandsbereich liegen. Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau des Erdungstesters, die Grenzwerte nach DIN EN 61340-5-1, die gekoppelte Zutrittskontrolle sowie den korrekten Ablauf der täglichen Personenprüfung.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: ESD-Spezialisten
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7,5x10⁵-3,5x10⁷ Ω
Grenzen Handgelenkband
10⁵-10⁸ Ω
Grenzen ESD-Schuhe
1x täglich
Personenprüfung im EPA
61340-5-1
geprüfte Norm
Inhalt
  1. Funktion und Aufbau
  2. Grenzwerte und Messung
  3. Zutritt und Kopplung
  4. Ablauf der Prüfung
  5. Häufige Fragen

Was macht eine ESD-Personenschleuse?

Eine ESD-Personenschleuse ist eine Prüfstation am EPA-Eingang, an der jede Person vor dem Betreten der EPA-Schutzzone ihren Ableitwiderstand über Handgelenkband und ESD-Schuhe testet. Nur wer im zulässigen Widerstandsbereich liegt, gilt als korrekt geerdet und darf hinein.

Der Kern ist ein Erdungstester mit zwei getrennten Messkreisen: Über eine Fingerkontaktfläche und eine Fussplatte wird der Widerstand von Hand zu Schuhsohle gegen Erde gemessen. Eine grüne LED signalisiert ein gültiges Ergebnis, eine rote LED zeigt einen zu hohen oder zu niedrigen Wert an.

Die Personenprüfung ersetzt nicht die permanente Erdung am Arbeitsplatz. Sie ist eine tägliche Eingangskontrolle, die belegt, dass die persönliche Schutzausrüstung zu Schichtbeginn funktioniert.
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Welche Grenzwerte gelten für Band und Schuhe?

Die Prüfschleuse vergleicht den gemessenen Widerstand mit den Fenstern der DIN EN 61340‑5‑1. Für das Handgelenkband gilt üblicherweise ein Bereich von 7,5x10⁵ bis 3,5x10⁷ Ω inklusive des integrierten 1 MΩ Sicherheitswiderstands. Für Personen-Erdung über ESD-Schuhe liegt der zulässige Bereich meist bei 10⁵ bis unter 10⁸ Ω.

  • Ein zu hoher Wert bedeutet, dass Ladung nicht abfliesst - Ursache oft loses Band oder isolierende Socken.
  • Ein zu niedriger Wert am Schuh entfällt beim Serienwiderstand des Bandes wegen des 1 MΩ Schutzwiderstands.
  • Schuhe werden meist einzeln links und rechts geprüft, damit ein defekter Schuh nicht durchrutscht.
  • Die genauen Grenzen sind gerätesteitig einstellbar und im EPA-Prüfplan zu dokumentieren.
Der 1 MΩ Widerstand im Handgelenkband ist Personenschutz: Er begrenzt den Strom bei versehentlichem Kontakt mit Spannung und ist deshalb Teil des gemessenen Fensters.

Wie funktioniert die Zutrittskontrolle?

Höherwertige Prüfschleusen koppeln das Messergebnis direkt an eine physische Zutrittssperre - meist ein Drehkreuz, eine Schranke oder eine elektrische Türfreigabe. Erst ein bestandener Test entriegelt den Durchgang; ein fehlgeschlagener Test hält ihn gesperrt.

Über einen RFID- oder Badge-Leser lässt sich die Prüfung personenbezogen protokollieren. Das System speichert, wer wann mit welchem Ergebnis eingetreten ist, und liefert damit den auditierbaren Nachweis, den ein ESD-Kontrollprogramm nach DIN EN 61340‑5‑1 verlangt.

  • Standalone-Tester: nur LED-Anzeige, Dokumentation von Hand im Prüfbuch.
  • Schleuse mit Drehkreuz: mechanische Sperre, kein Zutritt ohne grünes Ergebnis.
  • Netzwerkversion: Ergebnisse gehen an eine Software mit Zeitstempel und Personen-ID.
  • Besucherfreigabe: separater Ablauf für Gäste mit Fersenband und Leihschuhen.
Die Kopplung an ein Drehkreuz macht die Erdungsprüfung fälschungssicher: Der Zutritt ist technisch an das gültige Messergebnis gebunden, nicht an die Disziplin des Mitarbeiters.

Wie läuft die Personenprüfung korrekt ab?

Die Prüfung erfolgt zu Schichtbeginn, in vollständiger ESD-Kleidung und mit angelegtem Handgelenkband sowie getragenen ESD-Schuhen. Erst so misst der Tester das reale System aus Person, Band und Schuh, das später am Arbeitsplatz wirksam sein muss.

Bei rotem Ergebnis Band nachziehen, Kontakthaut befeuchten oder Schuhe prüfen und erneut testen. Wer wiederholt durchfällt, meldet das defekte Teil und tauscht es, bevor er die EPA betritt.
  • Hände sauber und leicht feucht - trockene Haut erhöht den Widerstand scheinbar.
  • Keine isolierenden Handschuhe oder Socken während der Messung.
  • Testgerät jährlich kalibrieren und mit einem Prüfnormal gegenchecken.
  • Grenzwerte und Prüfhäufigkeit im ESD-Kontrollplan festhalten.

Häufige Fragen

Wie oft muss die Personenprüfung erfolgen?

Mindestens einmal täglich zu Schichtbeginn, bevor die Person die EPA betritt. Viele Betriebe prüfen zusätzlich nach jeder längeren Unterbrechung, um die Ableitfähigkeit sicher zu belegen.

Warum werden Band und Schuhe getrennt gemessen?

Band und Schuhe schützen unterschiedlich: das Band am sitzenden Arbeitsplatz, die Schuhe beim Gehen auf ableitfähigem Boden. Getrennte Messkreise erkennen, welches der beiden Systeme ausserhalb der Norm liegt.

Was bedeutet ein rotes Ergebnis?

Der Widerstand liegt ausserhalb des Fensters der DIN EN 61340‑5‑1 - zu hoch heisst keine Ableitung, zu niedrig heisst fehlender Personenschutz. Die Ursache beheben und erneut prüfen, erst dann Zutritt.

Braucht jede EPA eine Schleuse mit Drehkreuz?

Nein. Vorgeschrieben ist die dokumentierte Personenprüfung, nicht die mechanische Sperre. Ein Drehkreuz erzwingt sie technisch und ist bei hohem Personenaufkommen oder strengem Audit sinnvoll.

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Wir liefern Erdungstester und Personenschleusen mit Zutrittskontrolle und Protokollierung - geprüft nach DIN EN 61340-5-1.

Normgeprüft

Grenzwerte nach DIN EN 61340-5-1 einstellbar.

Auditierbar

Ergebnisse mit Zeitstempel und Personen-ID.

Band und Schuh

Getrennte Messkreise für beide Systeme.

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