Welcher Feuerlöscher für welche Brandklasse passt?
Der richtige Feuerlöscher hängt von der Brandklasse des zu erwartenden Brandguts ab. Dieser Ratgeber erklärt die Brandklassen A, B, C, D und F, das jeweils passende Löschmittel und wie Sie die nötige Anzahl Löscheinheiten (LE) je Betriebsfläche nach ASR A2.2 berechnen.
Feuerlöscher ansehenWas bedeuten die Brandklassen A, B, C, D und F?
Brandklassen nach DIN EN 2 ordnen Brände nach der Art des brennenden Stoffs. Jeder Feuerlöscher trägt Piktogramme der Klassen, die er löschen darf. Wählen Sie den Löscher immer nach dem Stoff, der am Arbeitsplatz brennen kann - ein falsches Löschmittel kann den Brand verschlimmern.
- Klasse A: feste, glutbildende Stoffe wie Holz, Papier, Textilien, Kohle und viele Kunststoffe.
- Klasse B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe wie Benzin, Öl, Lacke, Harze und Wachse.
- Klasse C: Gase wie Propan, Butan, Methan, Wasserstoff und Erdgas.
- Klasse D: brennbare Metalle wie Magnesium, Aluminium, Lithium, Natrium und deren Legierungen.
- Klasse F: Speisefette und Speiseöle in Fritteusen und Küchengeräten.
Welches Löschmittel gehört zu welcher Klasse?
Nicht jedes Löschmittel eignet sich für jede Brandklasse. Pulver löscht breit, verursacht aber starke Verschmutzung; Fettbrandlöscher sind für Küchen Pflicht. Die folgende Übersicht zeigt die typische Zuordnung.
So stellen Sie den kompletten Brand- und Arbeitsschutz normgerecht auf.
Zum RatgeberWie berechnet man die nötige Anzahl Löscheinheiten?
Die erforderliche Grundausstattung richtet sich nach der Technischen Regel ASR A2.2. Statt Stückzahlen zählt die Summe der Löscheinheiten (LE). Jeder Löscher trägt auf dem Typenschild eine LE-Angabe, abgeleitet aus seinem Löschvermögen (z. B. 21A oder 113B).
Grundlage ist die Grundfläche des Betriebs. Aus einer Tabelle der ASR A2.2 ergibt sich die Mindest-LE-Zahl: 50 m² erfordern 6 LE, 100 m² 9 LE, 200 m² 12 LE, danach steigt der Wert stufenweise weiter an. Bei erhöhter Brandgefährdung kommen Zuschläge hinzu.
- LE des Löschers vom Typenschild ablesen, nicht die Füllmenge in kg oder l.
- LE aller Geräte im Bereich addieren, bis der Tabellenwert erreicht ist.
- Bei erhöhter Brandgefährdung zusätzliche LE nach Gefährdungsbeurteilung ansetzen.
- Höchstens 20 m Laufweg bis zum nächsten Löscher einhalten.
Häufige Fragen
Welcher Feuerlöscher ist für die Küche vorgeschrieben?
Für Speisefette und Speiseöle (Klasse F) ist ein Fettbrandlöscher Pflicht. Er bildet eine Sperrschicht auf dem heissen Fett. Wasser oder normale Pulverlöscher sind bei Fettbränden lebensgefährlich, weil das Fett explosionsartig verpuffen kann.
Kann ein ABC-Pulverlöscher überall eingesetzt werden?
ABC-Pulver deckt die Klassen A, B und C ab und ist sehr universell, verursacht aber starke Verschmutzung durch das feine Pulver. In Elektronik-, Labor- und Serverräumen ist CO₂ besser, weil es rückstandsfrei löscht.
Wie viele Löscheinheiten brauche ich für 300 m²?
Nach ASR A2.2 liegt der Wert bei rund 15 bis 18 LE, je nach genauer Fläche und Brandgefährdung. Die maximale Laufweite von 20 m zum nächsten Gerät bestimmt zusätzlich die Verteilung im Betrieb.
Wie oft muss ein Feuerlöscher geprüft werden?
Nach DIN 14406‑4 alle zwei Jahre durch einen Sachkundigen. Zusätzlich sind interne Sichtkontrollen sinnvoll, um Manometerstand, Plombe und Standort regelmässig zu überwachen.
Den passenden Feuerlöscher gesucht?
Wir liefern geprüfte Feuerlöscher für alle Brandklassen - Pulver, Schaum, CO₂ und Fettbrand, inklusive Wandhalterung und Prüfnachweis nach DIN EN 3.
Normgeprüft
Alle Geräte erfüllen DIN EN 3 und tragen die Brandklassen-Piktogramme.
Richtig dimensioniert
Wir berechnen die Löscheinheiten nach ASR A2.2 für Ihre Fläche.
Prüffähig
Prüfnachweis und 2-Jahres-Intervall nach DIN 14406 inklusive.
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