Push-in oder Schraubklemme - welche Reihenklemme wählen?
Reihenklemmen gibt es mit Push-in-Federkraft, Zugbügel oder klassischer Schraubverbindung. Dieser Ratgeber vergleicht die drei Anschlusstechniken nach Vibrationsfestigkeit, Montagezeit, Leiterarten und wartungsfreiem Betrieb - damit Sie im Schaltschrankbau die passende Klemme wählen.
Reihenklemmen ansehenWelche Anschlusstechniken gibt es bei Reihenklemmen?
Reihenklemmen verbinden Leiter geordnet auf der Tragschiene und werden über drei Techniken kontaktiert: Schraubklemme, Zugbügel (Rahmenklemme) und Push-in-Federkraft. Alle drei erfüllen die Anforderungen der IEC 60947‑7‑1, unterscheiden sich aber deutlich in Montage, Vibrationsfestigkeit und Wartung.
Bei der Schraubklemme presst eine Schraube den Leiter gegen die Stromschiene. Der Zugbügel verteilt die Schraubenkraft über einen Rahmen gleichmässig auf den Leiter. Die Push-in-Technik nutzt eine vorgespannte Feder, die den Leiter selbsttätig kontaktiert - starre Leiter und Aderendhülsen lassen sich ohne Werkzeug einfach einstecken.
So planen Sie Klemmenleisten, Beschriftung und Potenzialverteilung normgerecht.
Zum RatgeberPush-in oder Schraube - was ist besser?
Push-in-Federkraftklemmen sparen bis zu 70 % Montagezeit, weil starre Leiter und Aderendhülsen werkzeuglos gesteckt werden. Schraubklemmen punkten dagegen bei sehr grossen Querschnitten und wenn dünne, feindrähtige Leiter ohne Aderendhülse angeschlossen werden.
- Push-in: ideal für Serienbau, Maschinen und Anlagen mit Vibration.
- Zugbügel: gute Wahl für gemischte Leiter, auch feindrähtig ohne Hülse.
- Schraube: bewährt bei sehr grossen Querschnitten und rauen Umgebungen.
- Feindrähtige Leiter für Push-in immer mit Aderendhülse konfektionieren.
Worauf kommt es bei der Auswahl konkret an?
Entscheidend sind Leiterart, Querschnittsbereich, Nennstrom und Einsatzumgebung. Prüfen Sie den Bemessungsquerschnitt der Klemme sowie ob starre, feindrähtige oder mit Aderendhülse konfektionierte Leiter angeschlossen werden.
- Starre Leiter und Aderendhülsen lassen sich bei Push-in direkt einstecken.
- Feindrähtige Leiter ohne Hülse benötigen Zugbügel oder Betätigungshebel.
- Für Prüfabgriffe Klemmen mit Prüföffnung oder Trennmesser wählen.
- Schutzleiterklemmen (grün-gelb) kontaktieren automatisch die Tragschiene.
Häufige Fragen
Sind Push-in-Federkraftklemmen vibrationssicher?
Ja. Die vorgespannte Feder hält die Kontaktkraft dauerhaft konstant und kann sich durch Erschütterung nicht lösen. Ein Nachziehen wie bei Schrauben entfällt, daher sind sie im Maschinen- und Anlagenbau besonders beliebt.
Wann ist die Schraubklemme noch die bessere Wahl?
Bei sehr grossen Querschnitten über etwa 16 mm², wenn feindrähtige Leiter ohne Aderendhülse direkt geklemmt werden sollen, oder wenn ein Betrieb bereits ein bewährtes Schraubsystem mit Drehmoment-Dokumentation pflegt.
Brauchen feindrähtige Leiter bei Push-in eine Aderendhülse?
Für werkzeugloses Einstecken ja. Feindrähtige Leiter werden mit Aderendhülse konfektioniert. Ohne Hülse lässt sich die Feder über einen Betätigungshebel öffnen oder man wählt eine Zugbügelklemme.
Nach welcher Norm werden Reihenklemmen geprüft?
Massgeblich ist die IEC 60947‑7‑1 für Reihenklemmen für Kupferleiter. Sie legt Anforderungen an Querschnitte, Strombelastbarkeit und die mechanische Kontaktsicherheit fest.
Passende Reihenklemmen gesucht?
Wir liefern Push-in-, Zugbügel- und Schraubklemmen für den Schaltschrankbau - inklusive Brücken, Beschriftung und Zubehör nach IEC 60947-7-1.
Normgeprüft
Klemmen nach IEC 60947-7-1.
Wartungsfrei
Federkraft hält die Kontaktkraft konstant.
Schnelle Montage
Push-in spart bis zu 70 % Zeit.
Fachberatung
Spezialisten unterstützen bei der Auswahl.